RTL Night, Kaiserschmarrn und der Herbst ist da

Aus den Hochbeeten und dem Gewächshaus der Ks dürfen wir nicht nur reifes Gemüse ernten, sondern auch die gerade neu aufgeblühten Dahlien. Bei uns fallen die Zierquitten vom Strauch. Zum Abendessen gibts Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster. Den hat auch Kochfreund K eingekocht.


Über der Neustiftgasse zeigt sich ein schönes Abendrot und ich nehme an den letzten milden Tagen das Rad für den Weg ins Büro. Die restliche Hälfte vom Spitzkraut gibt’s mit Speck und Erdäpfeln.




Irgendjemand hat unsere Vasen und Tassen aus der Töpferwerkstätte geholt und ich finde mein Häferl eigentlich ganz gut gelungen. Mit einem Kollegen von Warner Bros., dem Medienhaus, von welchem aus Gerhard Zeiler die SPÖ übernehmen wollte, gehen wir ins Glashaus zum Lunch. Am Abend lädt die Firma Medienpartner, Kunden und Agenturen in die Ottakringer Brauerei zur großen jährlichen Programmparty. Aus Deutschland wurde neben der RTL-Programmchefin ein Profitanzpaar von Let’s Dance und der unvergleichliche Moderator Jorge Gonzales eingeflogen. An Stationen der einzelnen Sender konnte man sich tätowieren lassen, sich im Minigolf versuchen oder sich mit dem Dartsweltmeister Mensur Suljović messen.










Heroben im Waldviertel geht es wieder etwas bodenständiger zu und es ist merklich herbstlicher geworden. Über Nacht hat es geregnet und ziemlich abgekühlt. Wir holen den Vertikutierer aus der Lagerhauswerkstätte, arbeiten etwas im Garten und schauen an die Teiche. Zu meiner Überraschung finden wir noch so viele Steinpilze, dass es für eine wunderbare Schwammerlsoße reicht.








Sonntagvormittag fahren wir nach Nova Bystrice zum Golf. Da so wenig los ist, spielen wir spontan auf dem großen Platz. Vor uns zwei junge Burschen, die nicht nur zu spät zur ihrer Teetime kommen, sondern dann auch noch ständig die Bälle links und rechts in die Botanik schlagen. Nach ein paar Löchern reißen die Wolken auf und kurz kommt die Sonne raus. Wirklich schön hier!





Der Kalender für die nächste Woche ist erneut voll gepackt mit Terminen. Das Highlight is aber auf alle Fälle die Ausstellungseröffnung des Jüngeren!

 

Hole-in-one, Steinpilzzeit und eine traurige Nachricht

Ganz zu Beginn meiner Golfkarriere ist es schon mal geglückt und nun am letzten Sonntag wieder: ein Hole in One!
Ein paar Tage später ist es gleich wieder vorbei mit dem Hochgefühl, denn ich muss zum Zahnarzt. Die Ordination liegt in einem in die Jahre gekommenen Gemeindebau auf der Hernalser Hauptstraße, aber das Team ist sehr freundlich und die Behandlung rasch vorbei.


Am Abend drehen wir eine Runde über den Naschmarkt und kaufen bei Babette’s Gewürze und ein Kochbuch.







Am zweiten Tag der Österreichischen Medientage im Erste Campus ist etwas wenig los. Der RTL-Deutschland-Chef wird vom Chefredakteur des „Standard” interviewt und beim Abschlusspanel geht es um „Alle gegen den ORF” sowie darum, wie man den österreichischen Medienstandort stärken kann, der durch den massiven Abfluss der Werbegelder hin zu den amerikanischen und chinesischen Giganten schwer gebeutelt ist.

Am Freitagnachmittag schalte ich den Computer aus und muss zuerst in den Garten und dann in den Wald. Anschließend kontrollieren wir den weiterhin niedrigen Wasserstand der Teiche und sehen, wie die Sonne hinter dem Großen Radischer Teich untergeht.






Obwohl nicht viel los zu sein scheint in Litschau, sind um neun Uhr die köstlichen Croissants aus. Wir machen unsere Besorgungen und schauen nochmals in den Wald, denn am Abend kommen C + A!


Zur Vorspeise ein Salat mit Birnen, Nüssen, K’s selbsteingelegten Roten Rüben und Schimmelkäse, zum Hauptgang ein zartes Rehfilet und Nudeln mit Steinpilzen und zum Dessert Blätterteigtäschchen mit Pfirsich. Alles überaus köstlich.





Am nächsten Morgen spielen wir eine windige Runde, helfen den Ks ein schweres Bild von der Wand zu heben und bekommen gezeigt, welches Gemüse wir an den nächsten Wochenenden während ihres Urlaubs ernten dürfen.



Leider erreicht uns diesen Sonntag eine Nachricht, die uns sehr traurig macht. Der liebe W ist in der Nacht friedlich eingeschlafen 🖤.

Vogelbeeren, Bewegungstag und Flohmarkt

Den Rest vom Sonntag verbringen wir draußen: am Golfplatz und an den Teichen. Die Vogelkirschen kommen mir heuer besonders üppig vor. Mit der Schwammerlspende von S. gehen sich köstliche Tagliatelle mit Steinpilzen aus.




Ein Termin führt mich in die Operngasse und wenn ich schon mal in der Gegend bin, möchte ich zu Henzels Ernte um mir ein paar Gläser Orangenmarmelade zu kaufen. Mit Schrecken muss ich allerdings feststellen, dass in dem Geschäft in der Kettenbrückengasse ein italienischer Feinkostladen eingezogen ist. Wo bekomme ich jetzt die sensationellen Mandarinen-, Orangen- und sonstigen Zitrusfrüchtemarmeladen her? Ein Besuch im Marktraum ist nur ein schwacher Ersatz.





Nach einem langen Arbeitstag mit Agenturmeeting am Vormittag und Strategiemeeting am Nachmittag holt mich Tom von der Straßenbahn ab und wir gehen ins Gasthaus Blauensteiner. Wir bekommen einen kleinen Tisch im Eck, auf der Tageskarte stehen gebackene Steinpilze und Nierndln. Beide Gerichte sind wunderbar gelungen, nur die Marillenknödel zum Dessert wurden offenbar zu lange im Wasser warmgehalten und liegen in viel zu wenig Bröseln.


Am nächsten Morgen muss ich zeitig los und fahre eine Station weiter als sonst, denn es geht auf den Sportplatz gleich beim Stadion. Von einem unserer Geschäftspartner, einer bekannten Mediaagentur und unserem Nachbar im Viertel Zwei, wurden wir gefragt, ob wir nicht für sie als freiwillige Helfer beim Bewegungstag der Lebenshilfe Wien einspringen wollen. Aus ganz Wien kommen Mitglieder von Wohngruppen und Werkstätten für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen für einen gemeinsamen Sporttag zusammen. Meine Kolleginnen und ich feuern an, begleiten eine Gruppe oder betreuen eine Sportstation und machen einfach mit. Meine anfängliche Unsicherheit verfliegt schnell. Konfrontiert mit unglaublichen Schicksalen schwanken meine Gefühle zwischen Lachen und Weinen. Mit großer Begeisterung und Einsatzfreude sind alle dabei – sowohl die Teilnehmer:innen als auch die tollen Betreuer und Helfer – und ich bin froh, dass ich an diesem außergewöhnlichen Tag mit dabei sein kann. Das Erlebte wirkt noch lange in mir nach.







Da es nach dem langen Hitzesommer nun endlich etwas kühler und nasser wird, heizt meine Mama die Sauna ein. Im Garten sind überall Vogelhäuschen verteilt und da sie auch im Sommer durchfüttert, herrscht reger Betrieb.



Zum Abendessen kocht Tom inzwischen ein Erdäpfelgulasch.


Samstagvormittag müssen wir zum Talkner nach Heidenreichstein und folgen dann dem Besucherstrom zum Stadtplatz, wo ein Flohmarkt stattfindet. Standl reiht sich an Standl, es herrscht großer Andrang und ich kaufe eine kleine Schachtel Playmobil. Die immensen Erd- und Bauarbeiten an der BILLA-Baustelle schreiten voran.






Danach schauen wir kurz auf den Fußballplatz, wo die Damenmannschaft des USC Litschau gegen Wieselburg spielt und am Nachmittag treffen wir uns mit R + A auf neun Löcher in Monachus – wir gewinnen wieder. Mir gelingen diesmal ein paar gute Schläge, nur bei meinem Golfoutfit ist sich Tom nicht ganz sicher.









Die nächste Woche führt mich zu einem Geschäftsdinner ins Hotel Motto und hoffentlich regnet es jetzt endlich mehr, denn die Teiche im Waldviertel könnten reichlich Niederschlag gebrauchen.

 

Radrunde, Kletterwand und Geburtstagsbash an der Donau

Weil das Wetter noch so schön ist, beschließen wir, mit dem Rad zu Gino’s auf einen Kaffee zu fahren. Leider hat er Sonntag geschlossen und daher kehren wir in der Konditorei neben an ein. Aber die Strecke von Haugschlag durch den Wald, den kleinen Ortsteil Smrčná mit den hübsch renovierten Häusern und gepflegten Gärten, durch die eher noch an Zeiten vor dem Mauerfall erinnernde Häuserzeile Richtung Hauptplatz ist sehr schön. Retour geht’s durch die Schrebergartensiedlung mit Pool in jedem Garten, vorbei am Golfplatz und schlussendlich wieder an der Pferdeweide in Hörmanns.








In Wien kocht Tom einen Klassiker: (pseudo-)georgisches Huhn. Wir schauen den Kletterern und Kletterinnen am Turm des Haus des Meeres zu, spazieren vorbei an begrünten Schanigärten und Hausfassaden, entdecken kleine Künstlerwerkstätten und speisen Cevapcici und Kässpätzle im Café Strozzi.








Wenn ich im Büro bin schaue ich in der Mittagspause den Trabern beim Training zu, daheim im Homeoffice testen wir das neue italienische Café „i Mulini“ auf der Josefstädter Straße. Den Hype unter den Gastrokritikern kann ich nicht ganz verstehen, außerdem sind die kleinen pikanten und süßen Häppchen sehr teuer.
Tom fährt am Abend zur Probe für das Geburtstagskonzert am Samstag.



Ich möchte mir eine neue Matratze kaufen und so nutzen wir das halbe Wochenende in Wien für einen Shoppingausflug in den dritten Bezirk. Im La Modula werde ich fündig, danach besuchen wir Toms Fischereikollegen in seinem kleinen aber feinen Messergeschäft bei Wien Mitte, machen einen Abstecher in den Sünnhof und auf den Rochusmarkt. Gerade als wir wieder ins Auto steigen wollen, läuft uns unsere Litschauer Nachbarin S. über den Weg. Während wir so plaudern zieht eine Raddemo vorbei. Freitagnachmittag in Wien ist schon sehr nett!




Am Weg ins Café Eiles zum Frühstück treffen wir auf ein Pärchen auf dem Heimweg nach einer langen Nacht (wahrscheinlich), er mit ihren Sandalen in der Hand, sie mit einer Flasche Cola. Vor der Piaristenkirche hat sich eine Radgruppe auf Wientour gesammelt und lauscht aufmerksam der Reiseführerin.






Am Nachmittag fahren wir nach Schönbühel bei Melk zum Geburtstagsfest von Toms jahrzehntelangem Freund und Bandkollegen Fritz, der zu seinem Runden musikalische Weggefährten aus seiner gesamten Schaffenszeit versammelt hat. Von griechischer Folklore, über Blues, Jazz, Neuer Deutscher Welle, seiner Zeit mit den legendären Bad Sisters, das Volkskunstorchester oder neueren Inszenierungen mit Text und Musik ein buntes Bild und viele Stunden Musik – Tom bei Exciting Café, Bad Sisters und Altenkopf etc. aktiv. Sehr unterhaltsam moderiert von Freund und Fußballvereinskollegen Gregor, unterstützt durch Schauspieler aus Theater und Fernsehen. Toll!





In der Nacht fahren wir noch nach Litschau. In der Früh muss ich gleich in den Wald, denn S. schickt schon täglich neue Schwammerlfotos. Und da sind sie schon! Nur leider nicht ganz makellos, daher dürfen wir uns von S. noch welche holen, damit es für das Abendessen reicht. Im Garten hat sich einstweilen ein Schwarm Stare zur Wiesenpflege niedergelassen. 





Calamari fritti, geräuchertes Herz und kühler Teich

Nach dem Familienwochenende sind wir zurück in Wien und gehen auf gegrillte und frittierte Meeresfrüchte in die Pizzeria Ruffino.

Freund K. hat ein Rinderherz geräuchert und zum gemeinsamen Verkosten sind wir spontan Dienstagabend zum Abendessen eingeladen. 

Da sie im Wetterbericht nocheinmal ein paar heiße Tage angesagt haben, verlegen wir Ende der Woche unser Homeoffice aufs Land. Inspiriert von einem Artikel im Falter über den sommerlichen Klassiker der Wiener Küche, gibt es zum Abendessen Saure Wurst. Für mich mit Kalbspariser, für Tom mit Presswurst. Beides mit Apfelessig, Öl, roten Zwiebeln, hartgekochtem Ei und Radieschen. Perfekt!

Freitagabend ziehen ein paar Gewitter über Litschau und es fällt auch etwas Regen. Zuwenig um den Niederschlagsrückstand auszugleichen, aber genug, um Blumen und Sträucher etwas aufatmen zu lassen. Immer öfter zeigt sich eine weiß-grau-gefleckte Katze im Garten, Schwammerln im Wald zeigen sich allerdings keine (bis auf einen einsamen Röhrling).



Wir spielen Golf bei uns und drüber der Grenze und ich gehe schwimmen, nachdem die Gemeinde die Blaualgenwarnung aufgehoben hat. Das Wasser hat frische 20 °C. Brrrrr!





Nächste Woche möchte ich zum IKEA für einen neuen Schreibtischsessel und ins Matratzengeschäft. Am Wochenende geht es dann an die Donau, wo Toms alter Freund und Bandkollege F. Weggefährten und Freunde anläßlich seines runden Geburtstags zusammengetrommelt hat zum gemeinsamen Aufspielen … da muss auch der Tom nach Langem wieder einmal auf eine Bühne. Wie vor 25 Jahren …