Hausbesetzung, Dreharbeiten und die Zeit der Buschwindröschen

In den alten Zwetschkenbaum ist ein neues Vogelpärchen eingezogen und richtet sich häuslich ein.
Zum Abendessen gibt es einfache Pasta mit Sardellen und Oliven.





Die Woche startet mit strahlend blauem Himmel und einer Hausbesetzung am Rathausplatz. Im Park wird gechillt, die Reden, um auf den Leerstand in Wien aufmerksam zu machen, erfolgen im Wechsel mit guter Musik. Als die Polizei mit der Räumung beginnt, sind wir schon weg.  
















Am Rückweg kommen wir an der neuen Vinothek in der Lange Gasse vorbei, die sich ausschließlich Weinen von Österreichischen Winzerinnen widmet. 
Diesmal gibt es einen Salat aus Radicchio, Schimmelkäse, Birnen und Walnüssen.



Am Dienstag haben wir unseren ersten Impftermin im Austria Center. Die Organisation ist perfekt, die unzähligen Helferleins freundlich und der Stich kaum zu spüren. Es geht aufwärts!



Am nächsten Tag fühle ich mich etwas schwummrig, daher machen wir nur eine kleine Runde durch den Bezirk. Im Abendprogramm wird die Frage gestellt, welche Berufe und geöffnete Bereiche wirklich systemrelevant sind und wie es mit der Gastronomie und der Kultur aussieht. Dazu wurde auch eine kleine Szene mit Alfons Haider vor “unserem” Würstelstand gedreht.
Aus dem Goldfisch haben wir uns Oktopusarme und Jakobsmuscheln besorgt, die Tom zu grünem Spargel in zitroniger Buttersoße brät.



Im Volksgarten glüht es in allen Farben, die Fiaker fahren leer durch die Stadt und ein Schild an der Meierei kündigt die baldige Öffnung an.








Die Wiener Beetbepflanzung zeigt heuer einen mutigen Farbmix, der sicherlich auch Karl Lagerfeld zugesagt hätte. Wir besuchen die “Josefstädter Platane” – nun kann man schon frische grüne Blätter erkennen. Es scheint, als hätte sie die Übersiedlung tatsächlich überlebt.

 

Auch vor der Piaristenkirche wachsen die Tulpen in rosa, weiß und orange.



Diesmal spazieren wir bis zum Haus des Meeres und durch die Otto-Bauer-Gasse. Überall wird gedreht in der Stadt, so auch hier. Im weißen Zelt ist eine Teststation eingerichtet. Vorbei an uralten Hausfluren und ruhigen Innenhöfen gehen wir wieder heim.
Zum Abendessen gibt es gefüllte Portobello Pilze!






Am Freitagnachmittag kommt in Litschau die Sonne raus und ich mache eine Runde um den Herrensee. Am Tennisplatz wird der neue Sandbelag niedergewalzt und so wie es aussieht, werden wir dieses Wochenende noch am alten Platz spielen.








Am nächsten Morgen ist es nicht mehr so schön und in der Nacht hat es geregnet. Die Tennisbälle sind nach einer Stunde nass, schwer und ganz zerrupft. Wo ist der Frühling schon wieder hinverschwunden?

Die Feiern zum 1. Mai wurden ja abgesagt, aber wir machen uns trotzdem auf die Suche nach dem Maibaum. Wir finden einen in Litschau und einen in Griesbach.
Da sonst nicht viel zu tun ist, holen wir unsere Golfbags und spielen ein paar Löcher bevor Tom ein Hendl ins Rohr schiebt. 


In der Nacht beginnt es stärker zu Regnen und so storniere ich die Platzreservierung. Über den Teichen ziehen Nebelschwaden, es ist stürmisch und kalt. Das ist wirklich kein angemessenes Maiwetter!




Nächste Woche beenden Wien und Niederösterreich den strengen Ostlockdown und ich muss gleich schauen, ob für nächsten Samstag einen Friseurtermin bekomme. Da aber am Sonntag Muttertag ist, herrscht sicherlich starker Andrang … Dafür soll es endlich wieder wärmer werden!

 

Autor: freia

Geboren in Wien. Aufgewachsen in Wien und Münchendorf. Lebe in Wien und im Waldviertel.

4 Gedanken zu „Hausbesetzung, Dreharbeiten und die Zeit der Buschwindröschen“

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