Am Spittelberg, in Trebon und beim Burgadvent

Mit einer Jause im Familienkreis feiern wir den zweiten Geburtstag der süßen P. Umringt von Omas, Opas und vier Onkeln packen wir Geschenke aus, genießen drei Torten und zünden die erste Kerze am Adventkranz an. Es geht dahin …

Der grobe Streusplit ist eine ständige Gefahr für jede Autoscheibe. Nachdem ein Steinschlag letzten Winter noch geklebt werden konnte, zieht sich jetzt ein Riss über die halbe Frontscheibe und ich muss das Auto in die Werkstatt bringen. Mit Bus und U-Bahn fahre ich heim.




Der Weihnachtsmarkt am Spittelberg ist zugunsten der Anrainer von der Fläche her etwas verkleinert worden, dafür ist das Gedränge auf der verbleibenden Fläche noch größer geworden. Einmal im Jahr muss ich da durch, aber Spaß macht es keinen. Fast gar kein Durchkommen gibt es im Bereich der Punsch- und Essensstände.






Aber nur ein paar Schritte weiter am Ulrichsplatz ist es vorbei mit dem Trubel. Es ist kalt und es nieselt leicht.




Nebelig geht die Woche zu Ende und auch heroben im Norden ist es wolkenverhangen. Die Sonne war schon länger nicht zu sehen. Da sonst nicht viel zu tun ist, fahren wir bei Chlum über die Grenze und bummeln durch Trebon. Weihnachtsmarkt gibt es zwar keinen, dafür einen geschmückten Baum und laute Beschallung am Hauptplatz mit Musik aus Lautsprechern, die glaub ich noch aus der Zeit vor der Öffnung des Eisernen Vorhangs stammen.
Im Hamr kann man eine originelle Krippe aus Stroh besichtigen. Samt Elefant, Hund und Bär (!).


















Am Samstagvormittag vermarkten die Kinder lautstark den Keksverkauf vom Roten Kreuz. Werbung wirkt und daher kaufe ich auch einen Teller voll Weihnachtskeksen. Am Nachmittag treffen wir dann Ma, Schwester und Tante beim Burgadvent in Heidenreichstein. Einer der wenigen stimmungsvolleren Adventmärkte neben dem in Litschau. Nächstes Jahr besuchen wir vielleicht auch wieder einmal den in Weitra, aber warum sind so viele Märkte alle zugleich am ersten Adventwochenende?


Zum Abendessen brät Tom zwei Gändekeulen und dazu das köstliche Knödelkraut. Danach ein Nussstrudel vom Smetacek. Köstlich!

Nachdem kein Schnee liegt und auch der Boden nicht gefroren ist, fahren wir nach Haugschlag und spielen Golf auf Wintergreens. Kurz reißt der Himmel auf und wir sehen ein kleines Fleckchen blauen Himmel. Ich fürchte, bis Weihnachten wird der Winter nicht zurückkommen.


Kammerspiele, erster Schnee und Litschauer Advent

Die Woche beginnt gleich einmal mit einem Highlight: „Sherlock Holmes: Der Fall Moriarty“ in den Kammerspielen. Fünf Schauspieler in 40 Rollen – lustig, kurzweilig, toll gespielt. Durch die „verkehrsberuhigte“ Rotenturmstraße stauen sich die Taxis vor dem Theater.







Am Ende der Arbeitswoche noch eine Veranstaltung in der Labstelle – wieder bei der Rotenturmstraße. Am Heimweg in der U-Bahn auch der Chefredakteur einer Wiener Wochenzeitung; immer gut gebrandet.







Heroben im Waldviertel erwartet uns eine traumhaft schöne Winterlandschaft. In der Nacht hat es zweistellige Minusgrade, gut, dass wir rechtzeitig die Außenwasserleitung abgedreht und die empfindlichen Kübelpflanzen eingewintert haben. Im Schnee ungewohnt große Tierspuren: läuft da ein Hund durch unseren Garten, wenn wir nicht da sind?


















Am Abend gibt es noch Sauna bei der Mama und danach Spaghetti Carbonara – herrlich!



In der Früh im Ort wird schon alles für den Adventmarkt dekoriert, der wieder unter dem Motto von Haus zu Haus steht. Wir schauen aber zuvor noch an die mittlerweile zugefrorenen Teiche und in den Wald für ein paar Zweige.









Am Nachmittag kommem Mama und Schwester vorbei und gemeinsam besuchen wir den Adventmarkt. Am ersten Adventwochenende werden in Litschau die Haus- und Hofeinfahrten rund um den Stadtplatz geöffnet und es gibt Handwerk, Glühwein, Keks, Wild, Lesungen und Musik. Etwas unbemerkt vom Geschehen in der Stadt kann man im Bahnhof einen Modelleisenbahnnachbau der Waldviertelbahnstrecke bestaunen. In Böhmis Stadl bekommt man schon einen ersten Vorgeschmack auf eine neue Veranstaltungslocation und im Hofladen kaufen wir zwei Beiriedschnitten fürs Abendessen.


















Am Sonntag scheint wieder die Sonne, aber es beginnt schon leicht zu tauen. Ob sich der Schnee dieses Jahr bis Weihnachten hält? Jetzt fahren wir aber bald schon nach Wien, denn wir feiern den zweiten Geburtstag der süßen P!

Beim Effi-Award, im, neuen Marktraum und erster Schnee in Wien

Sehr nass beginnt die neue Woche. Über die Tortellini mit Spinat reiben wir statt Parmesan etwas von der Belperknolle.




Im Büro findet ein Teamfrühstück statt und alle bringen etwas mit. Ich steuer Wildwürstel und Schinken vom Schloss Litschau bei, andere braten Kartoffelpuffer, es gibt Waffeln, selbstgebackene Quiche, Aufstriche, Marmeladen – es passt gar nicht alles auf den Tisch. Sehr nett!


Donnerstagabend werden dort, wo ich früher mein Auto zum Service gebracht habe, die Effi-Awards – die wichtigsten Werbepreise – verliehen.




Da wir dieses Wochenende in Wien bleiben, nutzen wir den Freitagnachmittag um Geburtstags- und Weihnachtsgutscheine einzulösen. Vom Theater in der Josefstadt fahren wir mit der U-Bahn zum Museumsquartier und spazieren vorbei an der Ex-Benko-jetzt-Stumpf-Baustelle bis zur Casa Caria. Im Gastro Fisch Brač kaufen wir Muscheln fürs Abendessen.







Samstag ist Markttag in der Josefstadt! Wir kaufen zwei Lammkeulen und Käse beim Jumi, dann frühstücken wir im Café Eiles. Nachdem die weiteren Einkäufe erledigt sind, besuchen wir erst den Uhrenhändler im Neunten und treffen C´s Schwester und Mann beim Lederleithner. Wien ist ein Dorf! Weiter geht’s zum Naschmarkt, denn wir wollen uns die neue Markthalle ansehen. Ähnlich wie die in Kopenhagen, nur viel kleiner. Beim Unverschwendet-Stand kaufe ich ein Glas Himbeermarmelade, auch Stadträtin Sima erledigt in „ihrer“ Halle den Samstagseinkauf. Vom Dach hat man einen tollen Blick auf Nasch- und Flohmarkt. Passt eh.

















Am nächsten Morgen liegt Schnee auf dem kleinen Küchenbalkon. Straßen und Wege sind vereist und ich lasse es doch bleiben, den Nougat zu besuchen. Obwohl ich wirklich mal wieder hin sollte! 




Jetzt gibt es dann gleich die nächste Geburtstagsjause: diesmal sind C. und die Zwillinge dran. Am Montag schauen wir uns Sherlock Holmes in den Kammerspielen an, dann muss ich nach Neunkirchen, am Samstag findet der Litschauer Advent statt und am Sonntag ist die kleine P zwei Jahre alt!

Geburtstagskuchen, im Klezmerzirkus und Nebelstimmung

Sonntagnachmittag gibt es eine Jause bei meiner Mama und für mich ein kleines Geburtstagsgeschenksackerl. Der hübsche Strohblumenstrauß findet daheim gleich einen passenden Platz. 



Die Wochentage huschen dahin. Zum Mittagessen gibt es aromatisch-gemüsig Vietnamesisches oder klassisch Wienerisches, bei der Abendrunde ist es bereits finster und aus den Fenstern leuchtet es in allen Farben. 







Das Highlight der Woche ist ein Besuch im Theater Akzent: im Rahmen des KlezMORE Festivals sehen wir einen Auftritt von Tsirk Dobranotch, dem ersten Klezmer-Zirkus!












Nebelig ist es beim Rauffahren am Freitag in der Früh. Am Nachmittag verabschieden wir unsere Nachbarin, die völlig unerwartet von uns gegangen ist. Ihren leider schon vor Jahren verstorbenen Mann habe ich meist in der Früh oder am Abend bei der Schneckenjagd getroffen, mit ihr haben wir uns oft und gerne über den Zaun hinweg über das Wetter, die Gemüsefortschritte im Beet oder neu erstandene Gartenpflanzen unterhalten. Sehr traurig.





Tom fährt zeitig in der Früh erst zur Hälterung nach Schönau und dann weiter zum Fischbesatz in den Kollmitzgraben. Ich schlafe ein bisschen länger und mache dann meine Besorgungsrunde durch den Ort: Bäcker, Trafik, Lagerhaus und Hofladen.







Am Nachmittag noch ein bisschen Bewegung an der frischen Luft bevor es am Abend zu C + K auf ein Gansl geht. Sehr nett und köstlich!



Den Levy erwische ich leider nur verschwommen …

Am nächsten Morgen wird der Nebel bald von der Sonne verdrängt. Tom fängt einen Hecht, ich leider nichts.


Jetzt noch die Lichterkette montieren und die Kübelpflanzen in der Keller tragen. Das Wetter ist zwar mild und gar nicht spätherbstlich, aber nächstes Wochenende bleiben wir in Wien und Frost und Schnee kommen oft plötzlich.


In Paris, im Weststadion und im Novemberwald.

Wenn am Montag um 04:30 der Wecker läutet, dann weiß man, es wird eine anstrengende Woche. Im Finstern und bei Regen fahre ich zum Flughafen, denn ich fliege nach Paris!




Zuerst geht es zu M6, einem französischen Broadcaster aus der RTL Group, wo einen ganzen Tag lang führende europäische Fernsehanstalten ihre Programme und Strategien präsentieren. Auch der ORF ist vertreten und hat den Bergdoktor mit im Gepäck. Am Abend gibt es noch einen kleinen Cocktailempfang im obersten Stock samt Blick auf den Eiffelturm.








Die Häppchen beim Cocktail waren nicht wirklich magenfüllend, daher besuche ich mit einer Kollegin ein kleines Bistro beim Hotel und wir schauen noch auf einen Sprung an die Seine.



Der Blick aus dem Hotel ist relativ unspektakulär und nach einem weiteren intensiven Tag stauen wir uns im Taxi zum Flughafen. Paris ist eine einzige Baustelle und der Verkehr enorm!





In Wien verbläst ein kalter Wind die Wolken und bietet einen klaren Blick auf den Vollmond, den ich versuche mit meiner neuen Handykamera einzufangen. Zum Abendessen brät Tom den sehr guten Wildleberkäse vom Schloss Litschau.




Während im Büro alles für einen Karaokeabend vorbereitet wird, machen wir uns auf ins Weststadion, denn Tom hat eine Einladung in den VIP-Bereich für das UEFA-Spiel Rapid gegen CS Universitatea Craiova erhalten. Das Essen ist gut, die Sitze auf der Tribüne sind sehr bequem, das Spiel leider eine Enttäuschung. Ich hoffe, ich bekomme auch mal eine Einladung in die Generali Arena am Verteilerkreis!












Heroben im Waldviertel ist der Herbst schon weit fortgeschritten. Viele Teiche sind ausgelassen und abgefischt und die Bäume haben ihr Laub verloren oder leuchten golden im Abendlicht. Zum Abendessen gibt’s nocheinmal Flammkuchen.









Am Samstagvormittag besuchen wir den Framsohn-Outlet-Store in Heidenreichstein, denn ich möchte neue Handtücher kaufen. Von außen hat es etwas von einem Lost Place, innen jedoch eine große Auswahl an Handtüchern und Bademänteln in allen Farben und Formen. 



Am Nachmittag spielen wir eine Runde Golf mit R + A. Das letzte Loch können wir leider nicht fertig spielen, weil wir den Ball in der rasch einbrechenden Dunkelheit einfach nicht mehr sehen. Davor leuchtet der Himmel in kräftigem Rot, es ist eine wunderbare Stimmung und dieses Mal gewinnen wir deutlich.


Zum Abendessen gibt es Hirschschnitzel – auch vom Schloss Litschau – mit Erdäpfel-Vogerl-Salat!

Am nächsten Morgen ist es vorbei mit dem schönen Herbstwetter. Im Garten haben wir noch das restliche Laub zusammengerecht und die letzten Äpfel aufgeklaubt. Ich spaziere zum Kufsteinteich, bevor wir am Weg nach Wien bei meiner Mama vorbeischauen, die noch eine kleine Geburtstagsüberraschung für mich hat!