Hauptallee, Frauenfussball im Waldstadion und Sommerende

Das Traktorrennen geflissentlich ignorierend verbringen wir einen entspannten Sonntag. Kurz vor Grametten leuchtet es lila auf einer verwilderten Wiese.


Die Kastanien entlang der Hauptallee färben sich schon braun, zu Mittag hole ich mir statt vom BILLA etwas vom SPAR drüber der Vorgartenstraße, der aber für einen Mittagsimbiss komplett unnötig ist. Dafür sind auch hier, im ursprünglicheren Teil der Leopoldstadt, die Beete vom Wiener Stadtgartenamt sehr hübsch bepflanzt.



Tom muss zu einem fischereilichen Termin an die Erlauf und dann fahren wir wieder ins Waldviertel, denn in Wien kratzen die Temperaturen schon wieder am 30er.

Für Pilze ist es derzeit viel zu trocken im Wald, dafür wachsen auf einem Stück Feld prächtige Dahlien. Zum Abendessen Fleischfleckerln mit Gurkenrahmsalat.

Die Gewitter ziehen um uns herum und uns zieht es ins Waldstadion, wo die Litschauer Frauenmannschaft ihr erstes Ligaspiel gegen Herzogenburg bestreitet. Aller Anfang ist schwer, aber der Einsatz stimmt!









Anschließend fahren wir nach Monachus, wo sich mein Ball so tief im Bunker vergräbt, dass ich ihn nur mit Mühe wieder herausbekomme!

Meterologisch ist der Sommer morgen vorbei. Wettermäßig scheinen wir jedoch in einen sonnigen und warmen Herbst zu gehen. 

 

Strohballenzeit, in Hardegg und zweimal Essen bei Freunden

Am Nachmittag hole ich meinen Bruder vom Bus ab und bringe ihn nach Eggern. Nach der Fahrt aus Wien ist ein kleiner Spaziergang genau das Richtige und gemeinsam mit Ma und Schwester spazieren wir zur „mächtigen Buche“. Auf den Feldern werden überall die Strohballen eingesammelt.













Die Ls laden schon seit ein paar Jahren als Gastgeber im Rahmen der Küchenlesungen bei Hin & Weg zu sich nach Hause ein und da auch diesmal ein bisschen was übergeblieben ist, kommen wir spontan in den Genuss eines köstlichen Restlessens. Auch ohne Lesung ein Gedicht!

Die Josefstadt wird immer grüner und verkehrsberuhigter. Nicht gut fürs Parkplatzsuchen, aber gut fürs Stadtklima.





Ich brauche einen neuen Kopfpolster, die Servietten gehen auch schon aus und daher fahren wir mit dem 5er zum IKEA am Westbahnhof. Ein Besuch der Dachterrasse ist dabei Pflicht.

Dann ein Bürotag, gefolgt von einem weiteren Homeofficetag. Es sind gerade soviele auf Urlaub, da kann ich gleich von daheim arbeiten. Zum Lunch gehen wir nach längerem wieder ins Westpol. Für das Schawarma wurde nur leider kein Fladenbrot sondern ein dicker Blätterteig verwendet. Naja.


Dann ist die Arbeitswoche auch schon wieder um und wir stehen am Golfplatz. Von den reifen Brombeeren kann ich mich fast nicht losreißen! Immer wieder streifen fremde Katzen durch unseren Garten und sobald man sich nähert, rennen sie weg. Diese hier ist jedoch zutraulich und lässt sich sogar streicheln. Ob die jemandem gehört?


Nur wenige Tage im Jahr ist die Burg Hardegg für Besichtigungen geöffnet und so machen wir am vorletzten Tag gemeinsam mit Ma und Schwester einen Ausflug in die kleinste Stadt Österreichs. Die Idee hatten allerdings nicht nur wir und nur mit Müh und Not finden wir eine Parkplatz in dem engen Talkessel. Die Burg ist eindrucksvoll, aber rasch besichtigt und so spazieren wir noch zur Brücke über die Thaya. Ab der Mitte ist schon Tschechien.























Am Rückweg kehren wir im Gasthaus Failler in Drosendorf ein und genießen Spinatknödel und Schweinsbraten. Danach machen wir noch einen Verdauungsspaziergang entlang der noch vollständig erhaltenen Stadtmauer. Sehr nett!










Am Abend sind wir gemeinsam mit G+ E bei den Ls in der Saaß eingeladen. Der Rehschlögel ist über dem offenen Feuer gegart, zur Nachspeise eine fruchtige Creme aus Weinbergpfirsichen aus dem eigenen Garten: das Essen ist köstlich und der Abend sehr nett! Zum Abschied bekommen wir – fast – noch ein Ständchen von S. auf dem Kontrabass.


Obwohl die Sonne scheint, ist es deutlich frischer geworden. In der Nacht ist es richtig kalt und die Pilze machen grad Pause. Nächste Woche sollen endlich die Hecken geschnitten werden, die Therme gehört gewartet und schnellen Schrittes geht es Richtung Herbst.

Badetemperaturen, Dreharbeiten und das Ereignis

Noch einmal schwimmen, dann ist der Urlaub vorbei. An der Strandbadkassa eine kleine Aufregung. Die Pumpe des Kinderbeckens ist kaputt, daher wird es heuer nicht mehr eingelassen – gerade vor der kommenden Hitzewelle! Ich beobachte eine Aufführung im Rahmen von Hin&Weg und denke an die Hunderten E-Mails, die mich nach dem Urlaub erwarten.







Wien ist fast noch geschlossen auf Urlaub, nichtsdestotrotz herrscht in der Früh Stoßverkehr am Ringradweg.
Der Jüngere ist den 7. Bezirk gezogen und nach einer Wohnungsbesichtigung gehen wir gemeinsam Essen. Die Lokalauswahl ist riesengroß, die Arancini dafür verhältnismäßig klein.



Im Viertel Zwei dreht SPAR mitten in der größten Hitze einen Werbespot für die Marke „Natur pur“. Da bin ich froh, dass ich ins kühle Büro kann. Falls ich im Spot im Hintergrund zu sehen bin: ich musste da durch! Nach der Arbeit treffen wir uns beim neuen Arket-Store auf der Mariahilfer Straße. Die eindrucksvolle Innenarchitektur der ehemaligen, von Adolf Loos gestalteten, Bank ist noch gut erhalten.






Die Paradeiserernte im Wiener Garten von Toms Onkel ist heuer überaus üppig ausgefallen und wir bekommen eine ganze Schachtel große und kleine, runde und lange, fleischige und knackige Tomaten. In Wien ist es so heiß, dass wir uns noch am Donnerstagabend zusammenpacken und ins Waldviertel fahren. 

Am Feiertag spielen wir in Monachus und am Nachmittag schaue ich beim Bierturnier zu. Eine Hitzeschlacht am Tennisplatz! Da geh ich lieber in den Teich, der mittlerweile angenehme 24 °C hat (und nicht 19 °C, wie der KURIER hitzegeplagten Stadtbewohnern als Abkühlung angepriesen hat) und treffe dann Familie M. auf ein Eis in der Verweilzeit.
Daheim mischt Tom ein paar Lackreste zu einem schönen Petrolton zusammen und und wir überstreichen einen kleinen IKEA-Hocker. Das Grün gefiel mir nie. Jetzt passt es.






Samstagvormittag trifft man sich am BILLA-Parkplatz und bespricht Neuigkeiten und die Vorbereitungen auf das Wochenende. An der Kassa ist die drohende Spitalsschließung in Gmünd ein Thema, aber warum auch daran die Zweitwohnsitzer schuld sein sollen, erschließt sich mir nicht so ganz. 


A. empfiehlt mir das Stück „Ich bin Ruth“ mit der bekannten Schauspielerin Claudia Kottal im Rahmen von „Hin&Weg“. Eine tragische und traurige Geschichte, aber toll gespielt und mit Texten aus Tagebüchern und Briefen. Danach treffen wir uns im Strandbad und wundern uns über die geschmalzenen Preise für Burger und Käsebrote, während wir auf den Beginn von „Das Ereignis“ warten. Was soll ich sagen: über einen Umweg mit Wurzeln und Brombeerranken stolpern wir im Finstern auf die Zetschenwiese oberhalb des Herrensees. Dort erwarten uns leises Gekratze an Instrumenten und erstmals nichts. Dann, nach dramatischen Worten eines Schauspielers, angelehnt an das heurige Thema „Kathedralen der Demokratie“, erklingen mitten aus den Zuschauern links und rechts kleine Grüppchen des Litschauer Chors und singen, begleitet von der Stadtkapelle „Die Gedanken sind frei“. Danach geht es auf direktem Weg wieder zurück ins Strandbad. Die Intention war eh in Ordnung, aber ein „Stationentheater“ stelle ich mir doch etwas anders ausgeführt vor.









Aber eigentlich warte ich nur auf das Konzert von Pippa. Sie singt schwungvolle und ruhigere Popsongs, darunter ihr bekanntestes Lied „Tattoo“, das Publikum tanzt, die Stimmung ist gut, ein super Konzert, aber mein Lieblingslied singt sie nicht. Aber alles ok: https://www.youtube.com/watch?v=WWKmc_0y0ME.


Nocheinmal neun Löcher in Nova Bystrice und einen Abstecher in den kleinen Ort mit den hübsch renovierten Wochenendhäusern, Smrčná.






Jetzt hole ich gleich meinen einen Bruder vom Bus ab und dann machen wir mit Ma und Schwester noch einen kleinen Spaziergang zur alten Buche. Mit der Hitze ist es dann hoffentlich nächste Woche wieder vorbei!

 

 

In Perslak, durch Česká Kanada und Urlaubsfinale

Langsam wird das Wetter besser und wir spielen am kleinen Platz in Monachus. Unseren Hunger stillen wir mit einem Mittagessen im Waldhotel Perslak – nicht weit vom Golfplatz entfernt. Dort gibt es die besten Knödel mit Ei weit und breit. Beim dazu bestellten Kofola werden wir es beim einmaligen Test belassen.




Im Wald rund um das Hotel blühen die Erika und ich finde sogar ein paar Preiselbeeren. Von der holprigen schmalen Straße nach Nová Bystřice zweigt links ein Weg nach Nový Vojířov ab, einem idyllischen Dorf rund um eine große Wiese mit Kirche in der Mitte. Da wurde nie etwas ohne Not versiegelt!









Tags darauf trübt es sich wieder ein und wir begeben uns mit dem Auto auf Erkundungsfahrt vor der für den nächsten Tag geplanten Radrunde durch die Teichlandschaft von Česká Kanada. 



In Tschechien findet man sehr gut ausgeschilderte Radrouten und so folgen wir bei freundlichem Wetter nach Chlum u Třeboně der 1010er nach Lutova, weiter nach Žíteč, vorbei an großen Fischteichen im Schatten alter Eichenalleen zu unserem Ziel: dem Fischstand in Stankov.






















Unser Nachbar R. kommt an den Zaun und bietet uns an, bei ihm im Garten Pflaumen zu ernten. Es sind unglaubliche viele Früchte am Baum und auch wenn sie sich nicht leicht verarbeiten lassen, verkoche ich ein Kilo zu Marmelade. Gut! Danach widme ich wieder meinem Tschechisch-Buch, denn im November soll es wieder einen Sprachkurs geben und ich möchte nicht wieder bei Null anfangen. Zum Abendessen kocht Tom wunderbare Linguine al Limone.




Dem Garten hat der verregnete Juli jedenfalls nicht geschadet – es grünt und blüht wie sonst selten im Hochsommer. Im Strandbad ist schon alles für das erste Theaterfestialwochenende von „Hin und Weg“ bereit. Ich will aber nur kurz ins Wasser, entscheide mich bei kolportierten 21 °C Wassertemperatur des Herrenseeteichs aber sicherheitshalber für den Pool. Am Abend treffen wir Ma und Schwester beim Kaufmann im lauschigen Gastgarten. Das Cordon Bleu gut wie gewohnt, die Spareribs leider weniger: seltsam mariniert und nicht vom Grill – das ginge sicherlich besser. Die Liwanzen mit Powidl und Rahm zum Abschluss  aber wieder sehr gut.











Samstagmittag machen wir uns auf zu einer Family-Grilleinladung in den Dunkelsteinerwald. Die ehemalige Jagdhütte liegt malerisch auf einer Anhöhe über einem kleinen Ort und im Wald dahinter wachsen Parasole und Brombeeren. Die Spareribs sind ungleich besser, es gibt köstliche Salate, konfierte Cocktailtomaten und einen Apfel-Crumble-Kuchen. Wir steuern Wildkäsekrainer vom Schloss Litschau bei. Sehr nett!










Eine Einladung kommt selten allein und so sind wir am Abend bei C + K eingeladen. Die Ls sind auch da und natürlich auch der liebe Levy. Unser Freund der Kochprofi verarbeitet allerlei Gemüse aus dem Garten zu – teils recht scharfen – Pickles, leichten Vorspeisen und einem runden Curry. Zum Nachtisch ein Kuchen mit schwarzen Johannisbeeren. Unter einem großen Vollmond sitzen wir lange draußen – ungewohnt in diesem bisher recht frischen Sommer.



Jetzt wo der Urlaub fast vorbei ist, wird es sonnig und heiß. Ich finde noch ein paar Steinpilze – endlich wurmfrei – und gehe jetzt nochmals schwimmen. Morgen zeitig in der Früh geht es zurück in die Stadt, aber zum Glück ist die erste Arbeitswoche nur kurz!



Budweis, unbeständiges Wetter und ein Windsor-Schloss

Die aktuellen Braunschlag-Dreharbeiten in Eisgarn führen uns an jeder Ecke zurück in die 80er-Jahre. Ich fahre zu Besorgungen nach Heidenreichstein, hole meine Ma zu einem Arztbesuch ab und wir nutzen die Gelegenheit und lassen bei Dr. Fraißler in Litschau unseren Zeckenschutz auffrischen. 






Im Wald finde ich die ersten – leider zum großen Teil wurmigen – Steinpilze und da wir die nächsten ein, zwei Tage auf Sport verzichten sollen, machen wir einen Ausflug nach Budweis – eine sehr hübsche Stadt an der Moldau. Wir erklimmen die steilen Stufen im schwarzen Turm und werden mit einem schönen Ausblick auf den nahezu quadratischen Stadtplatz belohnt.































Am Mühlteich blühen noch immer die weißen Seerosen und gleich bei der Grenze in Grametten steht ein schönes Sonnenblumenfeld. Das Wetter ist wie in Irland ein ständiger Wechsel aus Sonne und Wolken und jede Minute muss man mit einem Gewitter rechnen. 

In perfektem Zustand präsentiert sich der Golfkurs Mnich bei unserer Runde Mitte der Woche. Zum Abendessen gibt es einen überbackenen Karfiol.







Am Waldrand finde ich ein paar Parasole und werfe nach langem wieder einmal die Angel aus. Jemand hat eine Buddhafigur auf eine Bank an einem Rastplatz im Wald gesetzt.





Am Samstag wollen wir wollen wir erstmals eine „Easy-Nine-Runde“ in Haugschlag spielen, aber leider macht uns ein heftiges Gewitter einen Strich durch die Rechnung. Die Bolognese vom Vortag gibt es mit einem Kleckser Rahm auf Braterdäpfel – auch gut!




Im Reiseführer „111 Orte in Südböhmen die man gesehen haben muss“ finden wir zwei Ausflugstipps nur eine halbe Stunde entfernt. Zuerst fahren wir nach Český Rudolec mit einer Schlossruine im Windsor-Stil und weiter zu einem Jüdischen Friedhof, versteckt im Wald. Von d

ort ist es nicht weit nach Dačice mit einer für die Gegend typischen Schrebergartensiedlung (und wieder einem Turm mit engen, steilen Stufen zu einer Aussichtsplattform) und da es nur noch wenige Kilometer sind, fahren wir gleich weiter nach Telč, einem der „romantischsten Orte Böhmens“.
























Noch eine Urlaubswoche liegt vor uns. Ich freue mich auf einen Radausflug und vielleicht schauen wir zum Spritzerstand nach Reingers. Das Plakat sieht jedenfalls schon mal sehr vielversprechend aus!