Langlaufen, im Marktraum und Auflauf am Stephansplatz

Nach einer weiteren Runde Indoor-Golf – diesmal spielen wir in Yellowstone – essen wir mit R + A beim Dorfwirt. Nicht bedacht haben wir, dass das Lokal am Sonntag bereits um 20:00 zusperrt und der Abend dadurch etwas abrupt endet. Waldviertler Vitello Tonnato und Cordon Bleu sind sehr gut.


Am vorletzten Tag der Raunächte ziehe ich dann doch noch räuchernd durch das ganze Haus. Jetzt habe ich erst gelesen, dass man danach lüften muss und dabei „Unglück hinaus, Glück herein!“ ruft. Das mach ich dann das nächste Mal. Ich habe auch gar keine Zeit, weil ich möchte noch nach Haugschlag zum Langlaufen. Die Loipe ist gespurt, der Schnee pulvrig und die Luft frisch – herrlich!
Zum Abendessen gibt es Krautrouladen.






Das Eis auf den Teichen ist nun bald dick genug zum Eislaufen. Zwei Wochen wunderbare Weihnachtsferien sind zu Ende und nachdem die Vogelhäuschen frisch aufgefüllt sind, fahren wir runter nach Wien.


Auch in Wien wird dem Wintersport gefrönt. Nach einem kurzen Sonnengastspiel fängt es auch in der Stadt an zu schneien und es ist so kalt, dass der Schnee sogar liegen bleibt. Während bei Kolleginnen in Hamburg fast eine Katastrophenwarnung ausgesprochen wird und die Kinder ins Homeschooling verbannt werden, spielen hier die Kindergartenkinder vor dem Büro im Schnee. 
Gemeinsam mit dem Jüngeren fahren wir Freitagnachmittag zum IKEA, kaufen Gläser, eine Kommode, eine neue Pfanne und testen Matratzen. 








Nur wenige Standler haben sich an diesem kalten Samstag am Markt in der Lange Gasse eingefunden. Wir gehen daher schnurstracks ins Eiles auf ein Frühstück und fahren dann mit dem 2er und 13A zur neuen Markthalle beim Naschmarkt. Die Halle wirkt nachwievor gut frequentiert, ich kaufe ein weiteres Glas Himbeermarmelade von „Unverschwendet“, eine Buchtl als Dessert und am Fleischstand probieren wir den riesigen Leberkäs, denn fast jeder hier hat eine auch riesige Leberkässemmel in der Hand!

















Nach einem Rundumblick von der Aussichtsterrasse wandern wir weiter an das andere Ende des Naschmarkts und kaufen uns ein paar Garnelen fürs Abendessen. Weiter spazieren wir über den Karlsplatz bis zur Karlskirche und von der Oper fahren wir mit dem 2er heim.




Die Garnelen vom Markt gibt es zu einem sämigen Safranrisotto mit Erbsen aus der neuen Pfanne.

Den Sonntagvormittag nutzen wir zum Ausmisten – diesen Gedanken haben allerdings auch andere, denn die Restmüll- und Papiercontainer sind bummvoll – und machen dann eine Runde durch den Volksgarten und den ersten Bezirk. Am Graben demonstriert eine große Gruppe Menschen lautstark gegen das Regime im Iran und vor dem Stephansdom kämpfen Tiroler Musikkapellen und die Polizei, die nicht weiß, ob sie eher die Demonstranten oder die Tiroler im Blick behalten soll, gegen die eisige Kälte. „Des isch scho fascht unmenschlich“ meint zitternd ein frierender Musikant.













Nächstes Wochenende fahren wir wieder rauf und ich hoffe, dass der Schnee hält. Noch drei Monate, dann ist Ostern.

Weiße Weihnachten, Feiertage und eine Pragreise

Die beiden Tage vor Weihnachten ist schon merklich weniger los in den Öffis und so kann mein Gegenüber gut manspreaden was ich mit gekonntem she-bagging kontere. Platz ist ja genug.


Am letzten Arbeitstag Mittagsmenü beim Vietnamesen und dann ist wieder ein Arbeitsjahr geschafft.



Am 24. Dezember ist alles eingekauft, erledigt und besorgt und es hat über Nacht etwas geschneit. Wir spazieren bis zum Haus des Meeres, denn das möchten wir uns von oben anschauen. Es gibt heuer tatsächlich weiße Weihnachten!









Der Tisch ist weihnachtlich gedeckt und es gibt sogar Namenskeks als Platzkarten. S. hat sich mit seinem Weihnachtsmenü wieder selbst übertroffen und das mittlerweile schon dritte Weihnachtsfest mit der süßen A. ist wunderschön wie immer.





Stimmungsvoll auch die Deko beim McDonalds in Horn, wo wir am Weg in den Weihnachtsurlaub Station machen.


Um uns vor dem nächsten Weihnachtsessen ein bisschen die Beine zu vertreten, spazieren wir runter zum Herrensee und in den Ort. Viele Spaziergänger treffen wir nicht. Wieder daheim packen wir die neuen Kaffeetassen aus, die wir geschenkt bekommen haben: super hübsch!



Traditionell sind wir am Christtag bei meiner Mama eingeladen. Es gibt köstlichen Rehbraten und noch mehr Kekse. M., die Freundin meines Bruders, muss leider zu Weihnachten arbeiten, aber dafür hat sie eine Flasche „deutschen Perlwein“ aus dem Wiener Hotel, für das sie arbeitet, beigesteuert. Gar nicht schlecht der rosa Sprudel!



Am nächsten Morgen teste ich meine neuen Wollpatschen – sie sind sehr warm und kuschelig! Das passt sehr gut, denn draußen ist es klirrend kalt und endlich ist die Sonne zurück.


Zeitig in der Früh machen wir uns am nächsten Tag auf zum Bahnhof in Majdalena, denn wir fahren auch heuer wieder für drei Tage mit dem Zug nach Prag. Der kleine Bahnhof liegt noch näher zu daheim und in nullkommanix sind wir in der Goldenen Stadt. Wir wohnen im Grand Hotel Bohemia, einem alteingesessenen Hotel in der Altstadt. Das Ambiente recht feudal, das Zimmer klein, aber ruhig in einen Innenhof gelegen.







Die Stadt ist ähnlich überlaufen wie Wien, aber das Wetter prächtig und am ersten Tag spazieren wir in die Neustadt, essen ein paar belegte Brote, flanieren über den Wenzelsplatz und kehren ein im Café Slavia, einem Traditionscafé an der Moldau. Dort esse ich den besten Pfannkuchen meines Lebens.


















Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns auf zur Prager Burg. Die Schlange zum Ticketschalter ist überschaubar und in wenigen Minuten halten wir die Tickets für Burg, Dom und Goldenes Gässchen in Händen. Die Freude währt aber nur kurz, denn die Schlagen vor Burg und Dom sind umso länger. Wir biegen daher Richtung Goldenes Gässchen ab und erwischen einen guten Moment mit weniger Andrang. Die anderen Besucher queuen offenbar noch woanders. Die Häuschen sind unglaublich klein und die Betten winzig.




















Wir lassen Burg und Dom hinter uns und fahren mit der Straßenbahn weiter zur Aussichtswarte am Petrin. Von der oberen Plattform hat man einen tollen Blick über die Stadt und die Karlsbrücke, über die sich die Massen wuzeln.










Da das Ticket für den Hradschin zwei Tage lang gültig ist, wagen wir noch einen Versuch. Die Schlange scheint wieder unendlich, aber es geht schnell voran und so schaffen wir es immerhin in die Burg. Die Menschenmenge vor dem Veitsdom bewegt sich allerdings nur im Schneckentempo voran – das lassen wir aus.









Die Wachablöse können wir mehr erahnen als sehen, aber egal – Prag ist prächtig! Über die Karlsbrücke spazieren wir nocheinmal zum Café Slavia und weiter über den Wenzelsplatz zurück zum Hotel. Dann müssen wir schon zum Bahnhof um den Zug zurück nicht zu versäumen. Ich freue mich schon aufs nächste Mal!



















Adventkonzert, am Christkindlmarkt und Stallbesuch

Vor dem Würstelstand performt eine Künstlerin im Rahmen der Veloconcerts, aber wir können nicht lauschen, denn wir wollen zum Adventkonzert des Chors Neubau in der Pfarre St. Ulrich. Leider singt Freund R. an diesem Nachmittag nicht mit, aber es ist trotzdem eine schöne Stunde mitten im Vorweihnachtstrubel. Zu Gast sind Beatrix Neundlinger sowie der Chor der Volkschule Neustiftgasse, der den Kinderhit „In der Weinachtsbäckerei“ zum Besten gibt. Nett!





In der Pizzeria Ruffino haben sich die Mitarbeiter heuer mit der Weihnachtsdeko besondere Mühe gegeben, was man vom Wetter nicht behaupten kann. Seit Tagen die selbe Nebelsuppe.


Am Donnerstag treffe ich mich mit meiner Tante und wir tauschen Kekse und Quittenmarmelade gegen Kalender und am Freitag kehren wir auf ein Mittagsmenü im Café Strozzi ein. Den Freitagnachmittag nutzen wir für Besorgungen und stürzen uns ins Getümmel. Weihnachtsbaumverkaufsstellen an jeder Ecke und mittlerweile bilden sich nicht nur Schlangen vor den Traditionskaffeehäusern, sondern auch vor dem Würstelstand.














Den zweiten Shoppingtag starten wir mit einem Frühstück im Café Eiles. Vor dem Café zwei übernachtige Burschenschafter, am Christkindlmarkt vor dem Rathaus wird am späten Vormittag auch schon fleißig Punsch konsumiert. Prost!






Den Weg über den Kohlmarkt ersparen wir uns und schauen dafür noch kurz ins Dorotheum. Zur Belohnung für eine erfolgreiche Erledigung der Besorgungen gibt es Lammkoteletts mit Paprikareis und Tzaziki.




Endlich schaffe ich es wiedermal, den Nougat zu besuchen. Über eine Stunde versuche ich den Gatsch aus dem Fell und die Kletten aus der Mähne zu bürsten. Mein fester Vorsatz fürs nächste Jahr: öfter zum Reiten kommen!




Im Hawelka, im Nebel und Advent in Jindrichuv Hradec

Am Vormittag am Land können wir noch ein paar helle Flecken am Himmel ausmachen, aber Wien steckt unter einer dichten Nebeldecke fest.


Am Fensterplatz lässt sich das Geschehen auf der Josefstädter Straße gut verfolgen, auf der Mariahilfer Straße erinnert mich die Stimmung an die feuchte und finstere „Festive Season“ in London. Kein Schnee, nicht wirklich kalt nur ungemütlich.




Ein Frühstückstermin führt mich in die Stadt ins Café Hawelka. Ich bin der erste Gast, der Frühstückskellner noch gar nicht da, zum Teesackerl gibt es nur eine kleine Tasse mit heißem Wasser und beim Verlassen ist das Café bummvoll. Eine ziemlich in die Jahre gekommene Institution. 



In einer Pizzeria im Neunten feiern wir das letzte Mal Weihnachtsfeier mit U. und ihrem Aktionsradius Wien, der nun unter neuer Leitung in die nächste Ära eintritt.


Ein weiterer Tag im Büro, bevor es Freitag früh nach Litschau geht. Alles grau in grau.


Nach Maissau war es schon sonnig, und dann hebt sich im Verlauf des Nachmittags auch hier heroben der Nebel und es zeigt sich eine wunderschöne Stimmung.

Vom Schandacher Teich fahren wir weiter nach Böhmen. In Jindrichuv Hradec stehen am Hauptplatz ein paar Standln und aus den Lautsprechern dröhnen tschechische Weihnachtslieder. Für Kinder gibt es ein handbetriebenes Holzkarussel und leider will Tom nicht mit mir mit dem Riesenrad fahren. Nach der Fußgängerzone noch ein Miniweihnachtsmarkt mit schönem Kunsthandwerk und hinter dem Hauptplatz Richtung Schloss wird es richtig mystisch. Das müssen wir uns demnächst bei Tageslicht ansehen, irgendwie haben wir dieses Eck bisher übersehen.











Samstagfrüh ist Litschau in dichten Nebel gehüllt. Um uns an der Luft zu bewegen fahren wir nach Haugschlag, aber als wir den Ball nicht mehr sehen, geben wir auf. Zum Abendessen gibt es wunderbare Rindsrouladen, aus G’s Manufaktur in der BILLA-Fleischabteilung. 



Unverändert die Wetterlage am Sonntag und so soll es scheinbar auch bleiben. Adieu, White Christmas!

Jetzt noch Firmenweihnachtsfeier, ein Lunch mit M. und dann stürzen wir uns auch ins Weihnachtseinkaufsgetümmel am letzten Adventwochenende!

Am Spittelberg, in Trebon und beim Burgadvent

Mit einer Jause im Familienkreis feiern wir den zweiten Geburtstag der süßen P. Umringt von Omas, Opas und vier Onkeln packen wir Geschenke aus, genießen drei Torten und zünden die erste Kerze am Adventkranz an. Es geht dahin …

Der grobe Streusplit ist eine ständige Gefahr für jede Autoscheibe. Nachdem ein Steinschlag letzten Winter noch geklebt werden konnte, zieht sich jetzt ein Riss über die halbe Frontscheibe und ich muss das Auto in die Werkstatt bringen. Mit Bus und U-Bahn fahre ich heim.




Der Weihnachtsmarkt am Spittelberg ist zugunsten der Anrainer von der Fläche her etwas verkleinert worden, dafür ist das Gedränge auf der verbleibenden Fläche noch größer geworden. Einmal im Jahr muss ich da durch, aber Spaß macht es keinen. Fast gar kein Durchkommen gibt es im Bereich der Punsch- und Essensstände.






Aber nur ein paar Schritte weiter am Ulrichsplatz ist es vorbei mit dem Trubel. Es ist kalt und es nieselt leicht.




Nebelig geht die Woche zu Ende und auch heroben im Norden ist es wolkenverhangen. Die Sonne war schon länger nicht zu sehen. Da sonst nicht viel zu tun ist, fahren wir bei Chlum über die Grenze und bummeln durch Trebon. Weihnachtsmarkt gibt es zwar keinen, dafür einen geschmückten Baum und laute Beschallung am Hauptplatz mit Musik aus Lautsprechern, die glaub ich noch aus der Zeit vor der Öffnung des Eisernen Vorhangs stammen.
Im Hamr kann man eine originelle Krippe aus Stroh besichtigen. Samt Elefant, Hund und Bär (!).


















Am Samstagvormittag vermarkten die Kinder lautstark den Keksverkauf vom Roten Kreuz. Werbung wirkt und daher kaufe ich auch einen Teller voll Weihnachtskeksen. Am Nachmittag treffen wir dann Ma, Schwester und Tante beim Burgadvent in Heidenreichstein. Einer der wenigen stimmungsvolleren Adventmärkte neben dem in Litschau. Nächstes Jahr besuchen wir vielleicht auch wieder einmal den in Weitra, aber warum sind so viele Märkte alle zugleich am ersten Adventwochenende?


Zum Abendessen brät Tom zwei Gändekeulen und dazu das köstliche Knödelkraut. Danach ein Nussstrudel vom Smetacek. Köstlich!

Nachdem kein Schnee liegt und auch der Boden nicht gefroren ist, fahren wir nach Haugschlag und spielen Golf auf Wintergreens. Kurz reißt der Himmel auf und wir sehen ein kleines Fleckchen blauen Himmel. Ich fürchte, bis Weihnachten wird der Winter nicht zurückkommen.