Entspannt geht es in die letzte Urlaubswoche. Die wild aufgegangenen Stauden neben dem Gartenzaun sind schon fast mannshoch und das einzige, das bei der derzeitigen Hitze und Trockenheit wächst.
Mit R + A spielen wir eine kleine Runde in Monachus von Schattenplatz zu Schattenplatz und fahren danach zu M. nach Perslak zum Mittagessen. Da die Temperaturen drinnen angenehmer als draußen sind, nehmen wir an der großen Tafel platz und ich bestelle mir Knödel mit Ei – die besten weit und breit!
Am Abend ziehen über dem Herrensee Gewitterwolken auf, aber leider fallen nur ein paar Tropfen Regen.
Auch die Teichbesitzer kämpfen mit den klimatischen Bedingungen, denn den Zandern, Hechten und sogar Karpfen wird es in den seichten Teichen viel zu heiß. Daher gibt es auch immer wieder auffällige und kreative Wasserentnahmen aus kleinen, zum Teil schon trockengefallenen, Bächen und Zuläufen. Tom kontrolliert aus diesem Grund mit G. rund um Waidhofen einige mitgenommene Zuflüsse seiner Thaya-Reviere und beschäftigt die Behörde. Die Mohnkapseln scheinen mir heuer ebenfalls kleiner als sonst zu sein.
Am Thayatalradweg verströmt eine – leider geschlossene – Jausenstation Griechenlandfeeling und nachdem es erneut ein sehr heißer Tag ist, zieht es uns am späten Nachmittag wieder ins Strandbad.

Endlich kommt der Regen. Dieses Mal zieht das Gewitter nicht am nördlichen Waldviertel vorbei und es regnet ein paar Stunden lang. Das ändert zwar nichts an den verbrannten Wiesen und den herbstlich verfärbten Birken, aber die Regentonne ist wieder voll und die oberste Erdschicht in den Beeten gut durchfeuchtet. Wir schauen bei meiner Tante in Eggern vorbei und retten eine Ahorn-Rindeneulen-Raupe aus einem Golfloch.
Am Freitagvormittag ist nach langem wieder Zeit für einen Besuch im Friseursalon Böhm, wo mir die Chefin höchstpersönlich die Spitzen abschneidet. Am Nachmittag spielen wir mit meiner Schwester ein paar Schläge Tennis. Sie hat trotz langer Pause nichts verlernt! Mit meinen Tennissocken versuche ich mich schön langsam wieder auf die Arbeit einzustimmen.

Im Strandbad ist schon alles für das Theaterfestival „Hin und Weg“ bereit, das dieses Jahr unter unter dem Motto „Schuld und Schönheit“ steht.
Da Tom nocheinmal nach Waidhofen muss, schaue ich zum samstäglichen Vormittagsprogramm an den See. Katharina Stemberger lädt zur morgendlichen Teelöffel-Lounge und liest Ovid. Ich verliere schon nach wenigen Zeilen den Faden und genieße stattdessen den herrlichen Ausblick, die nette Stimmung und eine Tasse Tee mit Milch.
Danach eröffnet die diesjährige „Artist in Residence“ auf ihrer Bratsche Fellingers Früh.Stück. Unter den Gästen die Adelsexpertin Lisbeth Bischoff, die zum Thema „Wunsch und Wirklichkeit“ Pikantes über die europäischen Königshäuser berichtet und praktischerweise an einem Bücherstand ihr neuestes Werk über King Charles verkauft.

Dann ist er da, der letzte Urlaubstag: ein bisschen Sport und ein Blick auf den Wasserstand der Teiche in Reingers. Für die Vogelbeeren bietet der heurige Sommer offenbar ideale Bedingungen.
Für die kommende Woche sind weiterhin Temperaturen über 30° C angekündigt und Abkühlung ist keine in Sicht. Um den Feiertag am 15. August falle ich heuer auch um, dafür sind wir am Wochenende bei G + E eingeladen. Darauf freue ich mich schon!
































































































































