Eiszeit, am Herrensee und auf der Thaya

Der Teich im Viertel Zwei ist zugefroren und die Sonne macht nur noch zaghafte Versuche, sich durch den Hochnebel zu kämpfen. Fürs Gemüt kochen wir italienische Minestrone oder nehmen nach dem Lunch noch einen Kokoskeks zum Espresso. Für eine Abendrunde ist es viel zu kalt.


Nach zwei Wienwochenenden zieht es uns trotz Nebel und Kälte wieder hinauf ins Waldviertel. Ab Göpfritz ist die Landschaft in Eis erstarrt und auch der Garten ist eingefroren. Ich hoffe, dem Buchsbaumzünsler hat es gleich wieder den Garaus gemacht!






Auch der Mühlteich liegt im Winterschlaf, arm sind nur die Birken, die am stärksten vom Eisbruch betroffen sind.








Die Eisdecke am Herrensee ist dick genug zum Eisfischen, Eishockeyspielen und Eisstockschießen. Ein Eistraum!








Am nächsten Vormittag fahren wir in den Kollmitzgraben, wo sich Tom mit dem Ortsvorsteher trifft, um ein paar notwendige Baumarbeiten entlang des Ufers der Thaya zu besprechen. Dazu spazieren wir über das Eis ein Stück flussaufwärts. Auf der gegenüberliegenden Flussseite ragen mächtige Felsformationen (Gneis?) empor – malerisch!












Morgen früh geht es mit dem Zug zu einem Geschäftstermin nach Prag und Mitte der Woche fliege ich zwei Tage nach Hamburg. Stressig und geschäftig geht der längste Monat des Jahres zu Ende.

Osterfischen, Tulpenliebe und Start in die Spargelsaison

Wir sind bei C + K zum Osterbrunch eingeladen; Cs Schwester und Schwager und der brave Levy sind auch dabei. Sehr nett!



Danach treffe ich noch Cousine A. zu einer Runde um den Herrensee. Das schönste Grün zeigen die frischen Blätter der Birken!







Am Abend packen wir die Angelsachen ins Auto, denn am Ostermontag wollen wir früh zum Fliegenfischen aufbrechen. Im lieblichen Pielachtal ist die Natur schon weiter, nur dem Fluss fehlt das Schmelzwasser aus den Voralpen. Niedriger Wasserstand – da sehen dich die Fische schon von weitem!













Im RueViet hat der Gastgarten im idyllischen Innenhof geöffnet und nach der Arbeit gehen wir die Neubaugasse rauf und ein paar Häuserblöcke weiter wieder runter. An fast jeder Ecke wird wahlgekämpft.











Im Büro lasse ich diese Woche die Foodtrucks aus und hole mir meinen Mittagsimbiss beim BILLA, Tom kauft sich ein eh gutes Weckerl beim Öfferl und kann sich über den geschmalzenen Preis von acht-Euro-irgendwas nur wundern.

Da es am Abend jetzt schon so lange hell ist, fahren wir noch am Donnerstagabend hinauf. Am Freitag regnet es den ganzen Tag und nach der Arbeit muss Tom zu einer kurzen Baubesprechung nach Waidhofen. Die Thaya fließt braun dahin, am Ufer ein stilistisch wildes Häuseresemble.







Es regnet auch am Nachmittag weiter und daher gibt es Sauna bei der Mama. Genau das Richtige bei diesem Sauwetter! Zum Abendessen die ersten Spargelspaghetti der Saison.


Am Samstag ein ganz anderes Bild: Sonnenschein und ein laues Lüftlein. In der Kirche steht noch der Osterstrauch, daher kann ich meinen daheim auch noch stehen lassen.
Mein Erfolgslauf beim Golf allerdings hielt nicht lange an und Tom gewinnt haushoch. Am Nachmittag widmen wir uns dem Garten. Wir mähen, jäten Unkraut und stechen ein Stück Wiese um, wo wir eine Wiesenblumenmischung verstreuen. 




Am Mühlteich kontrollieren wir die Zandermatten, bevor wir die am Vormittag beim Schloß Litschau erstandenen Rehschnitzel verarbeiten. Köstlich!

Da am Golfclub Herrensee auch am Sonntag ein Turnier stattfindet – zwei an einem Wochenende finde ich für einen öffentlichen Platz etwas übertrieben – weichen wir nach Nova Bystrice aus. Auch dort lässt es sich sehr gut spielen!



Bin gespannt wie die heutige Wahl in Wien ausgeht – wählen waren wir ja schon vor Wochen. Und freuen tu ich mich auf nächstes Wochenende, denn da kommen uns die Kinder mit der kleine P. besuchen!

Automatenlokal, Schweinsbratenessen und goldener Herbst

Im Siebten hat ein neues Automatengeschäft eröffnet: Das Mochi Automato Shoppu. Bin gespannt, was man dort bekommen wird. Vorbei an der ewigen U-Bahn-Baustelle in der Kirchengasse spazieren wir über die golden leuchtende Mariahilferstraße bis zur französischen Bäckerei in der Otto-Bauer-Gasse, wo wir ein Baguette fürs Abendessen kaufen.







Beim starken Hochwasser vor wenigen Wochen hat es eine Fischzucht überschwemmt und unzählige Saiblinge, Goldforellen und „Lachsforellen“ hat es in die Schwarza geschwappt. Da die dort nicht sein sollten, aber auch nicht einfach wie aus einem Teich abgefischt werden können, sind die dortigen AngelkartenbesitzerInnen aufgerufen, diese Fische rauszuangeln. So kommen wir unverhofft in den Genuss zweier köstlicher Saiblinge.





Auch im Viertel Zwei leuchten die Bäume in wunderschönen Herbstfarben. In der Krieau trainieren die Traber, ich muss zum Arzt und dann fahren wir Donnerstagabend ins Waldviertel, wo eine riesige Spinne im Stiegenaufgang Halloweenfeeling erzeugt. Zum Glück habe ich von meiner Schwester einen Schübi geschenkt bekommen!





Für den Kollmitzgraben bekommt Tom bereits am Freitag Fische. Da das Ufer nach dem Hochwasser noch sehr gatschig ist, können die Karpfen nicht über einen Schlauch in die Thaya besetzt werden. Da ist jede helfende Hand gefragt!
Samstagfrüh wird dann der Schandacher Teich abgefischt und M + S kommen zuschauen. Die Zander und Karpfen werden nur wenige Kilometer entfernt in Mühl- und Stadlteich in Reingers übersiedelt.





















Nach einem gemeinsamen Kaffee im Gasthaus Uitz fahren wir noch einen Sprung zum Einkaufen nach Nova Bystrice, denn die Geschäfte bei uns sind am Feiertag geschlossen und am Abend erwarten wir Gäste.






Für die Nachspeise holen wir Eis aus der Verweilzeit und gemeinsam mit C + K, Cousine A und S + M genießen wir einen köstlichen Schweinsbraten mit Knödelkraut. Und da wir so viele Äpfel im Garten haben, backe ich nochmals eine Tarte. Leider ist jedoch das vermeintliche Walnusseis leider Banane … Es ist ein lustiger und zwischendurch auch sehr lauter Abend, wenn alle gleichzeitig und durcheinander reden. 




Da ist es gut, dass wir eine Stunde länger schlafen können, denn am nächsten Morgen sind wir mit dem lieben F und seiner Tochter zum Golfen verabredet. Als sich der Morgennebel hebt und die Sonne rauskommt, wird es ein Traumtag.




Leider geht sich keine schnelle Seerunde mit A. aus, dafür schauen wir zum Kufsteinteich: Indian Summer pur. Jetzt habe ich eine Woche Urlaub und freue mich auf ein paar schöne, entspannte Herbsttage.

 

Abendlichter, Pilze und Wahlsonntag

Bei schöner Abendstimmung fahren wir runter nach Wien.


Schulkinder sammeln im Prater Kastanien und über der Burggasse strahlt der Himmel beim Abendspaziergang in leuchtendem Rot.



Der morgendliche Weg über die Hauptallee ist wirklich eine nette Einstimmung auf den Arbeitstag, der diesmal mit einem Abschiedsessen im Stuwerbeisl ausklingt. Gut, dass ich das Rad genommen habe, denn der Ring ist für den Nightrun gesperrt und weder mit Bim noch Taxi wäre ich da gut nachhause gekommen. So radle ich vorbei an der Absperrung am Donaukanal bis zur Rossauer Kaserne und fahre von dort Richtung Achten. Unglaublich, wie viele an diesem Lauf teilnehmen!





Am Billa-Parkplatz in Litschau steht ein deutsches Fahrzeug mit eher unglücklicher Nummerntafel.
Wir fahren nach Reingers ein bisschen Fischen, werfen auch einen Blick in den Wald und werden fündig: ein Steinpilz und eine Krause Glucke.







Die gibt es zu Pollo cacciatore und dazu eine sämige Polenta. Sehr gut!


Samstag vormittag sind wir nur kurz am Golfplatz, denn große, laute Männergruppen aus Oberösterreich (?) bevölkern den ganzen Platz. Davon unbeeindruckt wachsen Parasole am Rand des Fairways.


Am Nachmittag regnet es und daher fahren wir zum Einkaufen nach Waidhofen und machen einen Abstecher an die Thaya, an deren Ufer man noch die Schäden des Hochwassers sieht. 




M + S haben uns zum Abendessen eingeladen. Wir bekommen Steinpilze und Parasole leicht angebraten als Starter und danach in einer würzigen Ramen. Zum Hauptgang köstliche Rindsrouladen und als Dessert eine Topfentorte. Wunderbar!



Für den nächsten Morgen verabreden wir uns zu einer Golfrunde am Herrensee. Die Oberösterreicher sind zwar auch wieder da, aber wir finden einen ruhigen Slot dazwischen und spielen ein Texas Scramble. S und ich werden knapp Zweite. Nach einem Mittagsimbiss schaue ich selber nochmals in den Wald und an den Teich. Es wachsen prächtige Steinpilze!







Nächste Woche beginnt mein Lieblingsmonat und dann geht es schon schnellen Schrittes aufs Jahresfinale zu. Hoffentlich nicht mit einer Regierung des Schreckens.

 

Hornissenstich, Arztbesuch und dramatisches Hochwasser

Sonntagnachmittag klauben wir Fallobst aus der Wiese und da sticht mich eine Hornisse in den Kopf. Erst nur ein starker Schmerz, dann färbt sich mein Gesicht von der Stirn abwärts langsam rot, dann beginnt es anzuschwellen. Zum Glück spüre ich nichts im Hals oder im Mundraum, daher genieße ich zum Abendessen eine köstliche Lammkeule.

Am nächsten Morgen ist die Schwellung allerdings so massiv, dass ich zum Arzt muss. Da die Ärzte in Litschau beide auf Urlaub sind, rufe ich in Reingers an und kann gleich rüberfahren. Obwohl das Wartezimmer gut besucht ist, komme ich schnell dran und werde von einem sehr freundlichen Praxisteam an eine Infusion gehängt, die helfen soll, dass die Schwellung schneller zurückgeht.

Trotzdem dauert es Tage bis mich meine Handy-Gesichtserkennung wieder akzeptiert. Wir arbeiten daher von heroben und drehen am Abend Runden bei schon recht herbstlicher Stimmung.

Einmal noch ist es recht sonnig, bevor die Wetterdienste vor drohenden schweren Unwettern zum Wochenende hin warnen.

Eine Medienveranstaltung der TV-Branche führt mich nach Wien zurück, mit Sonnenbrille vor meinen verquollenen Augen mische ich mich unter die Gäste und lausche einem spannenden Vortrag über die völlig unterschiedlichen Lebenswelten der Altersgruppen 50+ und der Gen Z.



Donnerstag gönnen wir uns Lunch beim Japaner und machen am Abend einen Regenspaziergang durch den Siebten.



Der andauernde Regen kommt wie angekündigt. In guter Abstimmung mit Gewässerwart, Bürgermeister und Feuerwehr wird der Mühlteich in Reingers rechtzeitig abgesenkt, um die erwarteten Regenmengen gut auffangen zu können. Das macht sich auch wirklich bezahlt …








Auch aus dem Herrensee ist viel Wasser abgelassen worden, der Schönauer Teich ist recht voll und der Reissbach breit.





Es regnet und regnet immer weiter. Der Mühlteich füllt sich wieder, aber dort zumindest soweit alles unter Kontrolle. Nur am Mühlbach legt die Feuerwehr vorsorglich ein paar Sandsäcke aus. 
Zum Abendessen schmort Tom Rindsschnitzel vom Geitzenauer, dazu Erdäpfelknödel – köstlich!







Ich hoffe, dass die Waldviertler Stauseen nicht übergehen und die Situation an Kamp und Thaya sich nicht weiter verschärft und Betroffenen gut und schnell geholfen wird.