Badetemperaturen, Dreharbeiten und das Ereignis

Noch einmal schwimmen, dann ist der Urlaub vorbei. An der Strandbadkassa eine kleine Aufregung. Die Pumpe des Kinderbeckens ist kaputt, daher wird es heuer nicht mehr eingelassen – gerade vor der kommenden Hitzewelle! Ich beobachte eine Aufführung im Rahmen von Hin&Weg und denke an die Hunderten E-Mails, die mich nach dem Urlaub erwarten.







Wien ist fast noch geschlossen auf Urlaub, nichtsdestotrotz herrscht in der Früh Stoßverkehr am Ringradweg.
Der Jüngere ist den 7. Bezirk gezogen und nach einer Wohnungsbesichtigung gehen wir gemeinsam Essen. Die Lokalauswahl ist riesengroß, die Arancini dafür verhältnismäßig klein.



Im Viertel Zwei dreht SPAR mitten in der größten Hitze einen Werbespot für die Marke „Natur pur“. Da bin ich froh, dass ich ins kühle Büro kann. Falls ich im Spot im Hintergrund zu sehen bin: ich musste da durch! Nach der Arbeit treffen wir uns beim neuen Arket-Store auf der Mariahilfer Straße. Die eindrucksvolle Innenarchitektur der ehemaligen, von Adolf Loos gestalteten, Bank ist noch gut erhalten.






Die Paradeiserernte im Wiener Garten von Toms Onkel ist heuer überaus üppig ausgefallen und wir bekommen eine ganze Schachtel große und kleine, runde und lange, fleischige und knackige Tomaten. In Wien ist es so heiß, dass wir uns noch am Donnerstagabend zusammenpacken und ins Waldviertel fahren. 

Am Feiertag spielen wir in Monachus und am Nachmittag schaue ich beim Bierturnier zu. Eine Hitzeschlacht am Tennisplatz! Da geh ich lieber in den Teich, der mittlerweile angenehme 24 °C hat (und nicht 19 °C, wie der KURIER hitzegeplagten Stadtbewohnern als Abkühlung angepriesen hat) und treffe dann Familie M. auf ein Eis in der Verweilzeit.
Daheim mischt Tom ein paar Lackreste zu einem schönen Petrolton zusammen und und wir überstreichen einen kleinen IKEA-Hocker. Das Grün gefiel mir nie. Jetzt passt es.






Samstagvormittag trifft man sich am BILLA-Parkplatz und bespricht Neuigkeiten und die Vorbereitungen auf das Wochenende. An der Kassa ist die drohende Spitalsschließung in Gmünd ein Thema, aber warum auch daran die Zweitwohnsitzer schuld sein sollen, erschließt sich mir nicht so ganz. 


A. empfiehlt mir das Stück „Ich bin Ruth“ mit der bekannten Schauspielerin Claudia Kottal im Rahmen von „Hin&Weg“. Eine tragische und traurige Geschichte, aber toll gespielt und mit Texten aus Tagebüchern und Briefen. Danach treffen wir uns im Strandbad und wundern uns über die geschmalzenen Preise für Burger und Käsebrote, während wir auf den Beginn von „Das Ereignis“ warten. Was soll ich sagen: über einen Umweg mit Wurzeln und Brombeerranken stolpern wir im Finstern auf die Zetschenwiese oberhalb des Herrensees. Dort erwarten uns leises Gekratze an Instrumenten und erstmals nichts. Dann, nach dramatischen Worten eines Schauspielers, angelehnt an das heurige Thema „Kathedralen der Demokratie“, erklingen mitten aus den Zuschauern links und rechts kleine Grüppchen des Litschauer Chors und singen, begleitet von der Stadtkapelle „Die Gedanken sind frei“. Danach geht es auf direktem Weg wieder zurück ins Strandbad. Die Intention war eh in Ordnung, aber ein „Stationentheater“ stelle ich mir doch etwas anders ausgeführt vor.









Aber eigentlich warte ich nur auf das Konzert von Pippa. Sie singt schwungvolle und ruhigere Popsongs, darunter ihr bekanntestes Lied „Tattoo“, das Publikum tanzt, die Stimmung ist gut, ein super Konzert, aber mein Lieblingslied singt sie nicht. Aber alles ok: https://www.youtube.com/watch?v=WWKmc_0y0ME.


Nocheinmal neun Löcher in Nova Bystrice und einen Abstecher in den kleinen Ort mit den hübsch renovierten Wochenendhäusern, Smrčná.






Jetzt hole ich gleich meinen einen Bruder vom Bus ab und dann machen wir mit Ma und Schwester noch einen kleinen Spaziergang zur alten Buche. Mit der Hitze ist es dann hoffentlich nächste Woche wieder vorbei!

 

 

Autor: freia

Geboren in Wien. Aufgewachsen in Wien und Münchendorf. Lebe in Wien und im Waldviertel.