Kaffee im Prater, hartnäckiger Nebel und ein geheimes Fest

Bei Torte und Kuchen trifft sich die Family am Sonntagnachmittag, bevor wir durch die neue Woche von Termin zu Termin eilen. Tom findet diesen alten Traktor in einem Schlossquadrat, ich entdecke neue Flecken im Prater.


Mit einem Kollegen aus Deutschland treffe ich mich in der Wiener Kaffeerösterei mitten im Wurstelprater. Der Prater ruht im Winterschlaf, aber die Rösterei hat geöffnet und der Kaffee schmeckt ganz gut.






Mitte der Woche treffen wir die Miles-Smiles-Freundesrunde im Servus am Platzl, Donnerstag werden im Büro Pressefotos gemacht und dann fahren wir endlich wieder ins Waldviertel. Dichter Nebel auf der gesamten Strecke, in Litschau trüb, nass und kalt. Eigentlich ein Wetter zum Davonlaufen!










Samstagvormittag drehen wir eine Runde zu den Teichen, besuchen das endlich neu eröffnete Café Nord – der Espresso ist noch ein bisschen optimierbar – und freuen uns auf die „geheime Party“, von der ganz Litschau seit Tagen spricht. Davor noch etwas Gartenarbeit: den Wein schneiden, Birkenäste aufklauben und Schneemannreste aufklauben.







Im Kulturbahnhof treffen sich Verwandte und Freunde um einen runden Geburtstag zu feiern. Es gibt ein unterhaltsames Ständchen der Arbeitskollegen, einen mächtigen Pokal vom Tennisverein, ein äußerst köstliches Gulasch vom Gasthof Kaufmann und eine Band spielt auch. S + M sind auch dabei und während draußen der Nebel dichter wird, wird drinnen getanzt und gefeiert.





Mit grauslichem Wetter geht es am Sonntag weiter – gut, dass es Indoorgolf gibt! Mit R + A bespielen wir einen herausfordernden Platz in Japan zu Füßen des Fujiyama. Lustig!

Nächstes Wochenende ist Faschingsumzug in Litschau. Das war doch erst gestern!?

Eiszeit, am Herrensee und auf der Thaya

Der Teich im Viertel Zwei ist zugefroren und die Sonne macht nur noch zaghafte Versuche, sich durch den Hochnebel zu kämpfen. Fürs Gemüt kochen wir italienische Minestrone oder nehmen nach dem Lunch noch einen Kokoskeks zum Espresso. Für eine Abendrunde ist es viel zu kalt.


Nach zwei Wienwochenenden zieht es uns trotz Nebel und Kälte wieder hinauf ins Waldviertel. Ab Göpfritz ist die Landschaft in Eis erstarrt und auch der Garten ist eingefroren. Ich hoffe, dem Buchsbaumzünsler hat es gleich wieder den Garaus gemacht!






Auch der Mühlteich liegt im Winterschlaf, arm sind nur die Birken, die am stärksten vom Eisbruch betroffen sind.








Die Eisdecke am Herrensee ist dick genug zum Eisfischen, Eishockeyspielen und Eisstockschießen. Ein Eistraum!








Am nächsten Vormittag fahren wir in den Kollmitzgraben, wo sich Tom mit dem Ortsvorsteher trifft, um ein paar notwendige Baumarbeiten entlang des Ufers der Thaya zu besprechen. Dazu spazieren wir über das Eis ein Stück flussaufwärts. Auf der gegenüberliegenden Flussseite ragen mächtige Felsformationen (Gneis?) empor – malerisch!












Morgen früh geht es mit dem Zug zu einem Geschäftstermin nach Prag und Mitte der Woche fliege ich zwei Tage nach Hamburg. Stressig und geschäftig geht der längste Monat des Jahres zu Ende.

Langlaufen, im Marktraum und Auflauf am Stephansplatz

Nach einer weiteren Runde Indoor-Golf – diesmal spielen wir in Yellowstone – essen wir mit R + A beim Dorfwirt. Nicht bedacht haben wir, dass das Lokal am Sonntag bereits um 20:00 zusperrt und der Abend dadurch etwas abrupt endet. Waldviertler Vitello Tonnato und Cordon Bleu sind sehr gut.


Am vorletzten Tag der Raunächte ziehe ich dann doch noch räuchernd durch das ganze Haus. Jetzt habe ich erst gelesen, dass man danach lüften muss und dabei „Unglück hinaus, Glück herein!“ ruft. Das mach ich dann das nächste Mal. Ich habe auch gar keine Zeit, weil ich möchte noch nach Haugschlag zum Langlaufen. Die Loipe ist gespurt, der Schnee pulvrig und die Luft frisch – herrlich!
Zum Abendessen gibt es Krautrouladen.






Das Eis auf den Teichen ist nun bald dick genug zum Eislaufen. Zwei Wochen wunderbare Weihnachtsferien sind zu Ende und nachdem die Vogelhäuschen frisch aufgefüllt sind, fahren wir runter nach Wien.


Auch in Wien wird dem Wintersport gefrönt. Nach einem kurzen Sonnengastspiel fängt es auch in der Stadt an zu schneien und es ist so kalt, dass der Schnee sogar liegen bleibt. Während bei Kolleginnen in Hamburg fast eine Katastrophenwarnung ausgesprochen wird und die Kinder ins Homeschooling verbannt werden, spielen hier die Kindergartenkinder vor dem Büro im Schnee. 
Gemeinsam mit dem Jüngeren fahren wir Freitagnachmittag zum IKEA, kaufen Gläser, eine Kommode, eine neue Pfanne und testen Matratzen. 








Nur wenige Standler haben sich an diesem kalten Samstag am Markt in der Lange Gasse eingefunden. Wir gehen daher schnurstracks ins Eiles auf ein Frühstück und fahren dann mit dem 2er und 13A zur neuen Markthalle beim Naschmarkt. Die Halle wirkt nachwievor gut frequentiert, ich kaufe ein weiteres Glas Himbeermarmelade von „Unverschwendet“, eine Buchtl als Dessert und am Fleischstand probieren wir den riesigen Leberkäs, denn fast jeder hier hat eine auch riesige Leberkässemmel in der Hand!

















Nach einem Rundumblick von der Aussichtsterrasse wandern wir weiter an das andere Ende des Naschmarkts und kaufen uns ein paar Garnelen fürs Abendessen. Weiter spazieren wir über den Karlsplatz bis zur Karlskirche und von der Oper fahren wir mit dem 2er heim.




Die Garnelen vom Markt gibt es zu einem sämigen Safranrisotto mit Erbsen aus der neuen Pfanne.

Den Sonntagvormittag nutzen wir zum Ausmisten – diesen Gedanken haben allerdings auch andere, denn die Restmüll- und Papiercontainer sind bummvoll – und machen dann eine Runde durch den Volksgarten und den ersten Bezirk. Am Graben demonstriert eine große Gruppe Menschen lautstark gegen das Regime im Iran und vor dem Stephansdom kämpfen Tiroler Musikkapellen und die Polizei, die nicht weiß, ob sie eher die Demonstranten oder die Tiroler im Blick behalten soll, gegen die eisige Kälte. „Des isch scho fascht unmenschlich“ meint zitternd ein frierender Musikant.













Nächstes Wochenende fahren wir wieder rauf und ich hoffe, dass der Schnee hält. Noch drei Monate, dann ist Ostern.

Jahreswechsel, Eisschwimmen und Familybesuch

Im Clubhaus des Golfclubs Herrensee ist über den Winter eine Indoorgolfanlage aufgebaut und mit R + A spielen wir den Old Course in St Andrews. Sehr lustig!



Die Tage zwischen den Jahren verfliegen und dann ist schon Silvester. Es schneit den ganzen Tag und der Winterdienst kommt mit dem Straßenräumen gar nicht nach. In dichtem Schneegestöber fahren wir nach Kleinhirschenschlag und feiern den Jahreswechsel bei C + K mit Kaviar, italienischen Spätzle, gefüllter Kalbsbrust und Zwetschkenkuchen. Schön.

Der Neujahrstag findet Litschau in eine pudrige Schneedecke gehüllt. 

Am Nachmittag kommt der Ältere samt Family gerade rechtzeitig zum Neujahrs-Eisschwimmen im Herrenteich. Mittlerweile zu einem fixen Event herangewachsen, wagen sich zwei Gruppen ins kalte Wasser und das Ganze zu einem guten Zweck. Für jedes Läuten der Glocke gibt es eine Spende für die Freiwillige Feuerwehr.












Daheim füllen wir mit der kleinen P. alle Vogelhäuschen auf und versuchen aus dem pulvrigen Schnee einen Schneemann zu bauen. 


Tags darauf wandern schon die Heiligen Drei Könige durch Litschau und wir wandern um den Herrensee. Als Nachspeise gibt es zu den flaumigen Buchteln mit viel Powidl vom Smetacek eine Vanillesoße – köstlich!










Samstagvormittag besuchen wir den Henry Laden, gehen zum Bäcker, ins Kaufhaus Kössner und kaufen im Lagerhaus Vogelfutter und eine Nussstation. Da die kleine P. keine Lust auf rutschen oder schaukeln hat, probiere ich den Spielplatz aus. Zum Abendessen gibt es knusprige Fleischlaberln mit Erdäpfelpüree.






Heute Nachmittag treffen wir noch R + A auf eine weitere Golfrunde. Welchen berühmten Platz werden wir dieses Mal bespielen? 

Weiße Weihnachten, Feiertage und eine Pragreise

Die beiden Tage vor Weihnachten ist schon merklich weniger los in den Öffis und so kann mein Gegenüber gut manspreaden was ich mit gekonntem she-bagging kontere. Platz ist ja genug.


Am letzten Arbeitstag Mittagsmenü beim Vietnamesen und dann ist wieder ein Arbeitsjahr geschafft.



Am 24. Dezember ist alles eingekauft, erledigt und besorgt und es hat über Nacht etwas geschneit. Wir spazieren bis zum Haus des Meeres, denn das möchten wir uns von oben anschauen. Es gibt heuer tatsächlich weiße Weihnachten!









Der Tisch ist weihnachtlich gedeckt und es gibt sogar Namenskeks als Platzkarten. S. hat sich mit seinem Weihnachtsmenü wieder selbst übertroffen und das mittlerweile schon dritte Weihnachtsfest mit der süßen A. ist wunderschön wie immer.





Stimmungsvoll auch die Deko beim McDonalds in Horn, wo wir am Weg in den Weihnachtsurlaub Station machen.


Um uns vor dem nächsten Weihnachtsessen ein bisschen die Beine zu vertreten, spazieren wir runter zum Herrensee und in den Ort. Viele Spaziergänger treffen wir nicht. Wieder daheim packen wir die neuen Kaffeetassen aus, die wir geschenkt bekommen haben: super hübsch!



Traditionell sind wir am Christtag bei meiner Mama eingeladen. Es gibt köstlichen Rehbraten und noch mehr Kekse. M., die Freundin meines Bruders, muss leider zu Weihnachten arbeiten, aber dafür hat sie eine Flasche „deutschen Perlwein“ aus dem Wiener Hotel, für das sie arbeitet, beigesteuert. Gar nicht schlecht der rosa Sprudel!



Am nächsten Morgen teste ich meine neuen Wollpatschen – sie sind sehr warm und kuschelig! Das passt sehr gut, denn draußen ist es klirrend kalt und endlich ist die Sonne zurück.


Zeitig in der Früh machen wir uns am nächsten Tag auf zum Bahnhof in Majdalena, denn wir fahren auch heuer wieder für drei Tage mit dem Zug nach Prag. Der kleine Bahnhof liegt noch näher zu daheim und in nullkommanix sind wir in der Goldenen Stadt. Wir wohnen im Grand Hotel Bohemia, einem alteingesessenen Hotel in der Altstadt. Das Ambiente recht feudal, das Zimmer klein, aber ruhig in einen Innenhof gelegen.







Die Stadt ist ähnlich überlaufen wie Wien, aber das Wetter prächtig und am ersten Tag spazieren wir in die Neustadt, essen ein paar belegte Brote, flanieren über den Wenzelsplatz und kehren ein im Café Slavia, einem Traditionscafé an der Moldau. Dort esse ich den besten Pfannkuchen meines Lebens.


















Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns auf zur Prager Burg. Die Schlange zum Ticketschalter ist überschaubar und in wenigen Minuten halten wir die Tickets für Burg, Dom und Goldenes Gässchen in Händen. Die Freude währt aber nur kurz, denn die Schlagen vor Burg und Dom sind umso länger. Wir biegen daher Richtung Goldenes Gässchen ab und erwischen einen guten Moment mit weniger Andrang. Die anderen Besucher queuen offenbar noch woanders. Die Häuschen sind unglaublich klein und die Betten winzig.




















Wir lassen Burg und Dom hinter uns und fahren mit der Straßenbahn weiter zur Aussichtswarte am Petrin. Von der oberen Plattform hat man einen tollen Blick über die Stadt und die Karlsbrücke, über die sich die Massen wuzeln.










Da das Ticket für den Hradschin zwei Tage lang gültig ist, wagen wir noch einen Versuch. Die Schlange scheint wieder unendlich, aber es geht schnell voran und so schaffen wir es immerhin in die Burg. Die Menschenmenge vor dem Veitsdom bewegt sich allerdings nur im Schneckentempo voran – das lassen wir aus.









Die Wachablöse können wir mehr erahnen als sehen, aber egal – Prag ist prächtig! Über die Karlsbrücke spazieren wir nocheinmal zum Café Slavia und weiter über den Wenzelsplatz zurück zum Hotel. Dann müssen wir schon zum Bahnhof um den Zug zurück nicht zu versäumen. Ich freue mich schon aufs nächste Mal!