Langsam wird das Wetter besser und wir spielen am kleinen Platz in Monachus. Unseren Hunger stillen wir mit einem Mittagessen im Waldhotel Perslak – nicht weit vom Golfplatz entfernt. Dort gibt es die besten Knödel mit Ei weit und breit. Beim dazu bestellten Kofola werden wir es beim einmaligen Test belassen.
Im Wald rund um das Hotel blühen die Erika und ich finde sogar ein paar Preiselbeeren. Von der holprigen schmalen Straße nach Nová Bystřice zweigt links ein Weg nach Nový Vojířov ab, einem idyllischen Dorf rund um eine große Wiese mit Kirche in der Mitte. Da wurde nie etwas ohne Not versiegelt!
Tags darauf trübt es sich wieder ein und wir begeben uns mit dem Auto auf Erkundungsfahrt vor der für den nächsten Tag geplanten Radrunde durch die Teichlandschaft von Česká Kanada.
In Tschechien findet man sehr gut ausgeschilderte Radrouten und so folgen wir bei freundlichem Wetter nach Chlum u Třeboně der 1010er nach Lutova, weiter nach Žíteč, vorbei an großen Fischteichen im Schatten alter Eichenalleen zu unserem Ziel: dem Fischstand in Stankov.
Unser Nachbar R. kommt an den Zaun und bietet uns an, bei ihm im Garten Pflaumen zu ernten. Es sind unglaubliche viele Früchte am Baum und auch wenn sie sich nicht leicht verarbeiten lassen, verkoche ich ein Kilo zu Marmelade. Gut! Danach widme ich wieder meinem Tschechisch-Buch, denn im November soll es wieder einen Sprachkurs geben und ich möchte nicht wieder bei Null anfangen. Zum Abendessen kocht Tom wunderbare Linguine al Limone.
Dem Garten hat der verregnete Juli jedenfalls nicht geschadet – es grünt und blüht wie sonst selten im Hochsommer. Im Strandbad ist schon alles für das erste Theaterfestialwochenende von „Hin und Weg“ bereit. Ich will aber nur kurz ins Wasser, entscheide mich bei kolportierten 21 °C Wassertemperatur des Herrenseeteichs aber sicherheitshalber für den Pool. Am Abend treffen wir Ma und Schwester beim Kaufmann im lauschigen Gastgarten. Das Cordon Bleu gut wie gewohnt, die Spareribs leider weniger: seltsam mariniert und nicht vom Grill – das ginge sicherlich besser. Die Liwanzen mit Powidl und Rahm zum Abschluss aber wieder sehr gut.
Samstagmittag machen wir uns auf zu einer Family-Grilleinladung in den Dunkelsteinerwald. Die ehemalige Jagdhütte liegt malerisch auf einer Anhöhe über einem kleinen Ort und im Wald dahinter wachsen Parasole und Brombeeren. Die Spareribs sind ungleich besser, es gibt köstliche Salate, konfierte Cocktailtomaten und einen Apfel-Crumble-Kuchen. Wir steuern Wildkäsekrainer vom Schloss Litschau bei. Sehr nett!
Eine Einladung kommt selten allein und so sind wir am Abend bei C + K eingeladen. Die Ls sind auch da und natürlich auch der liebe Levy. Unser Freund der Kochprofi verarbeitet allerlei Gemüse aus dem Garten zu – teils recht scharfen – Pickles, leichten Vorspeisen und einem runden Curry. Zum Nachtisch ein Kuchen mit schwarzen Johannisbeeren. Unter einem großen Vollmond sitzen wir lange draußen – ungewohnt in diesem bisher recht frischen Sommer.

Jetzt wo der Urlaub fast vorbei ist, wird es sonnig und heiß. Ich finde noch ein paar Steinpilze – endlich wurmfrei – und gehe jetzt nochmals schwimmen. Morgen zeitig in der Früh geht es zurück in die Stadt, aber zum Glück ist die erste Arbeitswoche nur kurz!































































