Weihnachtsurlaubsende, wieder in Wien und am Neusiedlersee

Die letzten Urlaubstage vergehen wie im Flug. Ins neue Vogelhäuschen an der Garagenwand ist ein Feldsperlingsfamilie gezogen, die Teiche sind nun endgültig in den Winterschlaf gegangen und im Wald bei Reitzenschlag entdecke ich einen Wünschelrutenbaum.
Zum Abendessen gibt es Fleischlaberln mit Erdäpfelpüree – genau das Richtige für so trübe Wintertage.








Im Garten kommen wir mit dem Vogelfüttern kaum nach, jeder unserer Schritte wird von den Bäumen aus beobachtet und auch die Rehe am Feld lassen sich durch unsere Anwesenheit schon lange nicht mehr stören. 
Zum Urlaubsausklang mache ich nochmals eine Runde um den Herrensee.




Wie könnte es anders sein? der Weihnachtsurlaub ist vorbei und es fängt zu schneien an. Das Eichhörnchen sichert sich die Reste unter den Vogelhäuschen bevor die Körner unter der Schneedecke verschwinden

Wir fahren am Weg nach Wien noch bei meinem Papa und seinen bemalten Steinen vorbei. Daheim putzen wir den Weihnachtsbaum ab und tragen ihn zur Sammelstelle, wo dann alle für die Elefanten im Tiergarten abgeholt werden.


Die zwei Arbeitstage sind rasch vorbei und wir beschließen, das Wochenende in der Stadt zu bleiben, denn es ist da wie dort nicht viel zu tun – noch immer Lockdown. Trotz geschlossener Geschäfte machen wir einen Spaziergang in die Stadt und kommen an der großen Platane am Anfang der Josefstädterstraße vorbei, die dem geplanten U-Bahnbau weichen muss, wenn es nicht noch verhindert werden kann bzw. die Stadt eine Übersiedelung des Baumes organisiert. Gerade in den dichtverbauten Innenbezirken kann man jeden Baum, vor allem die älteren, gut brauchen!

In der Wollzeile kaufen wir Käse sowie Kaffee und beim Stadtpark nehmen wir die U-Bahn bis zur Mariahilferstraße. Von dort gehen wir durch den Siebten nach Hause.
Tom kocht ein wunderbares Schweinsgulasch mit Spätzle.
















Auch am Samstag soll es sonnig bleiben und ich möchte zum Neusiedlersee. Wir steuern Rust an und können den See nur weit in der Ferne ausmachen. Im Ort selbst ist es mit den geschlossenen Heurigen sehr ruhig, trotzdem sind ein paar andere Ausflügler unterwegs. Nur ein kleines Stück vom See kämpft sich durch das dichte Schilf bis an den Ort heran. Zurück fahren wir über Oggau und Schützen am Gebirge und kommen dabei an Eisenstadt vorbei. Weil ich dort – glaube ich – noch nie war, biegen wir von der Bundesstraße ab und parken uns beim imposanten Schloss ein. Ansonsten wirkt die burgenländische Landeshauptstadt überraschend überschaubar, so wie viele andere Kleinstädte in Österreich. Und wenn wir schon mal da sind und sonst nichts offen hat, besuchen wir noch die Vinothek vis à vis vom Schloss.

































Sonntagvormittag schaue ich wie immer, wenn ich am Wochenende in Wien bin, zum Nougat auf die Rieglerhütte. Auf der Koppel sieht er mich, bevor ich ihn sehe, aber erst nach ein paar mal rufen und dem Hochstrecken einer Karotte setzt er sich auch in Bewegung. Die Wege sind hart gefroren und teilweise sehr glatt und da auch der bestellte Reitgurt noch nicht da ist, bringe ich ihn nach Putzen, Äpfeln und weiteren Karotten wieder zu den anderen.


Die kommende Woche ist vollgepackt mit virtuellen Terminen, die Wetterapp kündigt weiteren Schnee für Litschau an und vielleicht ist nächstes Wochenende genug Schnee zum Langlaufen.

 

 

Wiener Lichtblicke, Nougat und ein paar Flecken blauer Himmel

Zach, zach, zach geht es im 10. Coronamonat dahin. Manche ältere Josefstädter Damen verlieren trotzdem dabei nie ihre Eleganz. Ich freue mich über eine Portion Fleischfleckerl zum Abendessen.


Am Feiertag holt Tom den Jüngeren zu einem Spaziergang ab, ich komme endlich wieder dazu auf die Rieglerhütte zu fahren. Meine Freude darüber, dass die Reithose noch passt wird rasch dadurch getrübt, dass Nougat über den Herbst offenbar aus seinem Gurt rausgewachsen ist. Auch ein Ersatzgurt, den ich von seinem Reitstallsattel abschnalle, passt ihm nicht mehr. So lege ich ihm nur sein Schnürlhalfter an und wir gehen spazieren. Auch gut. Dafür weiß ich schon, was ich uns vom Christkind wünsche …












Am Nachmittag gehen wir noch eine Runde durch den Siebten. Auf der Mariahilferstraße sind ein paar Shopper unterwegs, aber das Gedränge hält sich in Grenzen. Vor der Fußgängerzone biegen wir jedoch wieder in eine der Seitengassen ab. Irgendwie scheint es, als würden Zeit und Raum während der Krise verschwimmen. Während die einen schon Anfang Dezember ihren Baum aufgeputzt haben, feiern andere bereits Fasching.






Ich lese über die Lichtinstallation “Wiener Lichtblicke”, eine Kunstaktion, die sich im Dezember und Jänner vom Achten und Siebten bis in den ersten Bezirk spannen soll. Eine Station ist direkt bei uns am Eck – und tatsächlich sehe ich sie sogar vom Fenster aus.




Die zweite Station im Achten ist im Tigerpark und das schauen wir uns am nächsten Abend an. Es regnet und es ist nur noch grauslich draußen.




Ich freue mich daher schon aufs Rauffahren am Freitag. Eine Konstante vor Weihnachten sind die beleuchteten Ziffern in den Fenster des Adventkalenderdorfes vor Waidhofen.


Mit Glück ergattern wir noch vor Weihnachten einen Termin im Friseursalon Böhm, füllen die Vogelhäuschen auf und während Tom fischen fährt, mache ich mich auf zu einer Herrenseerunde. Immer noch sind mehr Spaziergänger als sonst um diese Zeit unterwegs, dafür wirkt Litschau selbst wie ausgestorben.






Zum Abendessen brät Tom einen köstlichen Kalbsrollbraten und dazu gibt es Erdäpfelstampf und Roterübensalat.

Am Sonntag möchte ich dann mit zum Fischen fahren. Zaghaft kämpft sich die Sonne durch den hartnäckigen Hochnebel – endlich wieder ein bisschen blauer Himmel zu sehen! Nur wo sind die Zander?
In der Hanfhalle wird getestet, alle sind gut gelaunt und negativ, was soweit also positiv ist.



Jetzt muss ich dann den Weihnachtsschmuck zusammenpacken und nächste Woche möchte ich den Christbaum kaufen. Ich hoffe, der Regierung fällt nicht noch etwas ein, damit wir nicht einmal im kleinen Kreis feiern dürfen.

Caravaggio, die Staatskünstler und am Neusiedlersee

Zurück in Wien spazieren wir nach einem Mittagessen im Pho 84, dem zweiten Vietnamesen bei uns ums Eck, erst zum Haus des Meeres – leider darf man noch nicht nur auf die Aussichtsplattform – trinken im Phil einen Kaffee und besuchen dann die Caravaggio-Ausstellung im KHM. Obwohl nicht allzuviel los ist, muss man sich eine Zeitkarte holen und darf für die Sonderausstellung auch noch extra zahlen. Ein Museumsbesuch hat auch schon mal mehr Spaß gemacht. Am Heimweg sehen wir dann doch noch die Heiligen Drei Könige.



Zu Weihnachten haben wir Karten für die Staatskünstler bekommen und gemeinsam mit der ganzen Family gehen wir in den Rabenhof. Das Programm ist live besser als im Fernsehen und auch wenn nicht jeder Sketch ein Brüller ist, ist es doch sehr unterhaltsam.

 

Das erste Treffen der Radagendagruppe im Achten findet im Extrazimmer des Café Maria Treu statt und es sind Vertreter aller Bezirksparteien der Einladung gefolgt. Außer einer, aber die hat bekanntlich ein eher gestörtes Verhältnis zum Thema Radfahren. Viele Vorschläge der Agendagruppe harren der Umsetzung und es ist fraglich, wie viel da noch vor der Wahl passieren wird. 

Dieses Wochenende bleiben wir in Wien, denn im Waldviertel versäumt man zur Zeit so ohne Schnee und Eis leider wirklich nichts. Wir spazieren nach der Arbeit vom Praterstern Richtung Stadt und testen den vielgelobten Kaffee in der Balthasar Kaffee Bar auf der Praterstraße. Der Espresso ist ok, jedoch etwas sauer für meinen Geschmack. In der Bäckerei Parémi kaufen wir das beste Baguette der Stadt.

Wenn wir schon mal in Wien bleiben, möchte ich einen kleinen Ausflug machen und statt in den Norden begeben wir uns in den Süden an den Neusiedlersee. In Neusiedl lockt uns nichts zum Einkehren, daher fahren wir weiter nach Podersdorf. Die Appartmenthäuser entlang der Uferpromenade sehen noch immer aus wie beim Mundl. Der See bietet dafür einen herrlichen Anblick. Man kann so weit blicken, ganz ungewohnt für die Augen im Vergleich zum Waldviertel. Am Ufer entlang treiben ein paar dünne Eisschollen. Nachdem uns auch in Podersdorf nichts zum Verweilen einlädt, kehren wir wieder um und kaufen uns in Wien eine heiße Suppe.

Am Nachmittag wollen wir noch auf einen Kaffee gehen und fahren erst mit dem Lift ins Dachgeschoß vom 25hours Hotel, von wo man einen tollen Blick über die Stadt hat, beschließen dann aber doch weiter ins Café Ritter zu wandern, denn dort ist die Heiße Schokoloade besonders gut.

Zum Abendessen kochen wir Osso Buco mit Safranrisotto und Gremolata. Köstlich!

Am nächsten Tag besuche ich den Nougat. Auch im Wienerwald liegt kein Stäubchen Schnee – ganz anders als in früheren Wintern. Diesmal gehen wir nur spazieren, denn sein Fell ist von einer Pilzinfektion angegriffen und am Rücken stellenweise kahl. Ich beschmiere ihn mit einer Tinktur und lassen ihn auf der Wiese grasen. Der arme Nougat!

Am Montag geht es gleich mit dem Zug nach Salzburg und nächstes Wochenende möchte ich wieder rauffahren. Es ist weiterhin kein Wintereinbruch angekündigt.

Am Markt, im Weihnachtstrubel und beim Nougat

Im Büro bekommen wir gleich am Montag Besuch von S’s Vogel und das war schon das Highlight der Arbeitswoche. Die Tage werden kürzer und an jeder Ecke der Stadt eröffnet ein neuer Weihnachtsmarkt. Die Weihnachtsbeleuchtung ist noch nicht an, daher ist es recht düsterlich, wenn wir uns am Abend bei der Oper treffen und zu Fuß nach Hause spazieren. Wir durchqueren einmal das Museumsquartier, ein anderes Mal schauen wir in den Stephansdom. Vom kürzlich entdeckten angeblichen Dürer-Werk ist nichts zu sehen, und der größte Teil der Kirche ist abgesperrt, denn es findet gerade eine Messe statt. Ich aktiviere den Nachtmodus meiner kleinen Kamera, aber ohne Stativ wird das nichts. Dafür fange ich den Heiligen Geist, Schallwellen und die Aura Toni Fabers ein. Die neuen Begegnungszonen in der Rotenturmstraße (mit immer noch viel Verkehr) und der Otto-Bauer-Gasse (ruhig) schauen wir uns auch an, die geben aber im Finstern nicht viel her. 
Wir kochen viel mit Gemüse, probieren ein Rezept aus Essen & Trinken (Fleischlaibchen aus dem Rohr) und einmal gibt es eines meiner Lieblingsgerichte: Huhn auf georgische Art mit Koriander und Granatapfelkernen.

Fiaker mit vorbeibrausendem Radfahrer

Diesmal fahren wir am Freitag nicht ins Waldviertel sondern bleiben in Wien. Am Nachmittag spazieren wir über den Karlsplatz (noch ein Weihnachtsmarkt), vorbei an der TU, wo der Jüngere studiert und arbeitet über den Naschmarkt und dann den Hügel hinauf zu uns in den Achten. Beachtlich welch tiefes Tal der Wien-Fluss gegraben hat. 

Am Abend sind wir im Herbeck zur Geburtstagsfeier von C. eingeladen. Ihre Brüder sind samt Kindern und Enkerln gekommen, Essen und Wein sind wunderbar und am Schluss bleiben wieder wir als harter Kern über. Sehr nett!

Jeden Samstag ist Markt in der Lange Gasse und dieses mal kommen wir auch in den Genuss. Zitronen aus Amalfi, Biolachs aus Irland, Biolamm aus Österreich, prachtvolles Gemüse, Brot vom Öfferl – wir kaufen an fast jedem Stand etwas. Samstag in Wien heißt für uns allerdings auch Frühstück im Kaffeehaus und die Wahl fällt aufs Café Eiles. Danach stürzen wir uns ins Einkaufsgetümmel in der Stadt. Unglaublich viele Menschen sind unterwegs! Am Ballhausplatz hängen grüne Vorhänge und in der Hofburg steht ein grüner Kübel im Fenster – versteckte Signale an den zukünftigen Regierungspartner?
Zum Abendessen schmoren wir das Stück Lamm und schauen den neuverfilmten Mord im Orientexpress.

 

Tom muss arbeiten und ich fahre Reiten. Da seit Herbst im Reitstall am Sonntag Ruhetag ist (!?), sind alle Pferde draußen auf der Koppel und stehen natürlich ganz oben am Waldrand. Ich stapfe durch Gatsch und über rutschiges Gras hinauf und auf den letzten Metern kommt mir Nougat entgegen. So süß! Im Wienerwald wurde viel geschlägert und tiefe Glasen ziehen sich durch den Wald. Ich reite daher nicht rauf zur Sophienalpe, sondern mache eine “Schottenhof”-Runde. Auf der Strecke treffe ich ein paar Familien mit Kindern und nur vereinzelte Mountainbiker. Wieder zurück im Stall bekommt Nougat einen Sack Karotten und dann bringe ich ihn wieder auf die Weide. Diesmal muss ich zum Glück nicht durch den Gatsch, denn den Weg zu den anderen findet er auch alleine.

Kommende Woche findet bereits die erste Branchenweihnachtsfeier statt und am Samstag geht es “von Haus zu Haus”, bei der neuen Litschauer Adventveranstaltung https://www.facebook.com/events/2033510443419224/. Bin schon gespannt, wie es wird.

 

Abkühlung am Fluss, Fest im Prater und Ritt zur Mostalm.

Dann ist das Pfingswochenende auch schon wieder vorbei. Wir fahren am Heimweg nach Wien noch bei Ma und H vorbei und besichtigen Lupinenmeer, Schmetterlingswiese und Baustelle. Kurz nach Eggern kommen wir an einem endlos scheinenden Mohnfeld vorbei, womit ich hier bei uns heroben gar nicht gerechnet hätte. Umso schöner der Anblick.

In Wien wird es mit jedem Tag heißer und die Radkolonnen länger. Auf manchen Brücken und bei mancher Ampel staut es sich schon richtig am Radweg. Der Austria Campus ist im Fertigwerden und die Hochhausfassaden spiegeln sich in den Fronten. E-Scooter stehen und liegen in immer größerer Anzahl bald an jeder Ecke. Zum Abendessen gibt’s Salat. 

Tom präsentiert im Rahmen der jährlichen Hauptversammlung den umfangreichen Tätigkeitsbericht der ÖFG1880 (Kurse für Groß und Klein an den Gewässern, neues aus den Revieren, Fliegenfischertag, Messeteilnahmen, die Aktivitäten der Fishing Ladies, Renaturierungen und Gewässerreinigungen und viel Angelvergnügen das ganze Jahr über). Da wir am Wochenende in Wien bleiben, testen wir Freitag Abend mit den Kindern das neue persische Lokal Arezu in der Florianigasse. Die Vorspeisen sind teils außergewöhnlich (Oliven in einer süßlichen Melasse aus Walnüssen und Granatapfel), die Hauptspeisen teils gut, teils zum Vergessen. Auch wenn in der persischen Küche die Vorspeisen üblicherweise vegetarisch und kräuterlastig sind und das Hauptgericht aus einem gegrillten oder gechmorten Stück Fleisch besteht, ist es doch enttäuschend, dass das einzige vegetarische Gericht auf der Karte nur aus Soße und Reis besteht. Danach noch ein Treffen mit alten Freunden im Miles Smiles, das wir aber hitzebedingt relativ früh wieder verlassen.

Für Samstag haben wir einen Fliegenfischtag an der Pielach geplant. Es ist bewölkt und schwül, aber am klaren Fluss herrlich erfrischend. Immer wieder tauche ich Arme und Füße ins Wasser – eine angenehme Abkühlung nach den Hitzetagen in der Stadt. Die Forellen beißen fleißig und zwei nehmen wir mit. Zu Mittag gönnen wir uns Wiener- und Pariserschnitzel im Gasthaus Strohmaier.
Zufrieden fahren wir am Nachmittag wieder nach Wien zurück und dann geht es schon in “den Garten” im Prater, wo Cousine Us Geburtstagsfest stattfindet. Es weht ein leichtes Lüftchen, es gibt Gutes vom Grill und ich treffe Family und alte Schulkollegen. Nett!

Am Sonntag besuche ich Nougat auf der Rieglerhütte. Obwohl ich leider nur noch selten zum Reiten komme, freue ich mich umsomehr, dass mir Nougat auf der Koppel bereits entgegenkommt. Ich nehme erst den üblichen Weg rauf zur Sophienalpe und beschließe dann weiter zur Mostalm zu reiten. Der Reitweg durch den Wald ist verschwunden und die früher so schöne Galoppwiese kurz vor dem Ausflugslokal völlig zugewachsen. Ich erkenne die Gegend fast nicht wieder. Trotzdem ein wunderschöner Ausritt durch den grünen Wienerwald.

Heute ist es schon etwas kühler als die letzten Tage, am Abend sollen Gewitter kommen und die kurze Arbeitswoche wird hoffentlich nicht so heiß wie die letzte. Am Mittwoch ist Party am Badeschiff und dann fahren wir über das lange Wochenende ins Waldviertel. Ich freu mich auf den Garten und die sicherlich schon blühenden Rosen!