Don Camillo und Peppone in Litschau

Trüb, nass und kalt geht es in die letzte Aprilwoche. Im Burggarten blühen prächtige Strauchpfingstrosen, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Staudenpfingstrosen habe ich im Waldviertler Garten, aber die blühen erstens jetzt noch nicht und zweitens nicht aus holzigen Stämmen. Die strauchigen kommen aus China, sind recht anspruchsvoll, aber dafür sehr frühblühend. Muss mal schauen, ob man sie in hiesigen Gärtnereien findet.

Dafür findet man schon heimischen Spargel in den Geschäften und Ralf Zacherls Spargelspaghetti sind da der perfekte Start. Dann hatten wir die Woche noch eine Pfanne voller Garnelen und im Standard war ein Rezept mit grünem Spargel und Minzmayonnaise, das wir nachgekocht und in unsere Rezeptsammlung aufgenommen haben. Sehr gut! Mit den Kindern haben wir den Griechen “Trilogie” in der Lange Gasse probiert: Vorspeisen und Nachspeisen sehr gut, die Hauptspeisen waren teils mittelprächtig, teils gut, aber durch die Bank war alles nicht besonders heiß als es an den Tisch kam.

Meeresfrüchteteller und Creme Brulee in der Trilogie.

In der Lange Gasse gibt es auch das wunderbare Käsegeschäft Jumi, wo es neben köstlichem Ziegen- und Kuhmilchkäse auch die Belperknolle gibt, die man jetzt über alles drüberreibt. Wir jetzt auch.

Heroben hat es 3 °C und es regnet. Der Schnee ist noch in Resten zu erkennen, und für Ende April ist es wirklich unfreundlich. In Litschau werden die Maibäume aufgestellt und ja, es gibt wie jedes Jahr zwei Maibäume, einen von der Stadtgemeinde (schwarz) und einen von den Roten. Wie bei Don Camillo und Peppone, man könnte einen Film drehen oder ein Buch schreiben! Die Stadtkapelle spielt da wie dort auf. Am Herrensee ist es nass und unwirtlich und beim Billa hält die alte weiße Katze auf den Säcken mit der Gartenerde Hof.

Der Baum der “Wirtsleute vom unteren Stadtplatz”Der offizielle Baum der Gemeinde, gleich bei der Kirche.

Der Samstag beginnt sonnig und die Heidenreichsteiner Betriebe haben Tag der offenen Tür. Für die Gärtnerei Lechner kommt der Aktionstag vielleicht etwas zu früh im Jahr, dafür bekommen wir eine persönliche Beratung durch den Chef, der uns in seinem Kräuterhaus von unzähligen Kräutern und Salaten kosten lässt.

Wir kaufen eine Hortensie, Rosenthymian, Oregano, Zierlauch, chinesischen Salat sowie ein Waldmeisterpflänzchen und wieder zurück schaffen wir es gerade  rechtzeitig vor dem nächsten Graupelschauer das Gras zu mähen. 

Früh im Wald
Alles ruhig am Herrensee
Das Kräuterhaus der Gärtnerei Lechner in Heidenreichstein

Im Garten blüht es in allen Farben und Nichtfarben.

Vor dem Abend spazieren wir nochmals zum See und dann braten wir uns einen Zander.

Am Sonntag wird es etwas freundlicher, wir planen weiter am Umbau und setzen die neuen Pflanzen ein. Am Abend kommt Wind auf und die ganze Nacht stürmt es. G+E kommen auf eine Runde Bauernschnapsen, wir machen nochmals den grünen Spargel und Panna Cotta als Dessert. Es steht -2 für G. und mich. 

Vom Wind zerzauster Salat.
Zierlauch
Bühne im Strandbad

Am Feiertag stürmt es weiter. Unfreundlich!

Autor: freia

Geboren in Wien. Aufgewachsen in Wien und Münchendorf. Lebe in Wien und im Waldviertel.

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