Abkühlung am Fluss, Fest im Prater und Ritt zur Mostalm.

Dann ist das Pfingswochenende auch schon wieder vorbei. Wir fahren am Heimweg nach Wien noch bei Ma und H vorbei und besichtigen Lupinenmeer, Schmetterlingswiese und Baustelle. Kurz nach Eggern kommen wir an einem endlos scheinenden Mohnfeld vorbei, womit ich hier bei uns heroben gar nicht gerechnet hätte. Umso schöner der Anblick.

In Wien wird es mit jedem Tag heißer und die Radkolonnen länger. Auf manchen Brücken und bei mancher Ampel staut es sich schon richtig am Radweg. Der Austria Campus ist im Fertigwerden und die Hochhausfassaden spiegeln sich in den Fronten. E-Scooter stehen und liegen in immer größerer Anzahl bald an jeder Ecke. Zum Abendessen gibt’s Salat. 

Tom präsentiert im Rahmen der jährlichen Hauptversammlung den umfangreichen Tätigkeitsbericht der ÖFG1880 (Kurse für Groß und Klein an den Gewässern, neues aus den Revieren, Fliegenfischertag, Messeteilnahmen, die Aktivitäten der Fishing Ladies, Renaturierungen und Gewässerreinigungen und viel Angelvergnügen das ganze Jahr über). Da wir am Wochenende in Wien bleiben, testen wir Freitag Abend mit den Kindern das neue persische Lokal Arezu in der Florianigasse. Die Vorspeisen sind teils außergewöhnlich (Oliven in einer süßlichen Melasse aus Walnüssen und Granatapfel), die Hauptspeisen teils gut, teils zum Vergessen. Auch wenn in der persischen Küche die Vorspeisen üblicherweise vegetarisch und kräuterlastig sind und das Hauptgericht aus einem gegrillten oder gechmorten Stück Fleisch besteht, ist es doch enttäuschend, dass das einzige vegetarische Gericht auf der Karte nur aus Soße und Reis besteht. Danach noch ein Treffen mit alten Freunden im Miles Smiles, das wir aber hitzebedingt relativ früh wieder verlassen.

Für Samstag haben wir einen Fliegenfischtag an der Pielach geplant. Es ist bewölkt und schwül, aber am klaren Fluss herrlich erfrischend. Immer wieder tauche ich Arme und Füße ins Wasser – eine angenehme Abkühlung nach den Hitzetagen in der Stadt. Die Forellen beißen fleißig und zwei nehmen wir mit. Zu Mittag gönnen wir uns Wiener- und Pariserschnitzel im Gasthaus Strohmaier.
Zufrieden fahren wir am Nachmittag wieder nach Wien zurück und dann geht es schon in “den Garten” im Prater, wo Cousine Us Geburtstagsfest stattfindet. Es weht ein leichtes Lüftchen, es gibt Gutes vom Grill und ich treffe Family und alte Schulkollegen. Nett!

Am Sonntag besuche ich Nougat auf der Rieglerhütte. Obwohl ich leider nur noch selten zum Reiten komme, freue ich mich umsomehr, dass mir Nougat auf der Koppel bereits entgegenkommt. Ich nehme erst den üblichen Weg rauf zur Sophienalpe und beschließe dann weiter zur Mostalm zu reiten. Der Reitweg durch den Wald ist verschwunden und die früher so schöne Galoppwiese kurz vor dem Ausflugslokal völlig zugewachsen. Ich erkenne die Gegend fast nicht wieder. Trotzdem ein wunderschöner Ausritt durch den grünen Wienerwald.

Heute ist es schon etwas kühler als die letzten Tage, am Abend sollen Gewitter kommen und die kurze Arbeitswoche wird hoffentlich nicht so heiß wie die letzte. Am Mittwoch ist Party am Badeschiff und dann fahren wir über das lange Wochenende ins Waldviertel. Ich freu mich auf den Garten und die sicherlich schon blühenden Rosen!

Steinkreis, im Park und ein vollgepacktes Osterwochenende

Schon lange möchte ich mir die “Große Basilika” http://www.waidhofen-thaya-stadt.at/Grosse_Basilika_2 in Waidhofen an der Thaya aus der Nähe ansehen. Ein Steinkreis, der leider für mich so gar nichts mystisches ausstrahlt, der Sitzplatz schaut ein bisschen nach Rastplatz an der Autobahn aus, dafür erinnert einer der Dioritsteine an eine Seekuh.

Eine versteinerte Seekuh? 

Die Karwoche ist sonnig, kühl in der Früh und wird immer milder. In den Parks blüht es, es wird geklettert, Tischtennis gespielt und geboxt.

Bob Dylan spielt im Konzerthaus und obwohl wir erst letztes Jahr in der Stadthalle waren, haben wir uns wieder Karten besorgt. Das Ambiente ist ungleich schöner, die Band spielt großartig – ein wunderbares Konzert bis auf den ob der Nichteinhaltung des Fotografierverbots sehr erbosten und fast über einen Lautsprecher stolpernden Künstler. Nach dem Konzert nehmen wir mit C+K, die sich das Konzert ebenfalls nicht entgehen lassen wollten, noch einen kleinen Imbiss im Dstrict im Ritz-Carlton, der neuen Wirkungsstätte von Christian Petz.

Mein Heimweg führt entlang der lila Tulpenbeete und den gut besuchten Lokalen am Donaukanal. Ein Geschäftstermin bringt mich nach Strebersdorf, wo an einem kleinen Teich ein Schwan im Schilf nistet.

Auch die alte Freundesrunde trifft sich wieder einmal, dieses mal ist sogar Besuch aus Deutschland dabei. Seit vielen, vielen Jahren findet zweimal jährlich ein deutsch-österreichisches Fußballturnier statt und mittlerweile haben manche ihren Einsatz vom Feld an den Wutzler verlagert.

Am Donnerstag schauen wir noch am Ostermarkt auf der Freyung vorbei und kaufen ein Stück Osterschinken beim Seebauer vom Gleinkersee. 

Das lange Osterwochenende ist strahlend schön und warm. Im Garten blühen die Kirschbäume und die Vergissmeinicht. Nur ist es leider schon wieder viel zu trocken. Am Feld nebenan produziert der Bauer mit seinem Traktor eine riesige Staubwolke, die es über unseren Garten weht.

Mit Cousine A. mache ich eine Runde um den See und am Abend braten wir uns ein  Zanderfilet mit Linsen. Der Vollmond leuchtet über Litschau.

 

Am nächsten Morgen spielen wir die erste Runde Golf des Jahres. Trotz Osterwochenende ist wenig los, was uns aber gar nicht stört. Am Nachmittag besuchen wir die L’s. Hinter ihrem urigen Häuschen, der ehemaligen Dorfschule blüht weiß der Sauerklee und über dem Feld zieht eine eine kleine Windhose. Am Weg zurück treffen wir den Osterhasen und dann müssen wir uns schon für den Abend fertig machen, denn bei Ma und H. gibt es einen Lammbraten! Meine Geschwister sind auch heroben und kurz schauen wir noch auf einen Sprung bei den Ms vorbei, denn R + I sind zu Besuch. An diesem Wochenende könnten wir uns vierteilen!

Das prächtige Wetter hält weiter an und für Sonntagfrüh haben wir eine Stunde am neu in Schuss gebrachten Tennisplatz reserviert. Es ist wie im Urlaub! Am Nachmittag streichen wir die letzten Gartenmöbel, ich genieße eine Stunde im Liegestuhl und dann geht es schon zur nächsten Einladung – Osterkitz bei C + K. Geht’s uns gut!

 

Schwarzstorch auf der Pferdekoppel

Nächste Woche möchte ich eine Schale für eine Insektentränke besorgen, ich treffe mich mit M. und ein Geburtstag wird gefeiert! Hoffentlich regnet es wie angekündigt etwas.

 

Wien nach dem Marathon, Wald und das Palmwochenende

Sonntagnachmittag drehen wir bei traumhaftem Frühlingswetter eine Runde mit dem Rad durch die Stadt. Der Ring ist nach dem Marathon noch für den Autoverkehr gesperrt und es ist herrlich ruhig obwohl viele Leute unterwegs sind. Überall blüht es und sogar der Würstelstand in unserer Gasse, der es auch schon in den Tatort geschafft hat, hat für einen Tag wieder offen.

Mit dem Rad erweitert sich der Radius auf dem Heimweg. Meist fahren wir durch den Siebten, wo es immer wieder etwas zu entdecken gibt. Die E-Scooter werden immer mehr und nicht immer stehen sie so in Reih in Glied, wie nach der Auslieferung in der Früh.

 

Das Salzburger Land präsentiert in der Meierei im Stadtpark die neue Tourismusstrategie mit dem Kernthema “Wald” (“Einatmen/Ausatmen”), nachdem man erkannt hat, wie positiv sich der Wald auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirkt. Motivforscherin Karmasin berichtet dazu über ihre Erkenntnisse und ich frage mich, warum das Waldviertel nicht mehr aus seinem Herzstück macht.
Am Abend treffen wir uns mit den Kindern in der Pizzeria La Spiga – die Pizza ist sehr gut, die Lasagne leider nahezu ungenießbar.

 

Heroben sind die Magnolien vor dem Litschauer Schloss wieder etwas weiter aufgeblüht. Im Garten zeigen sich mehr und mehr Blüten und Blumen und auch die Vergissmeinnicht starten in die Saison. 
Zum Abendessen machen wir uns gebackene Hühnerleber mit Erdäpfelsalat.

Samstagfrüh besuchen wir erst den nach der Winterpause wiedereröffneten Bauernmarkt, fahren dann zum Fischmarkt nach Heidenreichstein – wenige Standeln und ob der frühen Uhrzeit noch wenig Besucher – holen Biernachschub aus Tschechien, bekommen von W. den reparierten und lackierten Brunnenaufsatz zurück (Danke!)  und schauen dann noch in das Zelt der Gewerbemesse in Litschau. 
Am Bauernmarkt gibt es schon den ersten Marchfelder Spargel und da schlagen wir zu, denn am Abend kommen R + A. Die Nachspeise – Kokos-Panna-Cotta mit Ananasmus nach einem Rezept aus der Kurier Freizeit – gelingt nicht so, wie ich mir das vorstelle. Die Kokosmasse hat sich leider getrennt. Die Veilchen aus dem Garten und das Mus schmecken jedoch sehr gut.

Der Blick aus dem Fenster am nächsten Morgen zeigt leichten Schneefall. Es hat 1,5 °C und aus der Natur sind fast alle Farben gewichen. Am Braunaubach wachsen Buschwindröschen.

Nächste Woche spielt Bob Dylan im Konzerthaus, die alte Freundesrunde kommt zusammen und dann ist endlich Ostern!

Sonnenuntergänge, Frühlingsblumen und beim Streicher

Sonntagabend braten wir uns die Forellen aus der Fischa. Mit Petersilerdäpfel und Salat ein köstliches Gericht.

Das Highlight der Woche ist mein Einsatz als Schöffin am Landesgericht Wien. Weit hab ich es nicht von zuhause, aber die lange Schlange an der Securityschranke lässt mich kurz befürchten, dass ich zum Termin zu spät komme. Aber ein Ordner winkt die Schöffen nach vorne. Die Erleichterung ist nur kurz, denn nun gilt es endlose Gänge bis zum Verhandlungssaal zu überwinden. Dann geht alles recht schnell – die Richterin möchte die Verhandlung rasch abwickeln. Der Angeklagte ist geständig und kommt mit einer bedingten Strafe davon. Abgesehen vom Verschulden des Verurteilten stellt sich der Richterin und uns Schöffen die Frage, wie leicht man in Österreich Firmen gründen und Linke drehen kann und wie lang es dauert, bis z.B. eine Krankenkasse fehlende Zahlungen meldet. 

Die Tage werden merkbar länger. Die Abendsonne fällt malerisch auf das Rathaus und geht in leuchtendem Rot am Ende der Ausstellungsstraße unter.
Im Potstill im Achten erstehen wir einen 21jährigen Glenfarclas. Eine erstaunlich lange Zeit im Fass …

Nach einem Wochenende Pause fahren wir am Freitag wieder ins Waldviertel. In Wien blühen die Forsythien, heroben nicht. Im Garten recken nur die Schneeglöckchen, die Veilchen, die Märzenbecher und die Primeln ihre Köpfe aus dem Boden.

Im Gasthaus Streicher in Vestenötting findet das Aufsehertreffen des Fischereivereins Waidhofen statt. Die Reviere an der Thaya werden gemeinschaftlich mit der ÖFG bewirtschaftet, daher kommen wir auch in den Genuss von Karpfen und den berühmten Fleischknödeln.

Während ich noch schlafe, fängt Tom den Morgennebel ein. Beim Weckerlholen zeigt sich aber bereits blauer Himmel über Litschau. Die Stürme der letzten Wochen haben einige Birkenäste im Garten verteilt und auch noch einige Tannenzweige von den Beeten und vom Christbaum sind zu entsorgen. Wir werfen daher den Häcksler an.
Obwohl ich jeden Winter die Außenwasserleitung entleere und absperre, hat der Frost den Wasserhahn gesprengt. Während ich mich noch ärgere, fährt Tom einen neuen besorgen.
 Weil wir den alten nicht abbekommen, kommt der Chef des lokalen Installateurbetriebs persönlich vorbei und löst ihn mit zwei großen Zangen. Super Service!

Am Nachmittag packen wir unsere Karpfenruten und setzen uns in die Sonne am Mühlteich.

Wir wollen nicht mehr einkaufen gehen und deshalb kochen wir, was die Gefriertruhe für uns bereit hält. Wir braten uns ein Stück Schweinskarree und dazu gibt es Steinpilze vom letzten Herbst und Semmelknödel. Tom zaubert eine wunderbare Kruste!
Ich hole mein Stativ aus dem Keller und versuche den abnehmenden, aber immer noch großen Mond einzufangen.

Obwohl ein weiterer schöner Tag angesagt war, wache ich Sonntagfrüh bei dichtem Nebel auf. Er hängt tief im Wald und über den Teichen. Nochmals fischen freut uns nicht, daher widmen wir uns der Pflege der Gartenmöbel. Beim Zeitungsholen entdecken wir einen späten Rothko gleich bei der Ortseinfahrt.

Am Abend spielt Österreich gegen Israel und wieder steht das Nationalteam an einem Punkt wo es gewinnen “muss”. Hoffentlich tut es das auch. 
Nächste Woche feiern wir unseren Hochzeitstag in einem der besten Restaurants Wiens und am Wochenende bekommt die Thaya Fische aus den Teichen der Schlossfischerei. Das Wetter zeigt weiterhin ein auf und ab.

 

Rothko, Bärlauchwald und Fliegenfischen

Wir werfen einen kurzen Kontrollblick auf die Thaya in Vestenötting bevor wir nach Wien zum Geburtstag des Jüngeren fahren. Prächtig blüht der Winterschneeball und köstlich schmecken Ragout und Mohntorte.

Ob die Kräne über dem Nordbahnviertel je verschwinden werden? Der Blick im Abendlicht aus dem Bürogangfenster ist nichtsdestotrotz malerisch. Der tolle Akkordenspieler in der U-Bahnstation bei der Oper animiert die Leute zum Tanzen, aber ich kann leider nicht lange zuhören, denn wir wollen die Weinviertler DAC-Verkostung in der Hofburg besuchen. Unglaublich wieviele Winzer es alleine im Weinviertel gibt und unglaublich, welche Menschenmassen sich durch die Räume wuzeln.

Am nächsten Abend spazieren wir über den Nachmarkt und vorbei am Haus des Meeres nach Hause. Zum Abendessen kochen wir uns ein Geselchtes und am nächsten Tag muss ich schon wieder zum Naschmarkt, denn ich habe einen Frühstückstermin im Neni. Faszinierend, wie man mit Eierspeis (Shakshuka) und Haferschleim ein ganzes Lokalimperium aufbauen kann.

Im Stephansdom kann man aktuell eine Kunstinstallation bewundern, die wir uns am Mittwoch ansehen und gleich am nächsten Abend nützen wir die langen Öffnungszeiten im KHM für einen Besuch der Sonderausstellung über Mark Rothko. Manch Besucher hat sich scheint’s vom Farb- und Musterschema des Malers inspirieren lassen.
Der diesmalige U-Bahn-Star bringt mit seiner Darbietung sogar Hunde zum heulen.

  

Freitagnachmittag besuchen wir kurz die “Wohnen & Interieur” in der Messe Wien – das Schönste sind die alten Autos zum Mieten – bevor wir uns schick machen für Ms Geburtstagsparty in der Palme, einer legendären Disco im 9. Ein DJ spielt Hits aus den 80ern und es wird gefeiert und getanzt.

 

Unser Wochenende in Wien fällt ideal mit dem Start der Salmonidensaison in den Fliegenfischgewässern der ÖFG zusammen. Wir fahren daher an die Fischa und werfen unsere Fliegenruten aus. Beim Schloss in Pottendorf beißt jedoch nicht wie erhofft eine Forelle sondern ein dicker Karpfen! Damit hab ich wirklich nicht gerechnet, dass die mir aus dem Waldviertel bis in den Süden Wiens nachkommen. Wir wechseln daher den Revierabschnitt, fischen im klaren Wasser an naturbewachsenen Flussabschnitten weiter und fahren zufrieden mit drei Regenbogenforellen nach Hause.

Die Forellen gibts aber erst am nächsten Tag, denn am Abend feiern wir bei köstlichen Backhenderln, Nusstorte und Schwedenplatzeis den Geburtstag meiner Brüder bei Ma und H.

Kein Sonntag in Wien ohne Besuch bei Nougat. Im Wienerwald ist alles voller Bärlauch. Wir bleiben lieber abseits der Wanderwege wo sich an diesem milden Tag Spaziergänger, Hunde und Mountainbiker drängeln.

So eine vollgepackte, schöne, lustige und kulturelle Zeit! Nächste Woche darf ich als Schöffe zu Gericht, mein Rad sollte ich aus dem Winterschlaf holen und am Freitag findet ein fischereiliches Treffen im Gasthaus Streicher in Vestenötting statt, wo es die weithin berühmten Fleischknödel gibt.