Abwechslung im Büro, am Wiener Eistraum und bei Warlamis in Schrems

Sonne und Eis tauchen die Landschaft bei Vestenötting in die schönsten Winterfarben. Bei Sonnenschein fahren wir am Sonntag nach Wien, bei Sonnenschein fahre ich Montag früh mit der Straßenbahn ins Büro. 



Den Bürotag teile ich mir diese Woche mit C., begleitet von Einstein, einem schokoladebraunen Labrador – wir haben nun einen Bürohund! Eine willkommene Abwechslung im sonst recht unspektakulären Büroeinerlei. Herumliegende Schuhe oder die Schlapfen der Reinigungskraft sind nicht vor ihm sicher, mein Mittagessen nehme ich lieber bei geschlossener Bürotür ein, aber sonst ist er sehr lieb und verspielt. Und groß.


Tom bringt mir von einem Termin ein Foto eines nicht so ideal geparkten E-Scooters mit und nach der Arbeit streifen wir durch die finstere Josefstadt.


Während auf der Baustelle vis-a-vis das Gerüst abgebaut wird, beginnt es zu schneien und ein paar Arbeiter machen eine Schneeballschlacht.


Am Rathausplatz hat am Vortag der Wiener Eistraum mit noch größerer Fläche als die letzten Jahre eröffnet und das möchte ich mir anschauen. An den Eingängen wird penibel kontrolliert, auf dem Eis sind Jung und Alt unterwegs und der Schnee  sorgt für das richtige Winterfeeling. 
Am Heimweg kaufen wir in der Fleischloserei vegane “Speckknödel”, die leider nicht gut schmecken und im Kochwasser zerfallen. Dazu vegane Grillwürstel aus dem Supermarkt – ein Abendessen zum Vergessen.













Beim Rauffahren am Freitag beginnt es ab Göpfritz heftig zu schneien. In Litschau lässt der Schneefall nach und es erwartet uns eine graue Winterlandschaft.

Dafür ist am nächsten Morgen alles weiß und ab Mittag wird es dazu noch sonnig! Da eine meiner Rosenkugeln im Beet dem Sturm zum Opfer gefallen ist und ich vor ein paar Tagen ein Noppenglas fallen gelassen habe, machen wir einen Ausflug nach Nagelberg und Schrems. Die Glasbläsereien sind geöffnet und ich bekomme sowohl eine neue Kugel als auch zwei schöne neue Gläser.








In Schrems lassen wir das Auto bei der Brauerei stehen und spazieren vorbei an der Waldviertler Schuhfabrik und alten Jugendstilvillen bis ins triste Stadtzentrum. Viele leere Geschäfte, heruntergekommene Häuser, überall Baustellengitter und parkende Autos. Umso schöner dann der Besuch im Idea Shop. Wenn man das etwas kitschige Angebot im vorderen Geschäftsteil überwunden hat, findet man im hinteren Bereich schöne Teppiche, Dekorationsartikel und die orginellen Kreationen von Makis Warlamis (und seiner Frau) – an den Wänden einige seiner unzähligen Bilder. Da wenig los ist, lässt uns die sehr nette Dame einen kurzen Blick ins über den Winter geschlossene Museum werfen. Toll!














Die Wälder um Litschau leuchten im Schatten eisig blau und wo die Sonne hinkommt, präsentiert sich eine idyllische Winterlandschaft auf unserer Runde um den Mühlteich. Der geschmorte Hase in Wurzelsoße zum Abendessen ist wunderbar zart geraten und ich esse sogar ein paar der gar nicht mal so bitteren Kohlsprossen.

Das Wetter am Sonntagvormittag gibt wenig her – es scheint als könnte sich der Winter nicht entscheiden, ob Schnee oder Tauwetter. Die Vögel tummeln sich jedenfalls an den Futterhäuschen und es ist faszinierend, wie schnell es sich herumzwitschert, dass wir wieder da sind und frisch nachgefüllt haben.

Obwohl nicht viel passiert vergeht die Zeit doch sehr schnell und nächste Woche ist der erste Monat im Jahr auch schon wieder um. Pläne machen ist in diesen Zeiten eher sinnlos, wir nutzen die Möglichkeiten, die sich bieten und ich freue mich schon, wenn Freunde treffen oder Essen gehen wieder bedenkenloser möglich ist.

Leichte Küche, tschechisches Skivergnügen und ein eisiger Rundweg

Durchgang verboten, Stehenbleiben verboten, Halten & Parken verboten – dabei gäbe es auf der Nordbrücke so schöne Fotomotive!
Zu Erdäpfeln mit Fenchel gibt es eine Räucherforelle aus dem Litschauer Hofladen.

Der Bewegungsradius ist diese Woche etwas eingeschränkt, daher gibt es nicht viel zu berichten oder zu zeigen. Der Blick aus dem Fenster auf den rosa gefärbten Himmel ist dafür umso schöner.
Essenstechnisch liegt der Fokus aktuell auf weniger Fleisch. Die Ausnahme ist das orientalisch gewürzte Faschierte auf gegrilltem Kraut, dazu Couscous und Granatapfelkerne.
Das Sugo aus roten Linsen ist das kulinarische Highlight der Woche. Dass die mir überlassene Orchidee von M. wieder blüht, freut mich besonders und aufregender, als die zwei amerikanischen Mormonenburschen – gleichgewandet, gleichaussehend und mit großen Namensschild auf der Brust – auf Wien Besuch, wird es diese Woche nicht mehr.



Wieder heroben erwarten uns kleine Schneereste, eine eisglatte Auffahrt und ein schönes Abendrot.



Am Samstagvormittag wollen wir einen kleinen Ausflug machen, aber da alle Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung über den Winter geschlossen sind, entschließen wir uns, nach langem wieder mal zu einem Besuch in Jindrichuv Hradec. Am Skihang gleich nach Nova Bystrice herrscht großer Andrang, da bekomme ich Lust meine Ski aus dem Keller zu holen.

Vom Hauptplatz in Jindirchuv Hradec dröhnt lautes Motorengeräusch. Ein Künstler schnitzt eine Skulptur aus einem Eisblock. Das wird sicher ganz toll, der Lärm ist aber auch nicht ohne. In einem netten Café & Bistro kaufen wir uns zwei kleine Kaffee und genießen den wieder möglichen kurzen Sprung ins Nachbarland. Warum gibt es bei uns herüben nicht so nette Lokale?

























Am Nachmittag mache ich eine Runde um den Herrenseeteich, während Tom an den Mühlteich fährt. Der Rundweg ist so vereist und rutschig, dass es ein paar Meter vor mir einen jungen Mann auf den Hosenboden setzt. Ein Hund an einer zu langen Leine stürmt auf mich zu, dafür spiegelt sich die Abendsonne idyllisch auf dem Eis. Zum Abendessen gibt es ein Kalbsgeschnetzeltes mit Champions und Spätzle – mhm!

Für den nächsten Tag bin ich mit R + A zu einer Runde verabredet, während Tom zu einem Treffen an die Teiche fährt. Das Theaterdorf und der See liegen eingefroren und still unter einem blauen Himmel.



Nächste Woche soll es wieder schneien. Bin gespannt, ob ich diesen Winter noch aufs Eis, in die Loipe oder auf die Piste komme!

Kurze Woche in Wien, langes Wochenende in Litschau und immer gutes Essen

Zurück in Wien und zum Abschluss der Feiertage gehen wir ins Café Eiles auf einen Kaffee und eine heiße Schokolade. Schon schön, wenn die Kaffeehäuser wieder offen haben.




Der Jahresanfang ist immer mit Papas Geburtstag am 5. Jänner verknüpft – heuer das erstmal ohne ihn. Seine Schwester schickt uns ein Foto zur Erinnerung.

Vor dem Feiertag fahre ich nochmals ins Büro, werfe am Weg unsere Gurgelprobe in die Box und am Abend gibt es mal was wirklich Einfaches.


Wieder heroben begrüßt uns eine große Vogelschar. Endlich haben die Meisen auch unser neues Futterhäuschen als solches entdeckt, die Grünspechte sind mittlerweile schon zu zweit.




Am Nachmittag gehe ich eine Herrenseerunde – aufgrund des Feiertages und des schönen Wetters gemeinsam mit vielen anderen Spaziergängern.

Für den nächsten Abend haben wir S + M aus der Saass eingeladen. Orangen-Fenchelsalat mit geräucherter Forelle aus dem Hofladen, Saltimbocca mit Safranrisotto und nochmals eine Crème brûlé, die es nun endlich auch aufs Foto geschafft hat.
Zu späterer Stunde spielen S und Tom ein paar Lieder – so ein schöner Abend!


In der Nacht beginnt es leicht zu schneien und am nächsten Morgen ist Litschau wieder etwas angezuckert. Die Teiche tauen auf und frieren zu, tauen auf und frieren zu.











Erneut mache ich eine Seerunde, diesmal zur Abwechslung links herum. Mit Ma und H. treffen wir uns am Abend im Gasthaus Kaufmann. Der Karpfen ist dieses Mal besonders gut, auch Lammragout, Wildlaibchen, Hirsch und die Palatschinken zum Dessert schmecken.


Wieder schneit es leicht über Nacht und immer mehr Vögel bevölkern unseren Garten. Wir schauen bei den Ms vorbei, drehen noch eine Runde durch die winterliche Landschaft und dann ist auch das letzte Feiertagswochenende für längere Zeit vorbei. 











Eine anstrengende Wochen mit beruflichen und privaten Terminen liegt vor mir, die meiste Zeit wieder vorwiegend im Homeoffice und so hoffe ich, dass auch die nächste Welle oder Wand an uns vorbeigeht.

 

Lichtermeer, zweimal Weihnachten und eine weiße Überraschung!

Für Sonntagabend ist ein zehnminütiges Lichtermeer im stillen Gedenken an die über 13.000 Coronatoten und als Unterstützung für das medizinische Personal am Ring geplant. Schon im Haus begegnen wir Nachbarn mit Kerzen in der Hand und auf der Josefstädterstraße und über die 2er-Linie werden es immer mehr Menschen. Und tatsächlich: an die 50.000 Teilnehmer bilden eine Lichterkette um den ganzen Ring herum.



Die Abende nutzen wir für letzte Besorgungen und kommen vorbei an Shoppern ohne Schuhe und heimeligen Schaufenstern. Zum Abendessen gibt es leichtes (Lachs mit Linsen & Blattspinat) oder einfaches (Spinat mit Spiegelei).



Die Zeit rennt, die Uhr tickt – nur noch wenige Tage bis zum Heiligen Abend. Von der Schlossfischerei bekommen wir ein schönes Karpfenfilet und da wir zu Weihnachten traditionell keinen Karpfen essen (leider), brät Tom den Karpfen zum Abendessen serbisch zu Ofenpommes. Köstlich!



Am 23. Dezember wird in der ganzen Familie gegurgelt und ich mache noch einen Sprung ins Büro, bevor wir uns am Nachmittag für letzte Besorgungen in der Stadt treffen. Die Schlange vor der Kassa im Billa Corso am Neuen Markt reicht einmal um die Obstabteilung fast bis zum Eingang zurück, daher machen wir gleich wieder kehrt und steuern den neurenovierten Meinl am Graben an. Dann haben wir alles, was wir für die Feiertage brauchen und spazieren entspannt durch die Ferstlpassage heim.








Dieses Jahr feiert die gesamte Family nicht bei uns, sondern wir sind alle bei C. Das bedeutet einen sehr entspannten 24. Dezember. Wir besorgen noch ein Geschenk für Frau W., die nach 30 Jahren an der Kassa im SPAR auf der Josefstädterstraße in Pension geht und treffen in der Kurkonditorei Oberlaa Xaver Schwarzenberger, den Regisseur der legendären Weihnachtsfilmklassiker Single Bells und O Palmenbaum. Wenn das kein gutes Omen ist!



Dann ist Heiliger Abend und es ist ein Fest!











Bei Regen und milden Temperaturen verlassen wir am Christtag Wien und fahren in den Weihnachtsurlaub. In Maissau geht der Regen in Schneeregen über und ab Horn schneit es immer stärker. In Litschau angekommen erwarten uns eine Winterlandschaft und H., der kurz den Vorbereitungen für das Weihnachtsessen bei meiner Mama entfliehen konnte.
Wir machen eine Runde nach Reingers und sehen eine etwas eigenwillige Waldviertler Art wie man Kindern ein Rodelvergnügen verschaffen kann.

Den Nachmittag verbringe ich faul auf der Couch bis ich mich für den Abend fertig machen muss. Durch eine tiefverschneite Winterlandschaft fahren wir zu meiner Familie auf einen festlichen Truthahn. Die viele Kocharbeit hat sich gelohnt, denn das Fleisch ist sehr zart und die Beilagen reichlich. Noch ein schöner Weihnachtsabend!



Eine dicke Schneedecke begrüßt uns am Stefanietag. Die Wassertemperatur von See und Pool beträgt angenehme 20° C, die Eisdecke ist daher noch nicht dick genug zum Eislaufen. Eine Spaziergängerin fragt, ob sie von uns ein Foto machen soll und trotz unseres Zögerns überredet sie uns und jetzt bin ich sehr froh über das nette Foto. Danke an die unbekannte Fotografin!

Am Nachmittag möchte ich nochmals raus an die Luft und ich hoffe, dass das angekündigte Silvestertauwetter doch nicht kommt. Morgen kommen jedenfalls einmal C + K!

Edited in Prisma app with Dallas

 

Weihnachstmärkte, am Fenster Café und beim Nougat

Vor dem Fenster zieht eine sonnenbeschienene Schneelandschaft vorbei. Dick ist die Schneedecke leider nicht und wahrscheinlich bis Weihnachten wieder weggetaut. Trotzdem im Moment ein schöner Anblick. Sonntagabend gibt es die Reste vom geschmorten Hasen als Sugo auf Pasta. 




Wien kommt etwas zögerlicher als der Rest Österreichs aus dem Lockdown, daher hole ich zu Mittag etwas vom Vietnamesen zum Mitnehmen. Die Geschäfte dürfen jedoch wieder öffnen und so nutzen wir den ersten Einkaufstag am Abend gleich für Besorgungen. Vor dem Haus des Meeres läuft uns S. über den Weg. Auch die Weihnachtsmärkte haben geöffnet und die beleuchteten Standln sind trotz all dem Kitsch und Dingen, die man gar nicht braucht, ein erfreulicher Anblick. 







Meinen Bürotag verbringe ich erneut allein – sicher ist sicher – denn prompt tritt im Schulumfeld einer Kollegin ein Omikronfall auf. Hat das nie ein Ende? Zum Abendessen kocht Tom eine Art Paella – unglaublich gut!




Jeden Morgen begrüßt uns schon das Gebrumme der Baustelle vis-a-vis. Optisch scheint ja nicht viel weiterzugehen, obwohl immerhin schon alle Fenster getauscht wurden. Vor dem Studentenheim herrscht jedenfalls noch Chaos.
Die Abendrunde führt uns zum Weihnachtsmarkt im Alten AKH. An den Eingängen wird 2G kontrolliert, aber trotzdem habe ich beim Anblick des Gedränges am Punschstand ein komisches Gefühl. Ich schaue mir lieber die bunt beleuchteten Attraktionen für Kinder an und lausche kurz der Band neben dem großen Christbaum.








Am Donnerstag in der Früh steht der Maler vor der Tür um einen kleinen Wasserschaden auszubessern. Meine Sorge vor Schmutz und zusätzlicher Arbeit vor Weihnachten ist unbegründet, denn der Handwerker arbeitet so sauber, dass zu Mittag weder vom Fleck noch von der Malerarbeit etwas zu sehen ist.


Schwager H. bringt Weihnachtskekse vorbei und zu Mittag gibt es Sushi. Am Nachmittag schaut der Jüngere auf einen Sprung vorbei und danach spazieren wir in die Stadt. Es sind viele zum Weihnachtsshopping unterwegs und jedes Jahr frage ich mich, wer die unzähligen Christbäume am Graben kaufen soll.









Dieses Wochenenende bleiben wir für letzte Besorgungen nocheinmal in Wien. Am Bauernmarkt in der Lange Gasse weht mir kräftiger Käsegeruch vom Raclettestand des Yumi in die Nase und ich kaufe ein paar Erdäpfel an einem Stand aus dem Waldviertel. Dort gibt es sogar die mir bis dato unbekannte “Heidenreichsteiner Rote”. 





Nach einem Frühstück mit einem weichen Ei auf Schinken und Avocado machen wir uns nochmals in die Stadt auf. Ich möchte einen Kaffee trinken und da die Lokale noch geschlossen sind, steuern wir das Fenster Café bei der Griechengasse an. Die Idee ist nett, der Espresso mir etwas zu säuerlich. Beim Parémi in der Bäckerstraße kaufe ich Wiens bestes Baguette und zwei kleine Kuchen. Die Schlange vor dem Würstlstand unter der Albertina ist fast so lange, wie die vor dem Louis Vuitton im Goldenen Quartier. Die Kuchen gibt es als Nachspeise nach Austern und Steinbutt aus dem Goldfisch. Wenn man schon nicht Essen gehen kann, dann genießen wir eben zuhause!













Endlich ist wieder Zeit für einen Besuch bei Nougat! Es bläst ein kalter Wind und gegen Mittag hin soll es stürmisch werden, daher nehme ich dieses Mal nicht den Weg rauf zur Sophienalpe sondern reite Richtung Schottenhof. Der neue Gurt passt zum Glück, die Karotten schmecken und wir halten beide unsere Nasen in die Sonne.







Heute Abend möchte ich beim Lichtermeer am Ring teilnehmen, im Gedenken an die 13.400 Covid-Toten und als Solidaritätsbekundung für das medizinische Personal. Und dann beginnt schon die letzte Woche vor Weihnachten!

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