Schulende, Heidelbeeren und Blasmusik

Völlig unberührt vom Eisenmann ist eine Entenmutter mit ihren Jungen neben der Rennstrecke unterwegs. Da die Straße noch bis zum Nachmittag gesperrt ist, haben wir unser Auto beim Mörterteich geparkt und fahren von dort nach Wien.

Von seinem zweiten Ikeabesuch mit dem Jüngeren bringt Tom ein Foto vom Heimweg mit.

Die Woche bringt endlich den langersehnten und halbwegs ergiebigen Regen im Waldviertel, während ich im Büro die Fensterputzer am Marriott beobachte.
Am Heimweg schauen wir noch einmal im Volksgarten vorbei. Die Rosen dort sind gerade wirklich prachtvoll.

Freitagabend feiern wir mit Zwilling S. seine Matura und den Abschluss am Modul. Es ist zwar etwas frischer als an den heißen Abenden vor den Gewittern, aber im Herbeck lässt es sich im Garten angenehm sitzen und die Wiener Küche ist sehr fein.

Noch in der Nacht fahren wir ins Waldviertel, denn heroben Aufwachen und den ganzen Samstag vor sich haben ist die Nachtfahrt wert. Die Kirschen sind noch immer nicht ganz rot, schmecken aber wunderbar und sind praktisch wurmlos! Ganz oben in der Birke schäckert die Elster. Der Lavendel steht in voller Blüte.

Die Pimpinelle blüht

Ich mache mich auf zu meinem eigenen kleinen Eisenfraubewerb. Ich fahre zwei Kilometer in den Wald zum Schwammerlcheck, laufe drei Kilometer um den Mühlteich in Reingers – nur unterbrochen durch einen Anruf meiner Mama und einen Abstecher beim Bauplatz, wo auf einem kleinen Hügel Dahlien (?) wachsen und die Mohnblumen schon Kapseln gebildet haben – und dann schwimme ich noch 40 Meter in den Teich hinaus. Nach den Regenfällen ist das Wasser sehr frisch! Dafür haben meine Laufschuhe die selbe Farbe wie die kleinen pinken Blumen am Wegrand. Steinpilze finde ich keine, dafür jede Menge Heidelbeeren.  Zusammen mit den Walderdbeeren und den Kirschen aus dem Garten schmecken sie köstlich zum Frühstück.

Am Rückweg von den Teichen schauen wir noch einen Sprung zu einem unserer Eierschwammerlplätze und finden erste Nagerln und ein kleines Feld mit Bartnelken.

Im Radio hören wir von Straßensperren aufgrund der Regenbogenparade in Wien. In Litschau ist die Straße zum Stadtplatz gesperrt, denn es findet ein Wettbewerb für Blasmusikkapellen aus Nah und Fern statt.

Da Marschmusik auch vom Marschieren lebt, müssen die Kapellen eine Runde vor der Kirche machen.
Die nächsten warten auf ihren Auftritt.

 

Manche sind vor den strengen Augen der Jury sehr ernst bei der Sache

Die Kapelle aus Nova Bystrice ist tiefenentspannt
Eine Jugendtruppe
Auch aus den Alpenregionen sind Teilnehmer dabei

Zum Abendessen treffen wir uns mit Familie und Freunden im Gasthaus Kaufmann und es klingt noch spät Musik und Gesang aus dem großen Festzelt am Stadtplatz.
Am nächsten Morgen sind wir mit R + A zu einer Golfrunde verabredet. Der ganze Platz ist in Jasminduft gehüllt, nur wenige andere Spieler sind unterwegs, ein Entenpaar spaziert über den Platz, ein kleiner Hund holt sich alle paar Löcher Streicheleinheiten und in den Tümpeln quaken die Frösche. 

Nächste Woche heißt es Kistenpacken, denn das Büro übersiedelt, die WM kommt in Fahrt (das hoffe ich auch für meinen Favoriten Spanien) und am kommenden Wochenende soll es sehr heiß werden.

Autor: freia

Geboren in Wien. Aufgewachsen in Wien und Münchendorf. Lebe in Wien und im Waldviertel.

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