Linsen mit Nudeln, im Belvedere und ein Fest

Noch immer ist es kalt und die Arbeitstage vergingen, ohne, dass ich mich erinnern kann, was eigentlich war. Das einzig positive am Februar ist, dass es jetzt überall Tulpen zu kaufen gibt. Ich liebe Tulpen. In weiß, in lila, gelb, gelb/orange, nur nicht so in rot.

Am Freitag Besuch der Kinder und L’s Mama. Es war ein lustiger Abend, denn wir haben nicht nur gut gegessen, sondern auch versucht die Tricks der Mentalzauberer aus der letzten Sendung Willkommen Österreich nachzustellen und damit zu enttarnen.Tom hat einen köstlichen Skrei und als Beilage Linsen mit Nudeln gekocht. Linsen mit Nudeln gab es bei der Münchendorfer Oma und war mein Leibgericht als Kind. Das Gericht wurde vom Rest der Familie immer ein bisschen belächelt, bis wir Pasta mit Linsen in einem italienischen Kochbuch gefunden haben. Darin wurden die Linsen mit Staudensellerie und Zitronenzeste etwas verfeinert und das Gericht war auf einmal sanktioniert. Auf jeden Fall gehört es noch immer zu einem meiner allerliebsten Nudelgerichte!

Im Belvedere findet aktuell eine Tina Blau Ausstellung statt und die ist großartig. So wie unsereins heute mit der Kamera, war die Malerin mit Leinwand und Staffelei unterwegs und hat alles festgehalten. Dazu im Museum die Meisterwerke von Schiele, Klimt und Kokoschka, wobei ich bei letzterem passen muss, denn der spricht mich gar nicht an. Hingegen die vom armen Schiele sehr! Und jetzt hab ich auch einen Kühlschrankmagnet. Immerhin! Leider ist die Lichtsituation im Museum nicht so ideal, denn entweder spiegelt es total oder die Bilder, wie die von Klimt, hängen in einem stark abgedunkeltem Raum in der Finsternis.

Im Park überkommt mich dann schon eine richtige Sehnsucht nach Frühling, denn von fahlem Gras, brauner Erde und blattlosen Bäumen hab ich dann schon bald einmal genug. Und braun sind dort auch die Buchsbäume, die schauen gar nicht gut aus.

Wenigstens ein bißchen Grün

Am Abend dann Geburtstagsfeier im alten Stammlokal zum runden Geburtstag der allerliebsten L. Freunde, Family, viele die man schon lang nicht mehr gesehen hat, plaudern, lachen, schön.

Am Sonntag kommt L. zum Ausreiten im Wiederwald mit und obwohl Reiten prinzipiell immer schön ist, war es diesmal etwas mühsam, denn der Boden war hart gefroren und an vielen Stellen sehr eisig. Wo es weder eisig noch tief war, da war der Weg durch Schlägerungen versperrt. Aber wir haben uns durchgekämpft und sind wieder gut zurück gekommen. 

Die Woche soll es langsam milder werden und ich freu mich schon, wenn ich wieder mit dem Rad in die Arbeit fahren kann. Und wenn es nicht friert, kann ich am Wochenende oben den Wein schneiden. 

Autor: freia

Geboren in Wien. Aufgewachsen in Wien und Münchendorf. Lebe in Wien und im Waldviertel.

4 Gedanken zu „Linsen mit Nudeln, im Belvedere und ein Fest“

  1. Die Erinnerung an die Muenchendorfer Linsen mit Nudeln hat mich sehr berührt, ich mag sie auch noch immer. Genauso wie Tulpen, möglichst bunt und fransig.

  2. Linsen mit Nudeln hab’ ich mein Lebtag noch nicht gegessen. Aber egal, was immer ihr kocht, es klingt köstlich.
    Eine wirklich große Schiele-Ausstellung hab ich – ja vor etwa 20, 21 Jahren mit Katja und Philipp im Kinderwagen – in Tulln besucht: total immer aktuell!!
    Freu mich, daß du immer noch Freude am Reiten hast.!
    Bussi Ingrid

    1. Jetzt gibt es wieder eine große Schiele Ausstellung in der Albertina. Muss ich mir unbedingt anschauen.
      Zum Reiten komm ich viel zu selten, aber wenn, dann ist es wirklich schön. Das möchte ich nicht missen.

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