Heidenreichsteiner Fischmarkt, goldener Herbst und staubige Arbeiten.

Mit einem Coffee-to-go aus dem kleinen Kaffeemodul auf der Josefstädter Straße starte ich in eine intensive Arbeitswoche.

Die Baumallee am Parkring beginnt sich herbstlich zu färben, mein Radbügelbuddy Nr. 143 harmoniert mittlerweile farblich perfekt mit dem Strauch dahinter und neben dem KHM hat sich ein Eichhörnchen ein Leihrad für den Winter versteckt. 

Tom kocht mein Lieblingsessen und dazu öffnen wir einen von Papas Weihnachtsgeschenksweinen. Köstlich!

 

Für Freitag ist die Lieferung der Lärchendielen angekündigt und die Arbeiten im Waldviertel sind über die Woche weitergegangen. Das Wegstemmen der Wand hat länger gedauert als gedacht, dafür wir wissen jetzt, dass unser Haus sehr massiv gebaut ist.

Heroben erwartet uns prächtiges Herbstwetter und das bleibt auch das ganze Wochenende über so. Nachbars Katze wartet gelangweilt auf Mäuse, im Haus herrschen Staub und Chaos. Tom versucht mich, seit wir uns kennen, von übermäßigen Glaskäufen abzuhalten – warum hat er sich da bis jetzt nie durchgesetzt? Auch das Geschirr türmt sich in der Küche, im Wohnzimmer verdeckt der Tisch den Fernseher und es ist kaum Platz zum Durchgehen. Da an Kochen nicht zu denken ist, treffen wir uns mit Mama und H. auf der Alm in Loimanns.

“Schlaft’ Chefin noch? Dann wird’s glei im Bett stehen”, so wird Tom in der Früh von den Handwerkern begrüßt. Die letzten Fliesen werden noch weggestemmt, die schöne alte, aber doch besser zu erneuernde Lamperie wird abmontiert, der Boden kommt raus.

Da suchen wir besser das Weite und fahren nach Heidenreichstein, denn dort ist Fischmarkt! S + K kommen auch wieder rauf, denn K möchte nochmals mit uns fischen gehen. Der Markt wird immer attraktiver und bunter, man sieht Schmiede bei der Arbeit, es wird frisch Kraut gepresst und geschnitten, man bekommt Böhmische Gurkerln, allerlei Sorten Erdäpfel, etwas Keramik und Klimbim. Wir kaufen uns Saiblinge, Wels und scharfe Paprikapaste, nach einem Geheimrezept der Oma des Standbetreibers. Bin gespannt, wie sie schmeckt!

Den zwei kleinen grünen Fischteelichtern konnte ich nicht widerstehen.

S + K checken im Feriendorf ein, wir holen das Angelzeugs und fahren mit K an die Teiche. Tom + K sitzen rechts vom Damm, ich auf der anderen Seite bei der Fischerhütte, was vorbeispazierende Anrainer zu der Frage verleitet, ob wir hier ein Männer-gegen-Frau(en)-Wettfischen veranstalten. Wir fischen mit Mais und Frolic und werden dabei von C’s Hunden vom Steg vis á vis aus beobachtet. Da könnte doch so ein kleines Frolic vielleicht auch bis zu ihnen schwimmen! Bei Tom und K tut sich nix, da hab ich einen Zupfer an der Schnur. Es ist aber leider nur eine kleine Rotfeder. 
Ein paar Minuten später zieht es heftiger an der Schnur, ich packe die Angel, rufe laut nach Tom, K kommt mit dem Kescher und ich fange einen Karpfen! Ha!

Mein Angelplatz

Am Abend treffen wir uns im Gasthaus Kaufmann, essen Pasta mit Steinpilzen und Reh und verbringen einen sehr lustigen Abend.

Als ob es mit der Baustelle nicht schon genug zu tun gäbe, sehen wir, dass der Sturm offenbar das kleine runde Fenster am Dachboden aufgedrückt hat. Damit wir vor dem Heimfahren nicht vergessen, dass wir uns das noch abschauen müssen, schreibe ich einen Zettel. Sonntag früh fahren wir erst in den Ort Weckerln holen, machen eine  Runde durch den Wald und dann holen wir die Leiter. Auf den Dachboden gelangt man sehr mühsam durch eine alte Falltüre, oben ist es eng, nieder und staubig, aber zum Glück ist das Fenster auf ein Stück Styropor gefallen und die Scheibe intakt. Tom klettert wieder herunter, jetzt ist auch oben alles voller Staub, und als ich nach dem Staubsaugen wieder herunterkomme, finde ich eine neue Notiz auf meinem Zettel. 

Schandacher Teich

Wenn die Arbeiten voranschreiten wie geplant, dann können wir nächstes Wochenende vielleicht schon wieder einräumen! Und putzen, viel putzen …

Autor: freia

Geboren in Wien. Aufgewachsen in Wien und Münchendorf. Lebe in Wien und im Waldviertel.

5 Gedanken zu „Heidenreichsteiner Fischmarkt, goldener Herbst und staubige Arbeiten.“

  1. Und jeden Sonntag warte ich drauf, was es Neues gibt, hinreißend, wie du das machst. Vermutlich wird sich ein Fisch das Frolic vorher schnappen, aber Robbie und Nelissa sind da zuversichtlich, es könnt ja sein, daß da was daherschwimmt….
    LG

    1. Danke! So langsam wie die Karpfen beißen, könnte es daraus sein, dass ein Frolic überbleibt. Aber der “Wassergraben” war dann doch zu unüberwindbar :-). Jedenfalls ein herrlicher Tag gestern.

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