Schüttelfrost, über der Grenze und ein erster Hauch von Sommer

Mit einer einfachen Pasta mit Tomatensoße beschließen wir die Woche und kochen danach einmal Hühnerfilet mit Rote-Rüben-Linsen und einmal die Schupfnudeln aus dem Bäuerinnenladen in Dobersberg mit Sugo aus Faschiertem und Fenchel.




Am Dienstag holen wir uns die zweite Impfung. Nachdem ich letztens einen blauen Fleck rund um die Einstichstelle hatte, rammt mir die Impferin die Nadel mit aller Kraft in den Oberarm, mit dem Bemühen, den Bluterguss diesmal zu vermeiden. Tatsächlich – blau wird nichts, dafür hauen mich am nächsten Tag Schüttelfrost und Fieber nieder. Eine Hühnersuppe und ein Fußballmatch später ist das Fieber bereits wieder gesunken und nach einer erholsamen Nacht verspüre ich nur noch leichte Kopfschmerzen. Der Tom hat gar nix.


Zum Glück ist Donnerstag ein Feiertag und wir können schon rauf ins Waldviertel fahren. Blauer Himmel über Maissau und rot die Mohnblumen am Feld  – heroben blühen schon die Margeriten und Lupinen. Da schmeckt das Frühstück auf der Terrasse mit frischen Erdbeeren gleich nochmal so gut.






Nachdem die Medien von gelockerten Reisebestimmungen nach und aus Tschechien berichten, wagen wir den ersten Besuch drüber der Grenze. Niemand kontrolliert in Grametten und die Polizei in Jindrichuv Hradec misst nur die Geschwindigkeit.
Der große Teich auf halber Strecke ist ausgelassen und wird saniert, neben den Ferienhütten im Wald ist ein Rummelplatz aufgebaut.
In Nova Bystrice biegen wir rechts von der Straße ab und fahren spontan nach Perslak. Der Wald duftet betörend nach Föhren, der Badesee liegt ruhig in der Sonne, nur haben wir nicht bedacht, dass derzeit nur am Wochenende To-Go-Betrieb ist. Zum Glück treffen wir Besitzer M. an und bekommen sogar einen Kaffee – sehr nett! Hoffentlich startet auch bald wieder der Restaurantbetrieb.  

















Der Tennisverein Litschau startet in die Turniersaison und die ersten Unerschrockenen sind schon im See schwimmen.
Zum Abendessen mischen wir Brennesseln aus dem Garten unter das Spargelrisotto.



Im Garten blüht es prachtvoll. Während Tom zu einer Besprechung in den Kollmitzgraben fährt, vertreibe ich mir die Zeit mit Mähen und Herumgraben. Am Nachmittag treffen wir Ma, Hermann und Geschwister auf ein Eis am Herrensee, spazieren ein Stück am See entlang und schauen zum Flohmarkt im Hoteldorf. Neben altem Geschirr und den antiken Fernsehern aus den Appartements entdecke ich jedoch auch noch originalverpackte Retro-Schneckensets – da muss ich zuschlagen!








Vor dem Abendessen werfen wir noch kurz die Angeln aus. Auch der Reiher auf seinem Stein in einem kleinen Fischteich hofft auf sein Angelglück.











Im Sportgeschäft in Waidhofen schauen wir uns E-Bikes an und spielen dann eine Runde Tennis. Am Nebenplatz findet die erste Damenforderung der Vereinsmeisterschaft statt, während der junge Hund einer der Teilnehmerinnen einstweilen ein Nickerchen hält.
Dunkle Gewitterwolken kündigen einen Wetterumschwung an – genau das richtige Zanderwetter! Und Hechtwetter!
Daheim schmurgelt einstweilen ein Hase in Weißweinsoße mit Estragon im Rohr – mmmh.




Dunkle Wolken hängen Sonntagfrüh über dem Land. Wir sind mit unserer Golfrunde fast fertig, da fängt es zu regnen an und klatschnass kommen wir nach Hause. Die Abschlagplätze sind wie man sieht leider immer noch nicht alle linkshändertauglich!


Meine Geschwister konnten die Fotoalben unseres Vaters sichern und ein paar Bilder schickt mir mein Bruder per Handy. Nächste Woche dann der nächste Anwaltstermin …

 

Autor: freia

Geboren in Wien. Aufgewachsen in Wien und Münchendorf. Lebe in Wien und im Waldviertel.

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