Kurze Woche in Wien, langes Wochenende in Litschau und immer gutes Essen

Zurück in Wien und zum Abschluss der Feiertage gehen wir ins Café Eiles auf einen Kaffee und eine heiße Schokolade. Schon schön, wenn die Kaffeehäuser wieder offen haben.




Der Jahresanfang ist immer mit Papas Geburtstag am 5. Jänner verknüpft – heuer das erstmal ohne ihn. Seine Schwester schickt uns ein Foto zur Erinnerung.

Vor dem Feiertag fahre ich nochmals ins Büro, werfe am Weg unsere Gurgelprobe in die Box und am Abend gibt es mal was wirklich Einfaches.


Wieder heroben begrüßt uns eine große Vogelschar. Endlich haben die Meisen auch unser neues Futterhäuschen als solches entdeckt, die Grünspechte sind mittlerweile schon zu zweit.




Am Nachmittag gehe ich eine Herrenseerunde – aufgrund des Feiertages und des schönen Wetters gemeinsam mit vielen anderen Spaziergängern.

Für den nächsten Abend haben wir S + M aus der Saass eingeladen. Orangen-Fenchelsalat mit geräucherter Forelle aus dem Hofladen, Saltimbocca mit Safranrisotto und nochmals eine Crème brûlé, die es nun endlich auch aufs Foto geschafft hat.
Zu späterer Stunde spielen S und Tom ein paar Lieder – so ein schöner Abend!


In der Nacht beginnt es leicht zu schneien und am nächsten Morgen ist Litschau wieder etwas angezuckert. Die Teiche tauen auf und frieren zu, tauen auf und frieren zu.











Erneut mache ich eine Seerunde, diesmal zur Abwechslung links herum. Mit Ma und H. treffen wir uns am Abend im Gasthaus Kaufmann. Der Karpfen ist dieses Mal besonders gut, auch Lammragout, Wildlaibchen, Hirsch und die Palatschinken zum Dessert schmecken.


Wieder schneit es leicht über Nacht und immer mehr Vögel bevölkern unseren Garten. Wir schauen bei den Ms vorbei, drehen noch eine Runde durch die winterliche Landschaft und dann ist auch das letzte Feiertagswochenende für längere Zeit vorbei. 











Eine anstrengende Wochen mit beruflichen und privaten Terminen liegt vor mir, die meiste Zeit wieder vorwiegend im Homeoffice und so hoffe ich, dass auch die nächste Welle oder Wand an uns vorbeigeht.

 

Schneelandschaft, Tauwetter und ein schöner Jahreswechsel

Eichelhäher und Grünspecht besuchen unsere Vogelhäuschen, nur am neuen Futterspender für die Kleineren tut sich noch nichts.


Wir wollen uns ein bisschen die Beine vertreten und fahren nach Heidenreichstein. Schon von weitem hören wir laute Musik vom Hauptplatz und sehen vor einer Auslage ein paar Menschen versammelt. Beim Näherkommen erkennen wir eine Tanzperformance rund um die Tochter der ehemaligen Wirtsfamilie Hlava. Worum es genau geht, erschließt sich mir nicht, es ist jedoch ein richtiges Spektakel im sonst zu dieser Zeit recht ausgestorbenen Städtchen. 









Am Montag kommen C + K zum Essen. Blunze und Geselchtes vom Geitzenauer, Käsemacherziegenkäsebällchen und Boeuf Stroganoff. Köstlich!



Vorerst bleibt uns die schöne Winterlandschaft erhalten. Alles ruhig im Wald, über die Wiesen und Felder legt sich dichter Nebel. Am Nachmittag spazieren wir über den Golfplatz runter zum Herrenteich und treffen auf Familie M., Ma und H.






Dann steigen die Temperaturen und der schöne Schnee schmilzt dahin, auf den Teichen liegt nur noch eine milchige Eisschicht. Wir besuchen M + S bei ihren Renovierungsarbeiten und verabreden uns für das kommende lange Wochenende.







Auch der Herrensee hüllt Litschau beim Auftauen in eine dichte Nebeldecke. Mit R + A machen wir uns zu einer Seerunde auf und dabei beginnt es immer stärker zu regnen.









Der letzte Tag im Jahr begrüßt uns mit einem hübschen Morgenrot. Dieses Jahr möchten wir nicht wieder alleine feiern und umso mehr freue ich mich, dass wir den Jahreswechsel wie in alten Zeiten mit G + E begehen. Tom füllt ein Huhn, zur Vorspeise gibt es einen Radicchio-Birnen-Gorgonzola-Walnüsse-Salat sowie Crostini mit selbstgemachtem Hühnerleberaufstrich. Die Crème Brulée vergesse ich schon wieder zu fotografieren, wir spielen ein paar Bummerln und der junge Bruno ist so brav, dass wir um Mitternacht sogar draußen anstoßen und das Feuerwerk betrachten können.




Nachdem die Teiche in Reingers ein Stück aufgegangen sind, probieren wir kurz unser Glück mit der Spinnrute. Eisiger Wind vertreibt uns allerdings bald wieder und wir fahren über Josefsthal zurück, wo wohl ein neuer Teich entsteht.






 
Am letzten Urlaubstag ist es kalt aber sonnig. Die Eisdecke am Mühlteich schließt sich wieder, durch den Wald fallen ein paar Sonnenstrahlen und manche Bäume scheinen zu dampfen.



Jetzt geht es für eine kurze Arbeitswoche zurück nach Wien. Ich hoffe, dass uns im Neuen Jahr ein neuerlicher Lockdown erspart bleibt, dass es mit Omikron dann mal gut ist mit dieser unsäglichen Pandemie und wünsche allen ein herzliches Prosit!

Nasser November in Wien, schöner Herbst in Litschau und ein neues Haus von Freunden

Am Heimweg nach Wien werfen wir noch einen Blick auf die herbstliche Thaya. Leider ist die Aussicht vor lauter Ästen und Gestrüpp etwas eingeschränkt. Die Sonne zeigt sich den ganzen Tag über nicht. Kurz vor Wien sehen wir die beiden italienischen Löschflugzeuge herankommen um auf der Neuen Donau Wasser zu tanken. Ich kann sie gerade noch so mit der Kamera aus dem Auto heraus einfangen: man sieht sie ganz rechts und ganz links vom Sendemast.
Vor dem Abendessen – zwei wohlschmeckende Forellen aus dem Litschauer Hofladen – spazieren wir zum Hotel Motto um einen Tisch für Toms Geburtstag zu reservieren.








Der November beginnt, wie man es sich erwartet: nass, kalt und um halb Fünf wird es finster.



Auch an meinem Bürotag regnet es und ich nehme daher die U-Bahn. Über der Skyline an der Donau zeigt sich ein schönes Farbenspiel am Himmel. Und auch vor der Oper spiegeln sich die Lichter der Stadt auf der nassen Fahrbahn. Da ich am Abend allein daheim bin, schiebe ich eine “All Natural”-Pizza ins Rohr und zumindest optisch kommt sie an eine Pizzeria-Pizza sehr nah heran.



Am Freitag treffen wir unseren Chef aus Hamburg zum Lunch beim Stadtwirt. Rechtzeitig zum Wochenende wird es schön und ich radle unter einem bunten Blätterdach den Ring entlang zum Treffen. Von einem Bürogebäude hinter der “Mall” hängen die Fensterputzer wie Tom Cruise in Mission Impossible vor den Fenstern und obwohl Wien Mitte ein hochfrequentierter Bahnhof ist, finde ich keine Radabstellanlage. Das Essen ist gut und unser erstes Treffen seit Beginn der Pandemie sehr nett.





Etwas später als sonst und bereits im Finsteren kommen wir heroben an. Nach einem schnellen Einkauf kocht Tom köstliche Spaghetti Carbonara.

Nachdem wir letztes Wochenende erstmals in diesem Herbst die Vogelhäuschen aufgefüllt haben, tummeln sich Blaumeisen und Spatzen im Garten und auch die Elstern sind wieder da. Wir fahren erst an die Teiche in Reingers und dann besuchen wir S + M in ihrem neu erstandenen Haus an einem der schönsten Plätze rund um Litschau, wo vorerst noch alles so belassen ist, wie sie es übernommen haben. Das Haus ist sehr großzügig angelegt, jedoch mit einem unglaublichen Sammelsurium an Kunstblumen, Strohkränzen, Kristallkaraffen, Pölsterchen, Spitzendeckelchen, Hinterglasmalereien und sonstigen Schätzen angefüllt. Einige Arbeit wartet auf unsere Freunde abseits der Entfernung der Hinterlassenschaften der Vorbesitzer, aber irgendwann wird es sehr toll. Und wenn erst die Thujen und noch ein paar Sträucher entfernt sind, sieht man vom Fenster aus bis nach Nova Bystrice. 






Im Garten entdecken wir ein Reh hinter dem Komposthaufen. Es ist sehr dünn und das Fell stellenweise kahl – ich hoffe, es ist nicht krank.
Am Abend sind wir im neuen Domizil von S + M  auf ein Gansl eingeladen. M hat schon einiges an Deko entfernt und schon schaut es ganz anders aus. Die große Arbeit mit den Rauhfasertapeten oder den 80er-Jahre-Fliesen im Bad kommt noch, aber gemeinsam stellen wir uns vor, wie es einmal sein wird, während im Kamin ein gemütliches Feuer knistert. Beim Nachhausegehen werfen wir noch einen Blick in den von Lichtverschmutzung ungetrübten Sternenhimmel. Eines der schönsten Dekorobjekte darf ich mir als verspätetes Geburtstagsgeschenk mitnehmen: eine mit Obst gefüllte Ananas aus Wachs.

Am Sonntagvormittag spielen wir die zweite Hälfe der Golfrunde, die wir am gestrigen Nachmittag begonnen haben. Die Schläge gelingen diesmal gar nicht so, wie sie sollen und der Ball bleibt nicht nur einmal einen Millimeter vor dem Loch liegen. Gut, dass wir diesmal nur zu zweit spielen!


Nächste Woche möchte ich Grippeimpfen gehen, am Mittwoch sind wir beim “Bockerer” im Theater an der Josefstadt und am Sonntag hat Tom Geburtstag!

 

Herbstferien, Oktoberfinale und Gansln auf der Alm

Meine Urlaubswoche startet sportlich mit einer entspannten Golfrunde. Da es recht frisch ist, möchte ich mir im Shop Wintergolfhandschuhe kaufen und ärgere mich schon, weil an einem langen Wochenende geschlossen ist, aber da ich Leute und Licht sehe klopfe ich. Netterweise wird mir trotz Inventur geöffnet und ich bekomme sogar das Gewünschte. Mit warmen Fingern spielt es sich gleich viel entspannter! Weil wir Zeit und Muße haben kocht Tom ein Gulasch – köstlich!

Da ihn die Arbeit ruft, fährt Tom am Feiertag schon zeitig nach Wien. Ich habe die ganze Woche frei und bleibe heroben. Der Himmel leuchtet in der Früh in allen Farben und ich hoffe auf einen weiteren schönen Tag. Ich schaue nochmals zum Kuftsteinteich, der im Herbst am schönsten ist und treffe auf einen Wanderer mit Rucksack. Wohin er wohl unterwegs ist?

Am Nachmittag kommt die Sonne raus und ich mache mit vielen anderen einen Nationalfeiertagsspaziergang um den Herrensee.






Am nächsten Tag fahre ich gleich in der Früh ins Lagerhaus um Rindenmulch für die gejäteten Beete zu besorgen. Was für eine Arbeit! Dann mähe ich zum letzten mal für heuer den Rasen und dabei auch gleich das Laub weg. Danach schwinge ich mich aufs Rad und fahre über Hörmanns – leider keine Pferde auf der Koppel – eine Runde um Litschau.

 

Der Oktober geht zu Ende, aber die schönen Tage bleiben. Der Wind hat nachgelassen, wird aber nun wieder stärker. Bald weht es die letzten Blätter von den Ästen, aber noch leuchten die Laubbäume zwischen den Fichten hervor. Mein Ziel an diesem Tag ist der Richterteich.
Zum Abendessen koche ich mir Pasta Quattro Formaggi aus nur drei Käsesorten – ein üppiges aber sehr köstliches Nudelgericht.

 

Am Freitag hole ich meine Mama ab und wir fahren zum Einkaufen nach Heidenreichstein. Am Abend ist Tom wieder da und so werde ich wieder gut bekocht.

Am Samstagvormittag macht erneut der Impfbus Station in Litschau. Kaum eingeparkt, bildet sich schon eine Menschentraube und als wir später nochmals vorbeikommen, ist die Impfaktion aufgrund des großen Andrangs vom Bus ins Gemeindeamt verlegt worden. 
In Reingers hört man schon von weitem lautes Hundegebell – die Teilnehmer am Schlittenhunderennen sind wieder eingetroffen. Ein unglaubliches Spektakel, auch wenn es mit Schnee und Schlitten noch eindrucksvoller wäre.



Da ich Geburtstag habe, hat mich Tom schon in der Früh mit einem wunderschönen Strauß roter Rosen überrascht. Den ganzen Tag über trudeln Nachrichten und Anrufe von Familie und Freunden ein und C. schaut sogar persönlich mit einem sprudeligen Geschenk vorbei.
Am Abend treffen wir uns in kleiner Runde zum Ganslessen auf der Alm. Vom Platz her etwas beengt, aber das Gansl zu unserer Freude wirklich sehr gut. Saftig, der Saft nicht fett, Knödel und Kraut auch tadellos. Ein sehr schöner Abend.


In der Nacht auf Sonntag werden die Uhren umgestellt und so treffen wir uns ausgeschlafen zu einer Golfrunde mit R + A. Einen anfänglichen Rückstand holen wir bald auf und gewinnen unser kleines Halloweenturnier im Nebel.

Morgen startet erneut ein November voller Geburtstage, Feierlichkeiten und zwei geplanter Geschäftsreisen, sofern nicht wieder ein Lockdown alles über den Haufen wirft. 

Tatort vor dem Fenster, schöne Einblicke in Hinterhöfe und traumhafte Oktobermorgen

In der Gasse vor unserem Haus bis vor zum Wiener Würstelstand finden erneut Tatort-Dreharbeiten statt und sowohl Harald Krassnitzer als auch Adele Neuhauser sind am Set. Wenn die Filmcrew nicht die ganze Straße blockieren würde, wäre es ja eine ganz nette Abwechslung. Spät am Abend ertönt dann sogar noch ein Schuss! Tatort im Fernsehen und Tatort unter dem Fenster.

Am Montag probieren wir das Mittagsmenü im Café Eiles und das Resümee fällt zwiespältig aus. Die Gemüsecremesuppe ist etwas dick, die Hühnerteile schwimmen in öligem Saft, bei den Würsteln mit Saft nichts falsch gemacht. Fünf von zehn Mittagsmenüpunkten.
Am Heimweg schlüpfe ich durch das offene Tor in einen malerischen Innenhof in der Lange Gasse – ein Haus, das schon bei Ödön von Horvath in “Geschichten aus dem Wiener Wald” vorkommt.



Die geräucherte Forelle aus dem Litschauer Hofladen ergibt mit Roten Rüben und Papaya einen köstlichen Salat – gleich ein guter Start in die Woche.
Am nächsten Tag ist Bürotag und mit dem E-Bike fährt es sich gleich viel angenehmer durch das abendliche Gewusel am Ring. 


 

Wesentlich besser das Mittagsmenü im Zimmerservice. Die Süßkartoffelsuppe sämig, Kürbisgulasch und Kalbsgulasch sind gut abgeschmeckt.
Nach der Arbeit spazieren wir durch den Siebten vorbei am Adlerhof, den wir meiden, weil sie dort so unsympathisch sind, und durch den Durchgang zur Siebensterngasse. 





Am Freitag trifft sich Tom mit einem Mitarbeiter der EVN im Revier Kollmitzgraben zu einer Besprechung. Die Sonne scheint und der Wald leuchtet in den buntesten Herbstfarben – traumhaft schön!
















Am nächsten Morgen läutet der Wecker bereits kurz vor halb Sieben und ich bereue, dass ich zugesagt habe, mit zum Abfischen zu kommen. Doch die Aussicht auf eine zwar frostige aber trotzdem schöne Morgenstimmung treibt mich aus dem warmen Bett. Zuerst fahren wir an den Kleinen Schandacher Teich …











… und über den Großen Schandacher Teich …










… zu den Schuhteichen in Reitzenschlag. Unter tatkräftiger Mithilfe der gesamten Familie werden Karpfen und Zander für die Alte Donau abgefischt. 
Über dem Schandacher Teich hängt auch eine Stunde später noch hartnäckig der Nebel.












Am Nachmittag mache ich dann bei strahlendem Sonnenschein eine Runde um den Herrensee. Danach glauben wir im Garten Äpfel auf und rechen Laub.

Im Garten wachsen die Birkenpilze

Am Abend sind wir bei C + K eingeladen, denn T und seine Freundin S sind zu Besuch. T ist ein alter Schulfreund von Toms Älterem. Mittlerweile zum hochprofessionellen Musiker herangewachsen, begeistert er Jazzfreunde mit eigenen Werken, tourt mit bekannten Musikern durch die Welt und gibt Gitarrenunterricht. So auch dem K. Mit Tom spielt er nach dem Essen ein paar gemeinsame Nummern. So ein super Abend!


In der Nacht friert es und unsere kleine Radrunde am Sonntagvormittag gestaltet sich äußerst frisch. Die Schwammerlsuche können wir für heuer – so wie es aussieht – einstellen.
Dafür ist Hunde- und Pferdeweihe bei der Kapelle in der Saass und das wollen wir uns gemeinsam mit M + S auf der Wiese vor ihrem Haus ansehen.
Die nächste Woche ist wieder vollgepackt mit Terminen und ich bin gespannt, wie lange das sonnige Oktoberwetter anhält!