Jahreswechsel, Eisschwimmen und kaum Schnee

Sonntagnachmittag mache ich noch eine Runde um den See, bevor G + E zum Abendessen und zum Bauernschnapsen vorbeikommen. Heuer haben wir so selten gespielt, das müssen wir nächstes Jahr unbedingt ändern!

Die Silvesterwoche beginnt frostig und es liegt ein bisschen Schnee. Die Teiche sind von einer dünnen Eisschicht überzogen. Da passt es gut, dass meine Mama die Sauna einheizt. Am Abend trifft sich der Tennis Club Litschau im Gasthaus Weber zur Jahreshauptversammlung um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und die Pläne fürs nächste Jahr zu besprechen. Viel ist unter der jetzigen Vereinsführung bereits geschehen und nächstes Jahr geht es mit neuem Zaun, Flutlichtanlage und  Logo munter weiter.

Dann ist Silvester. Wir können endlich H. aus dem Spital abholen und feiern den Jahreswechsel bei C + K mit Austern, Kaviar, Champagner und Gitarrespiel! Nach Mitternacht bekommen wir noch Linsen als Glücksbringer fürs neue Jahr serviert.

 

Strahlender Sonnenschein begrüßt uns zu Neujahr. 

Zu Fuß machen wir uns auf zum Eisschwimmen im Herrensee, einer ganz neuen Veranstaltung in Litschau. Wir sind überrascht, wie viele Zuschauer gekommen sind und jede Menge Teilnehmer haben sich angemeldet. Die Veranstalter mussten die Strecke vom Eis befreien, das Wasser und die Luft haben 2 °C und einer der Unerschrockenen gönnt sich sogar noch ein Jolly vor dem Start!

Es bleibt weiter frostig, aber leider schneelos. Am Herrensee ist eine besonders zauberhafte Winterstimmung.

Mein Papa und M. sind vom Weihnachtsurlaub unter Palmen zurück und so fahren wir sie besuchen. Zwischen Wiesmaden und Immenschlag hat man einen schönen Ausblick über Klein Zwettl und Gastern. Nur der Blick auf die hübsche Wehrkirche ist durch nicht so schöne Hallen und Silos etwas verschandelt – daher kein Foto.
Die von Papa mit bekannten Kunstwerken bemalten Granitsteine im Garten sind überarbeitet und neue sind hinzugekommen.

Nichts los ist an den Teichen, denn die Saison für Zander und Hecht ist mit Jahresende vorüber und Karpfen lassen sich durch das Eis schlecht fangen. Im Garten müssen wir fast täglich die Futterhäuschen auffüllen, denn es herrscht reger Andrang. Wir zünden in der Kirche ein paar Kerzen an, bewundern die kunstvoll geschnitzte Krippe und kochen zum Abendessen Erdäpfelgulasch.

Am nächsten Abend laden wir M, S und F zum Essen ein – es gibt Paprikahendl und eine Birnen-Schoko-Haselnuss-Blätterteigtarte. Davor eine köstliche Räucherforelle von der Schlossfischerei und Toms selbstgemachten Hühnerleberaufstrich. Wir überlegen, wie wir die Bekanntheit und den Absatz für Schafmilchjoghurt und Lammfleisch des Biobauernhofes der Familie Österreicher steigern können – daher nochmals die Info an alle, die Topqualität suchen und lieber Lammfleisch direkt aus dem Waldviertel und nicht aus Neuseeland beziehen möchten: https://www.naturleben.at

Am Abend hat es leicht zu schneien begonnen, aber die Schneedecke am nächsten Tag ist nur sehr dünn. Ich putze den Christbaum ab und verstaue den Schmuck für ein Jahr wieder im Keller.

Zwei Wochen Weihnachtsurlaub sind wie nichts vorüber gegangen, wir haben mit der Familie gefeiert, Freunde getroffen, gut gegessen, viel gelesen und teilweise bin ich sehr entspannt mit der Couch verschmolzen.
Das neue Jahr beginnen wir gleich mit einem Besuch des neuen Programms der Staatskünstler und das erste Treffen der Radagendagruppe in der Josefstadt findet an neuer Location und hoffentlich unter Teilnahme einiger Bezirksräte statt.

Ich wünsche allen ein gutes und gesundes 2020!

Schaf, Weihnachten und Neuhaus

Gemeinsam mit den Kindern holen wir am Nachmittag den Christbaum aus Klein-Pertholz und das Lammfleisch vom Biohof Österreicher in Wielings. Zu lange darf man sich die süßen Lämmchen jedoch nicht ansehen. Über den Betrieb und Lamm Browny gibt es sogar einen Beitrag auf Servus TV: https://www.servustv.com/videos/aa-21djn24ah2112/
Vor der Kirche werden Punsch und Glühwein zugunsten der Litschauer Betriebe ausgeschenkt und da genehmigen wir uns einen Becher, bevor wir zuhause auf besonderen Wunsch von J. Karpfenlaibchen zubereiten. Köstlich!

Während wir am 23. Dezember den Baum aufputzen beobachten wir zwei Rehe im Garten, die sich über das Fallobst beim Kompost her machen. Trotz Zaun sind sie in den Garten gekommen!

Zu einer Herrenseerunde lassen sich die Kinder diesmal nicht mehr motivieren, daher zeige ich ihnen die mächtigen Steinformationen im Dachsengraben und den idyllischen Richterteich. Für eine Instastory durchaus herzeigbar!

Am nächsten Tag ist Weihnachten. C. und die Zwillinge reisen an, das Lamm schmurgelt im Topf und mit Kaviar, Trüffelpasta, Waldviertler Knödel und Panna Cotta feiern wir bis spät in die Nacht.

Nach einem ausgiebigen Frühstück reisen unsere Gäste ab und wir fahren an die Teiche. Ich probiere es ein paar mal mit einem grünen Gummifrosch und zu meiner großen Überraschung habe ich einen Biss! Jetzt nichts falsch machen. Ich halte die Spannung, kurble vorsichtig, Tom hilft mir mit dem Kescher und endlich habe ich nach längerer Durststrecke einen Zander gefangen. Während Tom weiterfischt, spaziere ich eine Runde um den Teich. Am Zulauf beim Campingplatz trifft eine grüne auf eine türkise Wasserfärbung.
Am Abend feiern wir bei meiner Ma weiter Weihnachten. Meine Geschwister sind heroben, nur H. fehlt leider, der in der Früh überraschend ins Spital musste. Alles Gute! 

 

Den Stefanitag nutzen wir für einen Ausflug nach Jindrichuv Hradec. Zum Abendessen gibt’s Restln.

Wir bringen meine Geschwister zum Bus, werfen einen kurzen Blick auf die Bienenstöcke, die der Imker bei meiner Ma aufstellen durfte und fahren nach Heidenreichstein zum Einkaufen. In Loimanns läuft ein großer Fuchs über das Feld und über die Straße.
Cousine A. ist heroben und nach einer gemeinsamen Herrenseerunde verspeisen wir den Zander mit Petersilerdäpfeln.

Wie angekündigt schneit es endlich und Wald und Garten sind leicht angezuckert. Am Nachmittag schauen wir einen Sprung zum Winterfeuer in der Saaß. Das Holz ist durch die Regen- und Schneefälle der letzten Tage so durchnässt, dass sie Mühe haben, das Feuer in Gang zu bringen. Es ist so kalt, dass wir nicht abwarten, ob der montierte Krampus (?) dann auch wirklich verbrannt ist.

Heute haben wir G + E zum Essen eingeladen, morgen zeitig in der Früh hat sich der Geschirrspültechniker angesagt – hoffentlich kann er die zeitweisen Piepsattacken beheben –, dann ist Treffen des TC Litschau und in Windes Eile geht es in Richtung Silvester. Heuer feiern wir mit C + K, da freue ich mich auch schon drauf.

 

Weihnachtskräne, der Krampus und der Nikolo

Am Montag findet das letzte Radgruppentreffen vor Weihnachten statt. Nicht umgesetzte Projekte durch den Bezirk und das zunehmende Problem falschparkender Lieferdienste, vor allem auf der Radinfrastruktur werden besprochen – nächstes Jahr wollen wir dazu Vertreter aus dem Bezirk einladen. Bin schon gespannt, wer kommt. Beim neuen Lokal sind wir uns noch nicht einig, werden wahrscheinlich Alternativen der Reihe nach testen. Derweil haben sie uns einen Wutzler vor den Tisch gestellt.

In Wien sind nicht nur die Einkaufsstraßen, sondern auch die Baukräne weihnachtlich geschmückt. Nur das Rathaus wird von einem riesigen Werbeplakat verunstaltet.

Der Wald bei Göpfritz an der Wild ist in Nebel und Eis getaucht und im Adventkalenderdorf Weinpolz sehen wir die Nummer 6 in einem Fenster leuchten.

Am Samstag verkauft seit 7 Uhr in der Früh (!) die Rotkreuzjugend Kekse am Stadtplatz. Ich kaufe zwei Packungen und frage, ob ich ein Foto machen darf. Wieselflink wird Aufstellung genommen und verstreute Mitglieder werden herbei gerufen. Dass nicht immer jeder zugleich in die Kamera blickt, kommentiert der erwachsene Begleiter mit einem lachenden “das gibt’s ja nicht!”.
Über der Grenze entdecken wir eine große Anlage mit Bienenstöcken und der kleine Schihang bei Nova Bystrice ist bereits beschneit. Der kommenden Wintersportsaison stehen nur die viel zu milden Temperaturen entgegen. Die Pistenraupe ist jedenfalls schon einsatzbereit.

Am Nachmittag spazieren wir in den Ort, denn der Nikolo hat sich, organisiert von der örtlichen Pfadfindergruppe, angesagt. Die drei Krampusse streichen mit ihren Ruten den Leuten leicht über die Beine und nur die ganz kleinen Kinder fürchten sich ein bisschen. 

Am Abend sind wir bei C + K eingeladen. Bis zum Erscheinen des heurigen Weihnachtsmenüvorschlags im Profil gilt für mich eine strenge Sperrfrist, nur eine Vorspeise, die nicht Bestandteil sein wird, darf ich posten. Pastete mit selbstgemachter Paradeisermarmelade und schwarzen Nüssen aus dem Garten – köstlich!

Der neue Futterbehälter mit den Haselnüssen wird sehr gut angenommen. Auch die Türkentaube ist wieder in unserem Garten zurück. Wir holen die Weihnachtsfische für Toms Onkel und im Wald fällt mir ein, dass ich noch einen Christbaum kaufen muss – die Zeit bis zu den Feiertagen rast dahin.

 

Am Mittwoch findet die erste Weihnachtsfeier statt und je nachdem wie wir mit den Besorgungen voran kommen, bleiben wir nächstes Wochenende nochmals in Wien.

Eine bestandene Prüfung, eine seltsame Ziege und der erste Frost

Jetzt wird es schon zeitig finster, wenn wir am Sonntagnachmittag nach Wien fahren. Ein Regenbogen zeigt sich, den ich aber leider nicht gut einfangen kann. Am Abend gibt es Restlessen.

Am Montag findet ein Treffen der Radgruppe im Achten statt. Wir überlegen, welche Maßnahmen anstehen – z.b. eine Nord-Süd-Verbindung durch den Bezirk, Verbesserungen der Vorrangregelungen für den Radverkehr – und wie man neue Mitstreiter gewinnen kann. Ein Thema ist auch das Lokal für die Treffen. Für das Salims in der Florianigasse spricht die flexible Verfügbarkeit, denn es ist jedesmal ein Ratespiel wieviele kommen – dagegen ein bisschen die Attraktivität. Es gibt überbackene Brote wie in den 90ern, die aber gar nicht mal so schlecht schmecken.

Sehr gut allerdings das Essen im wunderbaren Roten Bären in der Berggasse, wo wir die bestandene Anwaltsprüfung des Älteren feiern. 3 x schriftlich, 1 x mündlich = 4 x Sehr gut! Wir sind alle ganz schön stolz!

Das Wetter wird unbeständiger und ich fahre nur noch selten mit dem Rad, sondern nehme meist die U-Bahn für den Weg ins Büro. Immer wieder süß die Kindergartengruppen, die sich im Gänsemarsch die Stiegen zum Praterstern rauf hanteln.

Im Büro feiern wir einen zweiten Skorpiongeburtstag bevor die Woche schon wieder um ist. Es könnte alles so einfach sein, wenn nicht die neue Therme spinnen würde. Mit der alten Therme war es so, dass wir rauf gekommen sind, das Haus kalt und die Heizung auf Störung. Jetzt bekomme ich die Nachricht aufs Handy, nur leider konnte das Problem nicht gleich behoben werden. So mühsam!
Sie springt wieder an, daher fahren wir rauf, denn ich möchte nun doch die Kübelpflanzen in den Keller bringen und den Brunnen winterfest machen. Zum Abendessen gibt es Hühnerreisfleisch.

Die trübe Novemberlandschaft ist in leuchtendes Gelb von Birken und Lärchen getaucht. Das es noch keinen strengen Frost und keinen Sturm gab, sind die Blätter und Nadeln noch an den Bäumen. Wir fahren an die Teiche in Reingers und schleudern ein paar Maiskörner raus, denn ich möchte am Nachmittag einen Karpfen fangen. Am Rückweg kommen wir beim Aussichtsturm an der Grenze vorbei. Auf einer tschechischen Weide steht eine seltsam aussehende dicke Ziege (Korr.: ein Schaf).

Kuhziege?

Das mit dem Karpfen gelingt mir auch. Erst einen Spiegelkarpfen, den wir wieder schonend zurück setzen und dann einen Schuppenkarpfen, den wir entnehmen. Ein Filet vakuumieren wir und frieren es ein – Catch and Freeze! – ein Filet braten wir auf serbische Art. Mit Knoblauchbutter und Salzerdäpfel mit Waldviertler Kümmel. Köstlich!

Am Morgen ist der Garten mit Frost überzogen und leuchtet weiß gefroren in der Sonne. Oleander, Lorbeer, Feige, Olive und ein paar empfindliche Sträucher sind zum Glück schon in Sicherheit.

Nächste Woche geht es zum letzten Mal für heuer nach Hamburg. Die nächsten Geburtstage werden gefeiert, ein Freundestreffen ist geplant und hoffentlich bekommen sie die Heizung wieder hin. 

Prächtiges Oktoberfinale, Schlittenhunde und im Dorotheum

Über dem Innenhof trohnt ein Falke und beobachtet die Tauben. Die Pflanzen auf dem kleinen Balkon blühen heuer vorwiegend in rosa und zum Abendessen braten wir uns ein Stück Entenbrust. 

Die Türme auf der Donauplatte sind in der Früh in Nebel gehüllt, aber der hebt sich rasch und die ganze Woche ist es ungewöhnlich warm. Im Büro haben wir Besuch aus der Schweiz und ein Termin führt mich zum Dorotheum in der Dorotheergasse, wo Gemälde für die nächste große Auktionswoche ausgestellt sind. Wir bekommen eine kurze Führung und begutachten die beiden diesmaligen Highlights der kommenden Versteigerung.
Am Abend laden wir unseren Gast ins Ofenloch in der Kurrentgasse ein. Das Backhendl wird auf Popcorn serviert, damit die Panier knusprig bleibt.

Am Mittwoch netzwerke ich etwas beim Frau im Fokus-Businesslunch im Depot, am nächsten Tag fahre ich wieder einmal mit dem Rad ins Büro und mache dabei einen kurzen Stopp im Volksgarten. Am Morgen ist es dort besonders schön.

Auch heroben geht es mit dem prächtigen Herbstwetter weiter. Im Garten blüht und verblüht es. Ich mähe noch einmal den Rasen und weil Weltnudeltag ist, gibt es zum Abendessen Pasta mit Garnelen und Rucola.

Auch am Morgen des Nationalfeiertags kämpft sich die Sonne durch den Nebel. Heute wird der Steinfurter Teich abgefischt. Wir schauen nur kurz vorbei und fahren dann selber zum Fischen nach Reingers. Man hört schon von weitem lautes Hundegebell – die Huskys sind wieder da. Hundeschlittenrennen bei 20 °C …
Im Wald finden wir noch zwei Steinpilze und auf einer Wiese steht einsam ein Schirmling.

 

Mit R + A treffen wir uns am Nachmittag zu einer Runde Golf und am Abend kommen C + K. Tom hat ein köstliches Rehragout gekocht, davor gibts Flammkuchen mit Steinpilzen und danach eine Schokotarte. Geht’s uns gut!

In der Nacht wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt, das Wetter ist weiter ungewöhnlich warm und sonnig. Bald werden die Tennisplätze eingewintert und daher habe ich nochmals eine Stunde reserviert. Da noch Zeit ist, drehen wir eine Runde durch das herbstlich verfärbte Josefsthal. Von der einstigen Glasindustrie sieht man gerade noch magere Reste. Nur der Glockenturm aus dem 18. Jahrhundert, der den Arbeitern die Zeit angezeigt hat, wurde einmal restauriert und ist daher noch erhalten. In Hörmanns spiegeln sich die Pferde im Teich. Am Tennisplatz spielt außer uns seltsamerweise niemand sonst.


Für nächste Woche ist ein Temperatursturz angesagt und deshalb wollen wir noch die Regentonnen auslassen. Es beginnt nun auch die Zeit der skorpionischen Geburtstage und es kommt ein langes Wochenende. Leider findet auch ein Begräbnis im Familienkreis statt und bald ist November.