Slavonice, beim Krupik und Urlaubsfinale bei Hin und weg.

Das schöne Wetter schlägt um und wir überlegen uns ein Regenprogramm: die Wahl fällt auf einen Ausflug ins malerische Slavonice. Die Turmbesteigung lassen wir nach Mehrheitsbeschluss aus, entdecken dafür ein sehr hübsches Café und ich kaufe ein Häferl, passend zur Babyelefantenregelung. Zurück wollen wir auf der österreichischen Seite fahren, aber eine Baustelle führt uns an Fratres vorbei in den kleinen tschechischen Ort Maires und von dort über Feldwege über die Grenze. Auch hier gibt es eine Keramikproduktion und viele tschechische Familien nutzen den verregneten Tag um Schüsseln, Vasen und Häferln zu bemalen. Das Gedränge ist uns zu groß und daher fahren wir bald weiter.

















Auch am Mühlteich in Reingers regnet es – im Wald  und in den Pilzen bilden sich große Lacken.

Wir schauen kurz im Containerdorf vorbei, wo die Schauspieler für das Abendprogramm üben und ich beschließe, nach dem Essen die Vorführung zu besuchen. Es wird aus dem “Unsichtbaren Mann” vorgelesen, gesungen und eine aufrührende Flüchtlingsgeschichte erzählt. 










Es regnet und regnet immer weiter. Wir zeigen P. Chlum, wo sich die Campingplätze nun ziemlich geleert haben. Der Reißbach bei Litschau hat sein Bett verlassen und die angrenzenden Wiesen überflutet.








Der Jüngere reist ab und wir fahren zum Abendessen zu C + K. Unser Kochprofifreund hat wieder ein einmaliges Menü gezaubert mit New Yorker Thunfischsalat, Gugumuckschnecken, pulled Pork und Mac’n Cheese. 

Auf unserer Teichexpedition besuchen wir diese Woche den Gemeindeteich in Heidenreichstein. Zum Baden ist mir das Wetter noch zu kühl, aber das Wasser des Himmelteiches sieht nach den vielen Regenfällen sehr einladend aus. Ein kleiner Imbissstand wartet mit John Wayne auf Gäste.







Am Nachmittag folgt Tom einer Einladung zum Spinnfischen am Herrensee und ich nutze die Zeit für eine Runde drumherum. Im Garten sind die Fisolen reif und wir braten uns dazu Knacker und Erdäpfel.


Das wieder schönere Wetter nutzen wir um einen Tisch und einen Sessel zu streichen. In Reingers und im Garten blüht der Sonnenhut. Dass uns trotz Zaun ein Reh über Nacht die restlichen Fisolen und auch den Mangold abgefressen hat, finde ich allerdings weniger schön. Wie ist es herein gekommen?
Beim Fleischhauer kaufen wir ein Hendl und braten uns dazu knusprige Pommes Frittes. Köstlich! 



Wir spielen Tennis, schwimmen im Herrensee und genießen die letzten Urlaubstage. Meine Mama möchte uns schon lange ins Gasthaus Krupik in Steinbach bei Schrems mitnehmen und dieses mal passt es gut. Wir nehmen den Weg über Langegg und folgen der Serpentinenstraße über einen unerwarteten Hügel. Das Essen ist wirklich sehr gut, nur die vielen Fliegen und die landwirtschaftlichen Gerüche und Traktorengeräusche trüben etwas das Erlebnis. Nichtsdestotrotz ein kulinarisch empfehlenswerter Besuch.




Im Strandbad ist schon alles für den Start des Theaterfestivals “Hin und weg” vorbereitet. Tom fährt in den Kollmitzgraben, ich gehe schwimmen. Am Nachmittag kommt uns U. aus der Raabser Gegend besuchen und nach Kaffee, Apfelkuchen und Melone spazieren wir ins Containerdorf und dann aufs Festivalgelände. Einer der “Insassen” winkt uns zu und wir lesen auf einer an die Scheibe geklebte Notiz die Frage, ob wir den Text von “Viva la vida” von Coldplay hätten. Die Schauspieler dürfen keine Handys und Computer nutzen und so halte ich mein Display mit den Lyrics an die Fensterfront. Das Abschreiben dauert etwas, mir wird in der Sonne heiß und der Arm schwer und ich hoffe, der Auftritt am Abend war erfolgreich!


Wir müssen aber weiter, denn wir möchten uns das Stück “Bauer to the people” ansehen – Cousine A. hat an der Inszenierung mitgewirkt. Zu Beginn etwas schwer zugänglich aber mit Fortdauer gefallen mir die  musikalisch unterlegten Werke von Wolfgang Bauer immer besser. Sonntag Abend gibt es noch eine Vorstellung!
Wir treffen R + I, die wir schon lange nicht mehr gesehen haben und die nächsten Samstag wieder ihren “Tag der offenen Tür” in der Obermühle in Tiefenbach veranstalten. Da das kulinarische Angebot am Gelände heuer coronabedingt leider nur recht dürftig ausfällt, holen wir daheim lieber eine Portion Bolognese aus dem Tiefkühler zur Feier des letzten Urlaubsabends.






Jetzt noch einmal im See schwimmen, dann heißt es zusammenpacken und nach Wien fahren. Vor uns liegt eine heiße Woche bis wir wieder heraufkommen können!

Malerische Dörfer, Heidelbeeren und die Blasmusik spielt

Soviel ist diese Woche passiert, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Am Besten gleich mit Sonntag Abend, denn da sind wir bei C + K zum Grillen eingeladen. Wir bringen den frisch gefangenen Zander mit und danach gibt es ein großes Stück T-Bone-Steak. Mein Freund Levy weicht mir kaum von der Seite, da ich die Frau mit den Leckerlies bin. Aber wir verstehen uns auch sonst sehr gut.

Der Montag startet entspannt mit einer Yogastunde am See. Bis auf die Gelsen im nassen Gras ist es traumhaft schön. Am Nachmittag habe ich mich dann zu meiner ersten Tennis-Trainingsstunde angemeldet und Trainer Pavel ist wirklich sehr nett. Man weiß gar nicht was man alles falsch machen kann (und wie lange sich das Tischtennis aus Jungendjahren auswirkt) und nach einer halben Stunde wechsle ich mich erschöpft mit Tom ab.
Am Abend zeigt Tom unserem Freund K. ein paar Angelplätze am Mühlteich und K. fängt nicht nur gleich einen prächtigen Zander, sondern findet auch ein paar Steinpilze im Wald. Das ist Waldviertel!
Zum Abendessen gibt es Flammkuchen mit Birnen und Gorgonzola vom Litschauer Bauernmarkt.


Am nächsten Tag wollen wir selbst angeln, aber leider beißt kein Karpfen an. Wir packen uns daher bald wieder zusammen, denn wir möchten nach Waidhofen ins Lagerhaus. Das Towerstüberl in Heidenreichstein hat leider zu und so kaufe ich mir ein Eis am Hauptplatz. Da beginnt es zu regnen – ein Sommer wie damals!
Am Rückweg entdecken wir liebevoll renovierte alte Bauernhäuser und seit Jahrzehnten unverputzte Schmuckstücke.














Am Mittwoch ist nicht nur wieder Gemüsestand-Tag in Nova Bystrice, sondern wir wollen auch in den Supermarkt in Jindrichuv Hradec, denn dort gibt es frische Kaninchen! Wir folgen jedoch nicht der Hauptstraße sondern nehmen den Weg über die malerischen Orte Hurky und Senotin. Neben alten Industrieruinen sind viele Häuser liebevoll renoviert und wenn die Zeit hinter dem eisernen Vorhang etwas Gutes gehabt hat, dann dass dort die Renovierungsphase der 80er-Jahre ausgeblieben ist.

Hier steht die Zeit still.

Inspiriert vom Buch, das ich gerade lese: Mein Jahr im Wasser – Tagebuch einer Schwimmerin – und da es wieder sehr heiß geworden ist, fahren wir zum Brandteich. Ich möchte zwar nicht, wie im Buch beschrieben, das ganze Jahr (in den Berliner und Brandenburger Seen) durchschwimmen, aber dafür ein paar neue Teiche in der Umgebung ausprobieren. Das Wasser ist sehr sauber und da der Teich nicht sehr tief ist, auch wärmer als der Herrensee. Herrlich! Im alten Buffet werden wir freundlich bedient, bekommen einen überraschend guten Kaffee und auch hier verströmt das Ambiente etwas von “Urlaub wie früher”.



Kaninchen in Weißweinsoße

Am nächsten Tag die nächste Trainerstunde und danach einen strammen Max zum Frühstück. Am späten Nachmittag machen wir einen Spaziergang durch Chlum und auch die Tschechen machen Urlaub daheim, denn die Campingplätze rund um den Hejtman-Teich sind bummvoll. Eine tolle Urlaubsstimmung herrscht hier gleich über der Grenze und einmal möchte ich wirklich eine gegrillten Fisch essen. Aber nicht heute, denn aus den Kaninchenresten zaubert Tom ein köstliches Sugo.









Im Keller haben sich Vögel eingenistet und fliegen knapp vor meinem Kopf rein und raus. Die Jungen zwitschern aufgeregt im Nest, aber nach ein paar Tagen haben sich die Eltern so weit an meine zeitweise Anwesenheit gewöhnt, dass ich ein Foto machen kann. Es sind Rotschwänzchen!

Wir besorgen Wildschwein fürs Abendessen, denn die Ls kommen zu Besuch! Beim Jäger nisten Schwalben in der Hofeinfahrt.
Tom kocht ein köstliches Wildschweinsugo, davor gibt es gegrillte Gurken auf Joghurt mit Heidelbeeren und zum Abschluss einen Heidelbeerkuchen. 


Jeden Morgen schauen wir in den Wald zu den Schwammerln bevor wir im Ort Semmeln holen. So auch am Samstag. Normalerweise zieht um diese Zeit jeden Juli die Litschauer Blasmusikkapelle von Haus zu Haus, aber heuer spielen sie auf dem Stadtplatz. Nett!
Wir spielen eine Stunde Tennis und ich versuche all das Gelernte umzusetzen. Danach schwimme ich im See und vom Herrenseetheater weht es Schrammelklänge herüber.
Im Garten summt und brummt es im Lavendel.
Von S. bekommen wir einen Korb voller Eierschwammerln, die wir am Abend mit ein paar Erdäpfel und Ei rösten. Wunderbar.







In Reingers wachsen nicht nur die Vogelbeeren sondern auch der Hanf. Und der Wald ist voller Steinplize!






Im Vorbeifahren sehen wir H. mit unserem tschechischen Nachbarn am Golfplatz und  bleiben kurz stehen. Den gestrigen Ausflug der Family mit der Schmalspurbahn haben wir nicht mitgemacht, aber vielleicht besuche ich am Nachmittag H. und Ma, denn meine Geschwister sind heroben!

 

Guido, erste Frühlingsboten und ein Jazzkonzert in Litschau

Ist es Corona oder einfach Februar, dass weniger Leute am Sonntagnachmittag in Wien unterwegs sind? Schlangen bilden sich jedenfalls im neuen Adlerhof, so wandern wir weiter. Im Siebenstern verzieht jemand an der Bar nach einem Schluck Kaffee sein Gesicht und auf Nachfragen erfahren wir, dass die Kaffeemaschine kaputt ist. So versuchen wir unser Glück eine Gasse weiter und genießen Espresso und Heiße Schokolade im P’am. Das Lokal wirkt etwas kühl, aber dann bittet ein Gast, die Tischbeleuchtung einzuschalten und sofort wirkt es richtig cool.

Inspiriert von einer Folge Kitchen Impossible aus Jerusalem grillen wir orientalisch gewürzte faschierte Spieße und dazu gibt’s Hummus, Paradeiser-Gurkensalat und minziges Joghurt. Köstlich!

Das Bürogebäude auf der Zweierlinie ist fast fertig und schon hat sich ein Sprayer verewigt.

Am Faschingsdienstag probieren wir es nochmals im Adlerhof. Unsere Reservierung haben sie verschlampt und statt sich zu entschuldigen reagiert das Personal pampert und meint, sie heben schon seit Tagen das Telefon nicht ab und wir können daher unmöglich reserviert haben. Dazu halten sie uns ein vollgekritzeltes Phantasiebuch unter die Nase und meinen verärgerten Blick kommentiert der Kellner damit, dass er auch lieber nach Hause gehen würde. Das veranwortliche Personal hat jedenfalls seinen Beruf verfehlt. Eine freundliche, junge Kellnerin am ersten Schnuppertag meint, sie wird sich das mit der Stelle hier nochmals überlegen. Ein Instagramposting mit einer vernichtenden Kritik über das Essen ein paar Tage später entschädigt uns für den Ärger.
Wir gehen mit den Kindern stattdessen in die Pizzeria La Spiga und genießen eine wirklich gute Pizza.
Auf der Josefstädter Straße bringen zwei Ritter einen Hauch von Fasching nach Wien.  

Im Goldfisch besorgen wir uns ein Stück Kabeljau und Tom macht dazu eine wunderbare Safransoße.
Am nächsten Tag fliege ich zu einem Meeting nach Hamburg. Neues aus dem Verlag wird präsentiert und zur Freude aller kommt auch Guido Maria Kretschmer auf die Bühne, mit dem wir das Magazin Guido herausgeben und ein weiteres planen. Eine sehr sympathischer und witziger Typ. Vor dem Rückflug herrscht Hektik beim Boarding und eine angespannte Stimmung unter dem Flugpersonal, denn in Wien ist der nächste starke Sturm angesagt. Wir starten pünktlich und alles geht gut.

 

 

Freitagfrüh bekomme ich eine “Schneewarnung” von E., aber als wir am Nachmittag oben ankommen ist der meiste Schnee schon wieder geschmolzen. Dafür scheint noch etwas die Sonne. Kaum angekommen, bekommen wir Hundebesuch. Sehr neugierig, der dicke Kerl vom Rohbau ein Stück weiter unten.
Am Abend findet eine Jazzsession im Kulturbahnhof statt und Freund S. ist auch dabei. Die Musiker sind gut gelaunt, Gäste kommen dazu und spielen mit, es gibt Brote und Drinks, nur am Saallicht könnte man noch etwas arbeiten um eine bessere Konzertatmosphäre zu schaffen.

Mit der Sonne ist es dann auch gleich wieder vorbei. Im Wald nach Litschau hat sich der Schnee noch etwas länger gehalten und im Josefsthal blühen bereits die Frühlingsknotenblumen.

In Schönau wird schon wieder abgefischt. 

Am Nachmittag spazieren wir runter zum See und durch eine kleine Gasse hinter den Häusern am Stadtplatz wieder zurück. Fürs Abendessen haben wir uns ein Stück Lamm aufgetaut und Tom schmurgelt es mit Zwiebeln und Rotwein.

Der Schönauer Teich ist am nächsten Tag schon wieder voll, denn der Herrensee wird etwas abgesenkt für die geplanten Uferreinigungsarbeiten nächstes Wochenende. Auch der Reißbach führt viel Wasser – ob in den tiefen Stellen Forellen stehen?

Nächstes Wochenende bleiben wir in Wien und machen einen kulinarischen Ausflug nach Tulln. Und der Jüngere feiert Geburtstag!

 

Salzburg, Hammerschmiede und eine dünne Schneedecke

Mit dem Zug geht es gleich Montag früh nach Salzburg ins Haus für Mozart, zur Präsentation des GALA-Specials “Salzburger Land” anläßlich 100 Jahre Salzburger Festspiele. Testimonial ist die Salzburgerin Verena Altenberger, Maria Höfl-Riesch ist als Markenbotschafterin von Obertauern mit dabei, Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler hält die Begrüßungsrede und vom 4-Hauben-Koch Vitus Winkler gibt es köstliche Häppchen. Die Fahrt führt durch eine nebelige Landschaft, erst kurz vor dem Ziel kommt die Sonne durch.

C + K laden Ende der Woche zu einer kleinen Modeparty. Ich nehme die Straßenbahn im Jonas Reindl, das sich seit meiner Kindheit scheint’s nicht verändert hat. Levy wartet auf Leckerlies während Kleider probiert werden, C ein sehr schönes Kleid vorführt und K die Gäste verköstigt.

Bevor wir am Freitag ins Waldviertel fahren, gehen wir noch auf einen schnellen Espresso ins Hold. Am Weg hinauf ist es noch nebeliger als auf meiner Fahrt nach Salzburg und Tom fragt, was wir da oben überhaupt wollen. Es ist aber Schnee angesagt und nach einem Wochenende Pause freue ich mich, raus aus der Stadt zu kommen. In Maissau sieht man keinen Meter weit. Auf der Landstraße stößt ein Traktor schwarze Rauchwolken in die Luft und manch einer startet ein waghalsiges Überholmanöver.

In der Litschauer Facebook-Gruppe entdecke ich ein Foto einer ehemaligen Hammerschmiede in Gopprechts und da muss ich natürlich hin. Wir machen uns auf die Suche und kommen dabei an einem alten Feuerwehrhäuschen, verfallenen Höfen und einer verlassenen Schule vorbei. In diesem Ortsteil ist noch so viel vom früheren Waldviertel zu sehen, da sollte man fast ein Freilichtmuseum daraus machen. Wäre schade, wenn das alles verschwindet.

Wir pressen uns Blutorangen zum Frühstück, füllen die Vogelhäuschen und ich mache dann eine Runde um den See. Statt dem angekündigten Schnee bekommen wir einen grauslichen Eisregen, der Tennisplatz liegt zaunlos im Winterschlaf, und nur vereinzelte Jogger sind außer mir unterwegs.
Zum Abendessen machen wir uns Semmelknödel mit Linsen – ein wärmendes Winteressen.

 

Über Nacht haben es dann doch ein paar Schneeflöckchen nach Litschau geschafft und im Laufe des Tages soll es noch mehr werden. In Hörmanns hat der Bach eine tiefe Schlucht in den Wald gegraben. Dann fallen auch hier endlich dicke Schneeflocken.

Nächste Woche lädt das Akkordenfestival zum Presseessen und die Viennese Ladies  https://www.vienneseladies.com spielen im Metropol. Am Wochenende dann Gemeinderatswahlen in NÖ und im Gasthaus Kaufmann gibt es Ripperln. Das möchte ich mir beides nicht entgehen lassen.

 

 

Kühl in Hamburg, mild im Waldviertel und ein 90. Geburtstag

Kurze Zeit ist es Sonntagfrüh sonnig, gegen Mittag zieht es jedoch zu und in Heidenreichstein ist dichter Nebel. Daher ist es nicht so schlimm, dass wir schon zeitig nach Wien fahren, denn Tom hat Klassentreffen von der Grafischen.
Passend zum Wetter gibt es zum Abendessen einen wärmenden Kohlsuppeneintopf.

Einmal geht es für heuer noch nach Hamburg. Kalt und nass ist es in Wien, noch um ein paar Grad kälter in Hamburg. Ich nehme vom Flughafen die Schnellbahn in die Stadt und möchte wie gewohnt an den Landungsbrücken in die U-Bahn umsteigen. Doch diese fährt aufgrund einer Baustelle durch die Station durch und ich muss entlang der Elbe bis zum Hotel zu Fuß gehen. Dort wartet allerdings zu meiner Überraschung ein Upgrade und ein Päckchen Süßes auf mich. Sehr nett! Zum Dinner treffen wir uns beim Vietnamesen – es werden verschiedene Vorspeisen bestellt und dann entscheide ich mich für eine Pho und als Dessert Klebreis mit Mangocreme.

Mein Zimmer ist im letzten Stock mit Blick auf den Michel und hinter der Elbphilharmonie geht die Sonne auf. Das Verlagsgebäude ist jedesmal ein toller Anblick, aber ich muss mich schon beeilen, denn wir fangen früh mit dem Meeting an. Während Gruppen für Teamprojekte eingeteilt werden, fahren draußen laut hupend die Traktoren am Weg zu einer Demo vorbei. Hoffentlich wird das kein Problem am Nachmittag, wenn ich wieder zum Flughafen muss. Die Schnellbahn ist dieses mal keine Option, weil es zu lange dauert – daher bestelle ich ein Taxi. Der Fahrer ist selber überrascht, dass er es pünktlich geschafft hat, denn die Demo löst sich erst langsam auf und in der ganzen Stadt staut es sich. Über verwinkelte Schleichwege bringt er mich auf den letzten Drücker zum Flughafen, eine lange Menschenschlange hat sich Security-Check gebildet und genau mit Beginn des Boardings laufe ich am Gate ein. So knapp war ich noch nie dran. Es wäre auch wirklich schade gewesen, wenn ich den Flug versäumt hätte, denn im U.S.W. haben sich ein paar Freunde getroffen und dabei feiern wir auch Toms Geburtstag!

 

Bei Dunkelheit kommen wir Freitagnachmittag wieder in Litschau an. Kurz überlege ich, mit der Stirnlampe noch einen Spaziergang zu machen, verschiebe das aber auf morgen. In Wien haben wir noch Wein eingekauft, den wir in den Keller räumen. Die Heizung wurde unter der Woche repariert und so kochen wir entspannt geselchte Ripperln mit den sehr guten Semmelknödeln, frisch gemacht von der Mitarbeiterin an der Fleischbudel beim Billa.

Den Spaziergang mache ich dann am nächsten Tag. Wir holen den Schlüssel vom Installateur, haben beim Einlösen des Lottoscheins in der Trafik wieder nicht den Jackpot geknackt, Tom fährt zum Fischen und ich mache eine Seerunde. Tom bringt einen Zander heim, ich ein paar Fotos.

Am Nachmittag nutzen wir das schöne Wetter und fahren nochmals an die Teiche. Entlang der Straße sind bereits die Schneestangen montiert, die aber derzeit nur von Raubvögeln für einen besseren Ausblick genutzt werden. Fisch fangen wir keinen mehr, im Wald wachsen jede Menge Pilze in allen Formen und Farben, jedoch keine Steinpilze. Am Heimweg gehen wir noch kurz einkaufen und treffen G + E, die wir leider viel zu selten sehen, was wir aber bald ändern wollen!

In der Nacht hat es zu stürmen begonnen und der Wind rüttelt an den Fensterläden. Wir packen uns früh zusammen, denn zu Mittag feiern wir beim Priliisauer im 14. den 90. Geburtstag von Toms Onkel! Vier Generationen haben sich dazu versammelt.

Kommenden Freitag geht es mit dem nächsten runden Geburtstag weiter. Das Wochenende bleiben wir dann in Wien, denn ich möchte reiten gehen und ein paar Besorgungen machen. Wenn wir wieder raufkommen, dann findet gleich eine neue Veranstaltung statt: “Von Haus zu Haus. Litschauer Advent am See”! Die Litschauer öffnen ihre Tore und backen, punschen  und musizieren. Auch S aus der Saaß und M unser Tennisclubpräsident spielen in der alten Tankstelle auf – das möchte ich mir unbedingt ansehen. Am Abend wird dann bei C + K  das heurige Weihnachtsmenü für K’s Kolumne gekocht. Ich bin schon gespannt, was es heuer wird.