Kirschblüte, Karpfen und am Beet.

Und dann ist das Osterwochenende auch schon wieder vorbei. Ein letzter Blick auf Kirschbaum und Tulpen – dann fahren wir zurück nach Wien.

Ich habe in Litschau und Wien ein paar Bücher ausgemustert, die ich in den öffentlichen Bücherschrank in der Albertgasse bringen möchte. Wir machen daher noch eine Runde durch den Achten. Im Park blühen bereits der Flieder und die Kastanien. Auch das Beet in der Lange Gasse ist hübsch gestaltet.

Nach der Arbeit treffe ich M, besuche eine Veranstaltung und dann ist die kurze Arbeitswoche auch schon wieder vorbei. Bei der Rauffahrt machen wir einen Stopp im Baumarkt in Horn und in der Gärtnerei in Heidenreichstein. Im Garten leuchtet gelb der Ginster, es hat nach dem sommerlichen Osterwochenende deutlich abgekühlt, nur der angekündigte Regen lässt weiter auf sich warten. 
Zum Abendessen braten wir uns eine Kalbsleber.

Den nächste Vormittag widmen wir der Gartenarbeit. Wir pflanzen Salat, Mangold, Sellerie sowie Kohlrabi und säen Karotten und Radieschen aus. Nach Anregung im Gartenheft vom SERVUS-Magazin füllen wir eine Schale mit Steinen, Moos, Bockerln und Holz und schaffen so eine Tränke für Insekten. Der erste Gast ist allerdings ein kleiner Vogel – dabei steht die Vogeltränke nur ein paar Meter weiter! 

Das Kräuterbeet
Das Gemüsebeet

Am Nachmittag fahren wir an die Teiche in Reingers und werfen vom Damm die Angeln aus. Nach wenigen Minuten schon der erste Biss! Eine kleine Rotfeder, die wir schonend zurücksetzen. Dann ein Zupfer an Toms Angel, der Bissanzeiger fährt in die Höhe, die Schnur läuft von der Rolle – ein Karpfen hat sich das Maiskorn geschnappt. 

Es beginnt leicht zu tröpfeln und als der Regen stärker wird packen wir unsere Sachen zusammen und fahren nach Hause. In Litschau dürfte ein kräftiger Regenguss niedergegangen sein, auf der Straße stehen Lacken und als die Sonne rauskommt, leuchtet der Garten wie erfrischt.  

Tom filetiert den Karpfen und endlich können wir unser Vakuumiergerät testen. Einfach zu bedienen und super praktisch für solche Fälle. Die Hälfte wird fein säuberlich verschweißt und eingefroren (“catch&freeze”, wie unser Fischerfreund F gerne sagt), die andere Hälfte braten wir serbisch gewürzt. Dazu gibt es Brennesselspinat und Fladenbrot. Unglaublich gut!

Recht unwirtlich ist es Sonntagfrüh. Schwarze Wolken hängen am Himmel und es weht ein kalter Wind.

Die Woche über soll es etwas mehr regnen – dringend notwendig für die Landwirtschaft, die Teiche und die Wälder – und für Dienstag sind sogar Unwetter angesagt. Ein Klassiker nachdem wir die Beete bestellt haben. Auch unsere Nachbarin stellt jedes Jahr resigniert fest, dass man es im April kaum erwarten kann etwas anzupflanzen und dann kommt im Mai der Hagel und macht alles zunichte. Aber vielleicht wird es ja nicht so schlimm!
Wieder packen wir die Fliegenangeln ein, denn am Feiertag wollen wir das nächste Salmonidenrevier der ÖFG besuchen. 

 

Autor: freia

Geboren in Wien. Aufgewachsen in Wien und Münchendorf. Lebe in Wien und im Waldviertel.

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