Hase, Reh und Schrammelklang

Auf der Suche nach den Wölfen fahren wir Sonntagnachmittag über den Truppenübungsplatz nach Wien. Wölfe sehen wir keine, dafür schauen wir uns den Teich in Allentsteig an. Weiter am Weg kommen wir dieses Mal an der anderen Seite des Ottensteiner Stausees vorbei und spazieren ein paar Schritte zu einer Aussichtsterrasse. Segler, Tret- und Elektroboote gleiten über das Wasser..

Unter der Woche erkunde ich weiter die Gegend im Zweiten. Die Kirche am Mexikoplatz ist eindrucksvoll, der Eingang erinnert an eine Festung in Games of Thrones. Im Park machen Leute Mittagspause, am Platz gibt es ein türkisches Lokal mit köstlicher Pide und auf der Donau legen die Ausflugsschiffe an und ab.

Der Weg ins Büro führt mich über den Radweg auf der Praterstraße, wo sich die Polizei gut getarnt hinter den Blumenbeeten versteckt. Am Heimweg weht von den Lokalen am Donaukanal Grillgeruch herauf.
Diesmal ist die Tür zum Hof mit den Stallungen der Spanischen Hofreitschule offen, und man kann die Lipizzaner mal ohne schmutziger Fensterscheibe dazwischen fotografieren, wie sie ihre Köpfe in die Abendsonne halten. Im Volksgarten blüht es weiter schön.

 

Heroben hält unser kleines Mohnblümchen noch immer seine Blüte in den Wind. Tom hat original ungarischen Paprika bekommen und kocht ein Gulasch. Ich verarbeite die Heidelbeeren, die wir jedes Jahr von einer eifrigen Sammlerin ins Haus geliefert bekommen, zu Marmelade.

Am Samstagvormittag beobachten wir ein Reh, wie es von unseren Äpfeln nascht. Das Tier hat die Ruhe weg und zieht nur langsam von dannen, als es uns bemerkt. Kaum ist es weg, saust der nächste Gast durch den Garten – ein Maulwurf.

Wir überlassen den Garten den Tieren, denn M + M kommen mit ihrem roten Campingbus wegen des Schrammelklangfestivals. Nachdem der ebenste Platz gefunden und die Schlafkoje aufgebaut ist, machen wir uns zum Schrammelpfad rund um den See auf. Soviele Menschen wie heuer waren, glaub’ ich, überhaupt noch nie. Das Wetter ist herrlich, manche Spielstätten, wie der Brauhausstadl zu gut besucht und das Abendkonzert wunderbar. Erwin Steinhauer singt mit kräftiger Stimme originelle Wiener Lieder, die Wiener Tschuschenkapelle bietet  mittreißenden Balkansound und Großmütterchen Hatz & Klok liefern ganz besonders schöne Melodien.

Erwin Steinhauer & klezmer reloaded extended
Wiener Tschuschenkapelle
Großmütterchen Hatz & Klok

Wir lassen M + M schlafen während wir im Ort Gebäck fürs Frühstück holen und eine Runde durch den Wald schauen. Außer uns ist ein Hase am Feld unterwegs und auch am Zeltplatz der Schrammelklangbesucher sind die meisten schon wach.  

Die nächste Woche ist noch vollgepackt mit Terminen, aber dann geht es in den Urlaub! Ich freu mich schon.

Autor: freia

Geboren in Wien. Aufgewachsen in Wien und Münchendorf. Lebe in Wien und im Waldviertel.

2 Gedanken zu „Hase, Reh und Schrammelklang“

    1. Es war auch wieder eine schöne Woche. Ich freu mich über deine Wander- und Gartenbilder! Wir lassen jetzt einen Zaun machen, damit uns die Rehe nicht alles abfressen. Bussi, Freia

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