Trüb, trüber am trübsten und Wildschweinsugo

Unter der Woche war ich beim Arsenal zum Reifenwechseln und dort in der Gegend ist es im November nicht besonders lieblich. Da denke ich daran, dass  es am Wochenende wieder raus aufs Land geht und freue mich.

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Was bleibt einem denn an diesen trüben Tagen anderes als gutes Essen? Angeregt durch einen Artikel über die Lokaleröffnung eines Pastramisandwichlokals im Siebten auf der Lerchenfelderstraße haben wir unter der Woche Toast mit Roastbeef, Senfjoghurtsauce mit Pimente d’ Espellete und Ruccola gemacht. Pimente d’Espellete hat man jetzt, der steht ihn jedem zweiten Rezept und wir verwenden ihn, wann immer geht. Das gehört jetzt so. Ist aber sehr fein.

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Dann endlich Freitag, aber bei Maissau beginnt der Nebel und er bleibt auch nach Horn und Göpfritz an der Wild dicht und wird immer schwärzer bis wir oben ankommen.

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Auch am Samstag ist es nicht viel freundlicher und traurig hängen die Regentropfen an den kahlen Zweigen.

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Es ist nicht kalt, es ist nicht mild, es ist nur trüb, feucht und trist. Das einzige was  man zu tun hat, ist regelmäßig die Vogelhäuschen nachzufüllen. Denn obwohl die Vögel sicherlich noch genug Futter finden würden, sind sie das jetzt gewohnt und erwarten im Baum sitzend den Tom mit lautem Gezirpe und Gepiepe, wenn er sich mit den Futtersackerln nähert.

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Unglaublich wieviel Laub schon wieder herumliegt und nass und schwer schleppe ich es zum Komposthaufen. Ansonsten ist nicht viel zu tun und so wasche ich Wäsche, räume zusammen, putze ein bißchen, liege auf der Couch herum und  mache ein Mousse au Chocolat, denn am Abend kommen K+K!
Dafür werfen wir am Nachmittag die Faschiermaschine an, denn Tom kocht ein Ragù di Cinghiale. 

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Für zwei Stunden hüten wir am Nachmittag einen Gasthund, der, mit der Tür immer fest im Blick, brav bei uns ausgeharrt.

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Am Sonntag ist es nicht mehr ganz so trüb, dafür weht ein eisiger Wind. Irgendwas ist immer.

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Autor: freia

Geboren in Wien. Aufgewachsen in Wien und Münchendorf. Lebe in Wien und im Waldviertel.

4 Gedanken zu „Trüb, trüber am trübsten und Wildschweinsugo“

  1. Liebe Freia,
    fast wäre mir der Nebel lieber gewesen als die nervenreizende plötzliche Wärme hier in Wien.
    Du meinst, daß die Regentropfen traurig an den Zweigen hängen …. wenn überhaupt sie empfinden können … wer weiß das schon…. könnten sie sich vielleicht über eine kleine Rast vor der Rückkehr in ihrem ewigen Kreislauf freuen….
    Ja, weiters mußte der Google helfen: “cinehiala” ist natürlich wie erwartet und aus der Überschrift dieses Kommentares zu erwarten war der Eber bzw. das Wildschwein. Vornehm speist ihr da oben – und: recht habt ihr!!
    Nächster Google-Besuch: das “in”-super Gewürz – Pimente d` Espellete: Bin halt neugierig und wollte es genau wissen.
    Und: lieber tropfende Äste als tropfende Kräne!
    Bussi – Ingrid

    1. Das Gewürz mussten wir auch erst nachschlagen, bevor wir es dann gekauft haben. Und seitdem würzen wir alles damit ;-). Wildschwein bekommen wir meistens vom Jäger, weil da gibts zur Zeit wirklich genug. Und ich freu mich schon, wenn es wieder kälter wird, weil von der Wärme und jetzt wieder dem starke Nebel hab ich schon genug. Bussi, Freia

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