Der Wurm im Stephansdom, beim Sodoma und im Bärlauchwald

Bevor wir am Sonntagnachmittag wieder nach Wien fahren, füllen wir noch einmal die Vogelhäuschen an. Sofort findet sich der Buntspecht (ist laut einer Facebook-Freundin eine Dame) ein und verursacht eine riesen Sauerei.
Wir fahren über Vestenötting und das Kamptal hinunter. Zum Abendessen gibt es Gnocchi mit Erbsen und Lachs.

Coronabedingt ist in der Innenstadt wenig los und so beschließen wir, uns den Wurm im Stephansdom anzusehen. In einer Ecke draußen am Platz steht ein großer Thermophor, dessen Symbolik sich uns nicht ganz erschließt.

Im Büro holen wir den Heringsschmaus nach, am Heimweg fange ich den Stefflblick von der Josefstädterstraße ein und einmal kochen wir Fisch mit Linsen. Lustigerweise hat meine Mama am selben Abend die gleiche Idee mit den Linsen.

Wir gönnen uns das gute und günstige Mittagsmenü im Pholokal – und da wir dieses Wochenende in Wien bleiben, machen wir am Freitagnachmittag eine Runde durch die Stadt. Auch in den Parks und auf der Rotenturmstraße ist wenig los. Es blühen schon die Krokusse. Beim Paremi in der Bäckerstraße kaufen wir ein knuspriges Baguette und gehen vis à vis ins Café Alt Wien auf einen Espresso und eine fast schon puddingartig dicke Heiße Schokolade.
Zum Abendessen gibts würzige Lammkotelettes und griechischen Bauernsalat. Dazu passt das Baguette perfekt.

In Wien sind wir geblieben, weil C + K fragten, ob wir nicht am Samstag mit zum Sodoma in Tulln kommen wollen. Da sagen wir nicht Nein und so treffen wir uns am späten Nachmittag in Spittelau bei der Schnellbahn. Vorbei an den Stelzenhäusern an der Donau, der Kritzendorfer Au und wilden Industrieruinen fahren wir nach Tulln und spazieren nur ein paar Minuten über den völlig unwürdigen Egon-Schiele-Weg zum Gasthaus. Nachdem K. Gast seit fast der ersten Stunde war, werden wir vom Wirt herzlich begrüßt und genießen einen wunderbaren Abend mit Matjes, Ochsenschlepp, Kalbsleber, Grammelknödel, Beuschel, Käse und Topfenknödel. Dazu guter Wein. Satt und zufrieden fahren wir mit dem Zug wieder zurück nach Wien. Ein super Ausflug!

Sonntagvormittag fahre ich zum Nougat. Die Tierärztin ist gerade im Stall und versorgt ein verletztes Pferdeauge. Dabei wird auch Nougats Fellproblem kontrolliert und über die weitere Behandlung entschieden. Zum Reiten komme ich so wieder nicht, aber zumindest weiß ich ihn in guten Händen. Der Wienerwald ist über und über mit Bärlauch bewachsen und ich pflücke ein paar Blätter für ein spätes Frühstück.

Jetzt muss ich gleich den Tisch decken und mich schon fertig machen, denn am Abend feiern wir den Geburtstag des Jüngeren. Nächste Woche bin ich noch einmal als Schöffe am Gericht geladen und dann bin ich schon gespannt, ob auch oben im Waldviertel schon die Krokusse blühen.

 

 

Autor: freia

Geboren in Wien. Aufgewachsen in Wien und Münchendorf. Lebe in Wien und im Waldviertel.

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