Gedenken an dunkle Zeiten, Bäuerinnenladen und im Kollmitzgraben

Und weiter gehts zur nächsten Torte nach Wien. Geburtstage kann man gar nicht oft genug feiern und im November kommen noch ein paar weitere auf uns zu. Der Blick über die Donau reicht nicht mehr so weit, wie an den letzten Sonntagen.

Am Montag führt mich ein Meeting in die Stadt in die Nähe der Minoritenkirche, der Ferstlpassage und zu einem Haus mit sehr vielen Rauchfängen.
Zum Abendessen kochen wir uns Koteletts auf georgische Art mit frischem Koriander. Nicht jeder mag ihn, ich liebe ihn.

“Anlässlich des 80. Jahrestages der Novemberpogrome gegen Juden 1938 wird in Wien auch mit einer Art Lichtinstallation an die Gräueltaten des Nazi-Regimes und der Bevölkerung erinnert. Dafür werden Namen von Opfern des Holocausts auf der Fassade des Uniqa-Towers am Donaukanal erscheinen.” Das liegt genau auf meinem Heimweg, aber angekommen am Kai sehe ich nichts. Schon denke ich, dass ich irgendwas falsch gelesen habe, aber dann, vom anderen Ufer aus kann man das unendliche Namensband deutlich erkennen.

Die ersten Leih-E-Scooter kugeln schon in der Stadt herum oder stehen im Weg. 
Für einen Mittagstermin habe ich im Supersense einen Tisch reserviert. Das Mittagsmenü ist immer vegetarisch und es gibt Grießsuppe sowie oberösterreichische Mehlknödel in Kürbisssoße. Es schmeckt besser als es klingt und aussieht! Das Lokal ist jedenfalls ausgesprochen hübsch.

Wenn wir am Freitag raufkommen ist es jetzt schon recht dunkel im Waldviertel. Wir machen noch eine Runde und kommen im Josefsthal vorbei. Im Buch “Nordwandern” von Christian Vajk ist gut beschrieben, wie es hier einmal war. Rund um eine Meierei gab es eine große Glashütte, Wohnhäuser und regen Verkehr ins benachbarte heutige Tschechien. Jetzt stehen nur noch Reste.

Das ehemalige Wohnhaus
Die Stallungen

Samstagsfrüh belegen wir ein paar Weckerln mit Schinken und Käse und fahren in den Kollmitzgraben. In Dobersberg machen wir am “Bäuerinnenladen” halt, einem vor einem Jahr eröffneten Geschäft mit Produkten von bäuerlichen Betrieben aus der unmittelbaren Gegend. Wir kaufen Joghurt, Demeter-Emmernudeln, Nüsse und Saumeisen.
Im Revier der ÖFG 1880 zeigt uns einer der Aufseher ein paar abgelegene Angelplätze, wo gerne auf Hecht und Wels gefischt wird, an ausgewählten Wochenenden auch in der Nacht. Es ist wunderschön hier an der Thaya.

Wir nutzen die Gelegenheit und spazieren vor dem Heimfahren noch den steilen Weg zur Ruine Kollmitz rauf. Außer uns besichtigt noch ein junges Paar die Burg. Die waghalsigen Kletterversuche des Mannes auf den alten Gemäuern werden von seiner Freundin ängstlich beobachtet und von uns mit dem Hinweis, dass unsere Erste-Hilfe-Ausbildung schon einige Jahre zurückliegt, kommentiert.

Zum Glück hat G. den letztes Wochenende im Kühlschrank vergessenen Zander gerettet, vakuumiert und in den Tiefkühler gelegt. Paniert und mit Erdäpfel-Vogerl-Salat ist er ein köstliches Abendessen.

Kein Blatt regt sich und ölig liegt der See vor mir. Die Farben der Blätter haben sich von Gelb-Orange in Beige-Braun verfärbt und statt stimmungsvollem Bodennebel liegt eine bleierne Hochnebeldecke über Litschau, bis sich zu Mittag die Sonne durchkämpft. Der Tennisplatz ist bereits winterfest gemacht, die Golfschläger habe ich verräumt und nichts deutet darauf hin, dass es bald schneit, damit ich Langlaufen kann. 

Nächste Woche gibts den nächsten Geburtstag zu feiern, die Radgruppe im Achten ruft zum Novembergruppentreffen und Steve Gander spielt im Rahmen des KlezMORE Festivals in der Kirche am Gaußplatz: http://klezmore-vienna.at. Am Wochenende dann das nächste Ganslessen in Leopoldsdorf!

Terrassenparty, Fliegenfischen und hoch hinauf in Linz

Kurz überlegen wir erst Montag in der Früh nach Wien zu fahren, aber dann fallen uns unsere Termine ein und wir fahren doch zur üblichen Zeit. In der Nußdorferstraße steht das Tor zum Schuberthaus offen. Da bleiben wir stehen und werfen einen Blick in den hübschen Innenhof.

Die zwei Arbeitstage vor dem Feiertag vergehen wie im Flug, nur wenn man in der Mittagspause auf die Straße geht, verschmurgelt man fast am Asphalt. Einige der neuen Wohnbauten im Nordbahnviertel sind recht ansprechend. Die Rosen im Volksgarten blühen noch immer und auf beiden Seiten des Theseustempels haben sich Musiker positioniert. Überraschenderweise hört man auf der einen Seite nichts von der Musik, die auf der anderen Seite gespielt wird! 
Hitzebedingt ist uns am Abend nach Fisch und Salat.

Am Dienstagabend sind wir beim Jüngeren zur Wohnungseinweihungsparty geladen. Es gibt vegetarische Häppchen, eine Quiche und L mixt eine köstliche Erdbeer-Gurken-Lillet-Bowle. Dazu vom Balkon ein Blick auf das Abendrot und später die Sterne. Ein superschöner Abend.

Am Feiertag fahren wir an die Pielach, eines der schönsten Fliegenfischgewässer Österreichs. Während Tom mit seinem Onkel an einer verwachsenen Stelle auf Forellenfang geht, zeigt mir E, Toms Vorstandskollege bei der ÖFG1880 und dortiger Bewirtschafter zwei Stunden lang an einem anderen, sehr offenen Abschnitt die besten Stellen. Und tatsächlich – ich fange drei Forellen! Nach dem Mittagessen haben sich die Forellen scheints in den Schatten und an kühlere Stellen zurückgezogen und interessieren sich nicht mehr für unsere Fliegen und Streamer. Auch den Fischen macht die lange Hitzeperiode und die Trockenheit zu schaffen und so lassen wir sie in Ruhe und fahren nach Hause. Bei einem Selbstpflückfeld bleiben wir stehen und nehmen uns ein paar Gladiolen für die Vase mit.

Wilde Minze?

Wieder in der Arbeit geht es gleich nach Linz – vorbei an einer beige-braunen, ausgetrockneten Landschaft. Nach der Besprechung ist noch Zeit für einen Besuch des Höhenrausches, einem eindrucksvollen Kunstobjekt mit tollem Blick über die Stadt.

Heroben treffen wir unsere Fischerfreunde im Gasthaus Uitz in Reingers und nach dem Essen hängen die Männer gleich ein paar Reusen aus, für das Essen bei uns am nächsten Abend. Der Jüngere ist auch heroben.
Während F und Tom am nächsten Tag die Krebse kochen und schälen, fahren der Jüngere und ich mit den Rädern an den See eine Runde schwimmen. Während die einen am Strand liegen, geht oben im Herrenseetheater das Festival “Hin und Weg” ins zweite Wochenende. Dann hängen wir eine Lichterkette über die Terrasse, Tom kocht einen Sud aus den Karkassen und gemeinsam genießen wir die Krebse auf Pasta und danach Steaks mit einem Ochsenherz-Paradeisersalat aus Onkels Garten.

Die Zwetschken sind fast reif
Jede Menge Weintrauben können wir heuer ernten.

 


Sonntagfrüh durchschwimmen wir nocheinmal den See – wer weiß, ob es heuer noch ein Badewochenende gibt. Vater und Sohn auch beim Baden gleich gewandet.

Die Woche über soll es weiter heiß bleiben und nächstes Wochenende heißt es Reingers weiträumig meiden, denn es ist Traktorrennen. Ich hoffe, sie fackeln mit dem heuer erstmals geplanten Feuerwerk bei der Trockenheit nicht den Wald ab …

 

Krumau an der Moldau, eine Bootsfahrt und der Blutmond

Brumm! Tock, tock, tock. Wufff, wufff, kläff, kläff! Montagfrüh startet mit einer besonders betriebsamen, ländlichen und doch auch lauten Geräuschkulisse. Der Nachbar startet um Punkt Acht den Rasenmähertraktor, auf der Baustelle beginnen die Arbeiten und das alles wird begleitet von lautem Hundegebell. Wir werden daher auch betriebsam und holen uns zwei Kilo Paradeiser vom Marktstand in Neu Bystrice, denn Tom will Tomatensoße einkochen.
Am Nachmittag kommt B, ein lieber Facebookfreund, auf eine Golfrunde vorbei. Beim Golfen zeigt ja angeblich jeder sein wahres Gesicht – es war sehr nett und angenehm!

Am nächsten Tag beschließen wir spontan einen Ausflug nach Krumau an der Moldau (oder auch Cesky Krumlov) zu machen. Hunderte Asiaten haben die selbe Idee – trotzdem finden wir noch einen Platz auf den schönsten Aussichtspunkten, schlendern durch die Gassen der Altstadt und erklimmen den Schlossturm. In einem hübschen Naturkosmetikladen kaufe ich mir eine Seife und eine Handcreme.

 

 

Das Navi führt uns am Rückweg mitten durch die ausgedehnte Seenplatte in Ceska Kanada. Viele Radfahrer sind unterwegs und schmale Alleen führen über die Dämme zwischen den Teichen. Traumhaft schön! Wieder zurück in Chlum fällt uns auf, dass der Teich dort nur wenig Wasser führt. Die Urlauber stehen mitten drinnen nur bis zu den Knöcheln im Wasser.

Am nächsten Tag gehen wir es wieder gemütlicher an und fahren Fischen und in den Wald. Die Monate Juli und August geben für Fotos oft nicht so viel her, denn alles ist grün in Grün. Doch heuer leuchten an jeder Ecke rot die Vogelbeeren und dort wo ein Stück Wiese neben den Feldern nicht gemäht wird, sieht man bunte Blumen und viele Schmetterlinge. Je nachdem in welche Richtung man blickt, ist der Himmel strahlend blau oder gewittrig schwarz. Die Tennisplätze hier heroben schlummern dem nächsten “Muster-Hype” entgegen.

Frisch erholt fahren wir am nächsten Tag in den Kollmitzgraben. Wir machen das Boot der ÖFG 1880 startklar und rudern ein Stück die Thaya hinauf. Von Zeit zu Zeit machen wir das Boot fest und werfen die Angeln aus. Ein traumhaftes Revier und eine wunderschöne Gegend! Ein Paar mit Hund paddelt mit seinem Kanu heran, um sich mit Tom kurz über die Angelmöglichkeiten auszutauschen. Nie kontrolliert er wen, obwohl er das dürfte! Wir lassen die beiden mit den besten Fischerwünschen weiterfahren. Dann kommt schon wieder ein Gewitter und wir rudern zurück.

Das Thayakrokodil.

Wieder zurück in Raabs kommen wir an einem Sonnenblumen- und einem Mohnfeld vorbei. Im Ort gönnen wir uns zum späten Mittagessen Beuschel und Kalbsgulasch.

Nach dem vortägigen Gewitter begrüßt uns der nächste Morgen mit dichtem Nebel. Aber als ich mich zum Salon Böhm aufmache, strahlt schon wieder die Sonne von einem blauen Himmel. Mit meiner Friseurin M bespreche ich aktuelles aus Litschau und Reingers und plaudere mit L, die auch gerade dort ist. Zwei kleine Mädchen lassen sich die Spitzen schneiden und auf die Frage, was die Mama der einen denn gerade macht, antwortet diese mit “Sie arbeitet im Haus”. Ob sie denn das Mittagessen für die Mädchen zubereitet, wird entschieden mit “Nein, sie arbeitet richtig!” beantwortet. Sie macht Homeoffice! Da müssen alle im Salon schmunzeln.
Am späteren Nachmittag schwimmen wir begleitet von Donnergrollen im See. 

Dann warte ich gespannt auf die Mondfinsternis und den Blutmond. Ich positioniere das Stativ auf der Terrasse, trage die Pölster für die Gartensessel nach draußen – und sehe nichts. Der Mond ist so wie in vielen Teilen des Waldviertels hinter Wolken versteckt. Ich meine den Mars zu sehen und versuche ein Bild. Naja. 
Einige Zeit später, nach einer Folge Mundl, will ich das Stativ reinholen … und auf einmal ist er da. 

Der Punkt ganz unten ist der Mars.

Der Präsident der ÖFG ist heroben und am nächsten Tag treffen wir ihn fischend am Teich. In der Früh hat er bereits zwei Karpfen geangelt, aber mit dem wärmer werdenden Wetter tut sich dann nicht mehr viel. Wir fachsimplen über Montagen, Köder und Ruten. Die alten Rollen gefallen mir sehr gut und Tom hat sogar eine davon geschenkt bekommen, aber leider lässt sie sich nicht auf links montieren, sonst hätte ich sie schon auf meine Angel geschraubt.
Wieder zurück nehmen wir ein spätes Frühstück ein. Auch Langöhrchen schaut auf einen Imbiss im hinteren Garten vorbei und diesmal bringt sie sogar ihr Junges mit. So süß – ich kann es kaum fassen.

Am Nachmittag durchqueren wir noch den Herrensee bevor wir den Garten gießen, der zur Zeit in Lila und Rosa erblüht. 
Zum Abendessen machen wir uns ein Huhn in Estragonsoße (dazu kommen auch Petersilie, Sauerampfer, Liebstöckel, Ruccola und Bohnenkraut). Die Leber braten wir extra und löffeln sie direkt aus der Pfanne als Vorspeise.
Das Blut aus dem Mond hat sich mittlerweile über den Himmel verteilt.

Da am nächsten Morgen der Himmel wolkenverhangen ist, fahren wir über die Grenze unsere Biervorräte wieder aufzufüllen. Eine Umleitung gleich in Nova Bystrice führt uns durch eine idyllische Hügellandschaft, die mit den Wäldern, Weiden und Alleen fast schon englisch anmutet – und wir kommen durch malerische Ortschaften. Mehr darüber dann im nächsten Beitrag!
Ich hoffe, ihr verbringt auch angenehme Sommertage und freue mich über eure Nachricht.

Tatort, Hoheneich und Pfingsten

Sonntagnachmittag schauen wir beim Runterfahren noch alle gemeinsam in der Waldglashütte in Nagelberg vorbei. Muttertagsgeschenke und Noppengläser werden gekauft und Tom und ich können einer wunderschönen Vase in sattem Smaragdgrün nicht widerstehen. Perfekt für den Wiesenblumenstrauß, den ich vor der Abfahrt von den Kindern geschenkt bekommen habe. In Maissau bleiben wir kurz beim Weinbau Humer stehen, um unsere Weißweinvorräte wieder aufzufüllen. An den Reben hängen schon die heurigen Trauben.
Im Abendverkehr staut es sich etwas auf der Nordbrücke und so kann ich endlich ein Foto der Donau machen. Sogar mit Schiff!
Aus dem restlichen Geselchten vom Fleischhauer aus dem Ort machen wir uns überbackene Schinkenfleckerl. 

Das Wetter wird unter der Woche unbeständig und das trifft sich leider schlecht mit den sich überschneidenden Veranstaltungen von Burgenland und Waldviertel. Mit M treffe ich mich Am Hof bei Wind, dunklen Wolken und Uhudler. Am nächsten Tag radle ich mit Tom nach der Arbeit am Rathausplatz vorbei. Dort – so scheint mir – sind am zweiten Tag des Waldviertelfestes heuer mehr Standeln und dafür etwas weniger Besucher als in den letzten Jahren. Wahrscheinlich dem kühlen Wetter geschuldet.

Kochvorführung mit Karpfen und Auftritt von Frau Hofbauer aus Kleinpertholz

Beim Nachhausekommen radeln wir in unserer Gasse durch die Dreharbeiten für den nächsten Wien-Tatort. Der Würstelstand ist leider seit Jahren nicht mehr in Betrieb und war zuletzt ein gutgemeinter, aber nicht lange überlebender Paninistand. Für Harry und Adele gibt es eigene Stühle und Herr Krassnitzer setzt sich in einer Pause brav auf den seinen.

 

Oben im Waldviertel blüht es in allen Farben auf den Feldern, den Wiesen und in unserem Garten. Über den Dächern von Litschau steht ein sichelförmiger Mond.

Flockenblume

Samstagfrüh herrscht dichter Nebel. Wir beschließen, die Gartenarbeit auf später zu verschieben und fahren nach Hoheneich bei Schrems. Von der Bundesstraße biegen wir zur Anderlfabrik ab, einer aufgelassenen Textilfabrik – seit Jahrzehnten im Dornröschenschlaf. In der vorbeifließenden Braunau hat Tom vor ein paar Jahren prächtige Forellen geangelt. 
Am Hauptplatz von Hoheneich gibt es das kleine Geschäft Rudis Käs’eck & Vinothek. Sein Ruf eilt ihm weit voraus. Es gibt allerlei Käse, Weine von Winzern aus der Region (wie z.B. aus dem Kamptal), ausgewählte Single Malt Whiskeys und daneben allerlei Greißlerwaren, vom Klopapier über Obst und Gemüse bis hin zum Mineralwasser. Mit zwei Rohmilchkäsen aus Frankreich und anderen Köstlichkeiten fahren wir wieder zurück.

Herrensee

Die Braunau

Nach dem Frühstück, begleitet von der Hochzeit von Meghan und Harry, und etwas Gartenarbeit schauen wir an die Teiche in Reingers. Der Wasserstand ist nach den Regenfällen der letzten Tage halbwegs gut und der Wald atmet sichtbar auf. Am Ufer blühen die Teichlilien. Kaum bin ich von meiner Runde um den Mühlteich zurück, donnert es und die nächsten Gewitter sind im Anmarsch.
Zum Abendessen kochen wir Hechtnockerln, braten Wedges im Rohr und dazu gibt es den köstlichen Brennnesselspinat. Brennnesseln haben wir reichlich.

Der Pfingstsonntag startet mit prächtigem Wetter gleich von der Früh weg. Wir spielen ein paar Löcher bevor alle Anderen auf den Platz kommen.

Für den Abend haben wir mit Family und Freunden einen Besuch im Waldhotel Perslak geplant. Vom Rottal aus führt ein kurzer Wanderweg durch den Wald und über die Grenze und für den Heimweg heißt es Taschenlampe nicht vergessen! Ich werde berichten.
Nächste Woche ist Hauptversammlung der ÖFG1880 und am Wochenende starten wir mit der Produktion des Hollunderessigs 2018!

 

Donaukanal, Kirschblüte und Thayaradweg

Wieder zurück in Wien besorgen wir uns kurzentschlossen Tickets für das Bob Dylan-Konzert am nächsten Tag in der Stadthalle. Das Kartenbüro ist gleich neben der Oper, wo sich schon einige Zuschauer vor der Vidiwall für eine Opernübertragung versammelt haben.
In unserer Gasse blühen die Zierkirschen. 

 

Die Magnolie am Weg in die Arbeit ist schon fast verblüht, aber noch immer ein schöner Anblick. Gleich danach ist ein farbenprächtiges Tulpenbeet gepflanzt.

Die Besucher strömen Richtung Stadthalle und bei der Eingangskontrolle wird meine Kamera mit dem Hinweis “keine Fotos” gerade noch toleriert. Strenge Aufseherinnen in den Rängen ahnden jeden Griff zum Handy oder zur Kamera mit einer barschen Aufforderung das tunlichst zu unterlassen. Trotzdem schaffe ich ein paar Aufnahmen und bekomme dann noch ein paar Bilder von C + K, die auch das Konzert besuchen. Die Band spielt wunderbar, Bob singt kleine Parts richtig schön – ein toller Abend, den wir bei einem Bier im Brickmakers ausklingen lassen.

Am nächsten Tag feiert L., meine liebe und kluge Stiefschwester, gleich bei uns um die Ecke im Kommod ihre Promotion. Das Wetter ist warm, wir stehen mit unseren Gläsern vor dem Lokal und beobachten das Treiben im Achten.

Ganz Wien ist in frisches Grün getaucht und in den Parks blühen die Blumen. Davon inspiriert kochen wir grünen Spargel.

Auf der Freyung beschützt eine große Polizeieinheit eine kleine Naziveranstaltung, die aber zum Glück eh niemanden interessiert.

Auch in unserem Innenhof blüht es und die Amselmännchen holen sich einen Wurm nach dem anderen aus der Wiese.
Wir braten Steaks auf Chicorée mit Walnüssen und Gorgonzola.

 

Nach dem langen Winter sind wir wieder mit dem Rad unterwegs und dadurch vergrößert sich der Radius unseres Heimwegs. Entlang des Donaukanals sitzen Gruppen, Pärchen und Angler am Ufer, frequentieren die Strandbar Herrmann, das Café bei der Urania oder spielen Fußball im Käfig über dem Badeschiff. Es scheint, der Sommer ist schon in der Stadt.
Im kleinen Obst- und Gemüsegeschäft beim Büro kann ich den frischen Morcheln nicht widerstehen.

Heroben im Waldviertel ist die weiße (und ein bisschen blaue und pinke) Zeit im Garten angebrochen. Prächtig blühen die Kirschbäume und eine Narzisse hält ihren Kopf der Sonne entgegen. Wir werfen das erste mal den Rasenmäher an, schneiden die dürren Zweige einer Wildrose zurück und tragen Sesseln und Tisch auf die neue Terrasse.

Nach dem Abendessen sitzen wir noch bei einem Glas Wein unter einem sichelförmigen Mond auf unserer neuen Terrasse. Zwar in Pullovern, aber immerhin! Die Zweige des Kirschbaums sind zum Greifen nah. In der Ferne knattern die Mopeds – es ist wirklich Zeit für die E-Mobilitäts-Trendwende.

Meine Ma hat dazu auch ein Gedicht geschrieben:
“modern times”
es ist
alles anders
einst
wenn die nacht kam
war es still
und es lachten
die kerzen

alles wandelt
ein jeder weiß es
aber nun ist die
finsternis helle
und die motoren
heulen lieder
vom sterben
so laut
so unheimlich laut
ist die seele
der welt
geworden

Samstagsfrüh machen wir die üblichen Besorgungen: Zeitung aus der Trafik, Bäcker, Lagerhaus. Am Bahnhof der Schmalspurbahn wächst der Klee zwischen den Schienen.

Nach dem Frühstück laden wir die Räder ins Auto und fahren nach Waidhofen an einen der Einstiege in den Thayaradweg. Wir fahren Richtung Dobersberg durch eine wunderschön frühlingshafte Landschaft. Es ist allerdings ungewöhnlich warm für April, unsere Flaschen sind bald leergetrunken und man würde sich über ein paar Trinkwasserstationen entlang der Strecke freuen. Im Taxenbach tummeln sich die Aiteln und um einen kleinen Karpfenteich hat sich eine Gruppe Angler dicht gedrängt mit Ruten, die fast länger als der Teich sind, versammelt. Das ist Fischen, wie ich es mir nicht vorstelle. Wieder zurück machen wir noch einen Abstecher zum Gasthaus Streicher und stürzen Sodazitron und gespritzen Traubensaft in Nullkommanix hinunter.

Vestenötting

Sumpfdotterblumen am Ufer

Am Abend setzen wir unser Bauernschnapsturnier fort. G + ich erwischen ein ganz schlechtes Blatt und den Stand kann ich kaum wiedergeben. 0:5 in Bummerln. Dafür waren das Essen und der Wein fein, und Tom hat kurz zur Gitarre gegriffen.

Aufgrund von Reparaturarbeiten an der Ortswasserleitung ist der Herrensee ein Stück abgesenkt, was fischtechnisch wahrscheinlich nicht gerade optimal ist. Im Wald blühen die Buschwindröschen und auch die Pferde auf der Koppel in Hörmanns freuen sich über den schönen Tag. Noch vor dem Frühstück gehen wir eine halbe Golfrunde. Ich erwische einen tollen Start und gewinne haushoch!

Nächste Woche wollen wir endlich den Tisch für die Terrasse besorgen, mit den Kindern treffen wir uns zum Essen und dann ist langes Wochenende!

 

Alte Tagebücher, Frühstück in der Provinz und Eis in Hamburg und Wien

Am Weg letzten Sonntag hinunter in die Stadt schauen wir noch an der Thaya vorbei, die stellenweise wieder beginnt zuzufrieren.

In Wien erwartet uns eine frostig kalte Woche. Wir trotzen den eisigen Temperaturen und gehen weiter zu Fuß nach Hause – diesmal über die Theobaldgasse. In hübschen Geschäften mit kleinen Öfen bekommt man Fisch, Schinken oder Biogemüse.

Mitte der Woche fliege ich zu einer Tagung nach Hamburg, wo es genauso kalt ist wie in Wien. Es liegt sogar etwas Schnee, auf der Elbe schwimmen die Eisschollen  – aber dafür scheint die Sonne!
Der STERN feiert heuer 70-jähriges Jubiläum und der Chefredakteur holt zu diesem Anlass extra die original gefälschten Hitlertagebücher aus dem Tresor. Danach präsentiert Joko Winterscheidt das gemeinsame Magazinprojekt mit G+J. Wir hoffen, dass es im Markt gut ankommt und Joko wünscht sich, dass ihn das Magazin bis zur Pension trägt. Mich hoffentlich auch!

Das G+J Verlagsgebäude und dahinter Hamburgs Wahrzeichen, der Michel

 

Da man im Waldviertel außer Heizen derzeit nicht viel machen kann, beschließen wir, dieses Wochenende in Wien zu bleiben. Samstagfrüh gehen wir ins Café der Provinz in der Maria Treu Gasse frühstücken. Am Wochenende gibt es ein Brunchbuffet mit köstlichem Käse, saftigem Schinken, Eiern, Obst, Rohkost und leider etwas trockenem Vollkornbrot. Dafür gibt es süße Waffeln mit Honig und Marmelade und auch der Kaffee ist besonders gut. Der Preis ist auch in Ordnung. 

Danach schauen wir kurz auf den Flohmarkt und weiter in den Sechsten, denn ich möchte bei Henzls Ernte Orangenmarmelade kaufen. Außerdem habe ich über ein neues Geschäft in der Kettenbrückengasse gelesen, wo es “Schwarze Olivenölseife” geben soll. Angeblich super zum Reinigen von Holzböden!
In der Gasse reiht sich ein nettes Lokal neben das andere: beim Gärtner Gschäftl verkaufen Wiener Bauern ihre Produkte, im stattGarten Wien bekommen wir außer der Seife auch zwei hübsche Espressotassen mit einem Fisch drauf, eine Naturschuhcreme sowie Kaffee.
Dann angeln wir uns noch am Naschmarkt eine Seezunge fürs Abendessen. Kein ganz günstiges Vergnügen, aber dafür ein wirklich köstlicher Fisch. Dazu macht Tom eine Orangen-Pfeffersoße und Gemüsereis.

Nach dem Dauerfrost der letzten Tage sind sowohl die Neue als auch die Alte Donau zugefroren. Leider haben wir unsere Eislaufschuhe nicht in Wien, aber es ist auch schön, nur so ein paar Schritte über das Eis zu gehen.


 

Das Gänsehäufel

 



Nächste Woche hat der Jüngere Geburtstag. Im Büro wartet nach den Tagen in Hamburg einiges an Arbeit – dafür nehme ich mir am Freitag vielleicht frei!

Feiern, Reiten und Frühstücken

Im Kollmitzgraben, einem traumhaften Revier der ÖFG1880, sollen nach Schlägerungsarbeiten am Ufer ein paar Bäume so in der Thaya liegen, dass das Fischen erschwert ist. Daher fahren wir am Weg nach Wien dort vorbei. Die Bäume sind schon weggeräumt und die Thaya fließt gemächlich vor sich hin. Leichte Nebelschwaden hängen über dem Wasser und diesmal stimmt es wirklich mit dem mystischen Waldviertel.

In Wien ist es die ganze Woche über trüb, feucht und nebelig. Am Heimweg nach der Arbeit fröne ich meiner Leidenschaft und fotografiere ein paar oBikes.

Ab Donnerstag findet die Reise- und Automesse statt. Das Waldviertel hat ein kleines Eckerl am Niederösterreich-Stand bekommen und ich hole mir noch eine Freizeit- und Wanderkarte.
In den Hallen herrscht schon ab dem ersten Tag ein ziemlicher Andrang. Bei manchen Automarken lassen sich die einzelnen Modelle kaum mehr unterscheiden – man hat das Gefühl ein Grundmodell wird etwas in die Länge, Breite oder Höhe gezogen und fertig ist die Produktpalette. Da ist man richtig froh, wenn wo so ein altes Ralleyauto herumsteht.

Mit den Kindern verabreden wir uns zum Abendessen. Nach den letzten Treffen beim Griechen ist dem Jüngeren zu meiner Freude diesmal mehr nach Pizza. Wir entscheiden uns für die Pizzeria Via Toledo im Achten. Die Meinungen gehen innerhalb der Familie etwas auseinander, aber ich finde sowohl Teig als auch Belag sehr gut.

Vorspeisen

Wenn wir einmal am Wochenende in Wien sind, dann frühstücken wir am Samstag gerne im Kaffeehaus. Im Eiles bestellen wir Eier im Glas, Toast, Joghurt mit Früchten und danach teilen wir uns eine Buttersemmel mit Marmelade. Die Semmel erinnert mich an die wunderbare Handsemmel, die ich in meiner Kindheit bei der Oma in der Malfattigasse gegessen habe. Nie wieder hat eine Semmel so gut wie damals geschmeckt, aber die im Eiles kommt sehr nahe heran.
Über den Bauern- (oder Bio-?)markt in der Lange Gasse gehen wir zurück.

Wir fahren zum Baumgartner Friedhof und zünden ein paar Kerzen an. Am frischen Grab seiner Frau räumt ein Mann die Lichterkette von einem kleinen Christbaum ab. 

Von der Feuerwache aus spazieren wir ein Stück über die Steinhofgründe. Die Bäume sind leicht angeschneit und nach ein paar Minuten stehen wir schon vor der Otto-Wagner-Kirche. Leider geschlossen.

Am Abend feiert mein Papa Geburtstag. Auch alle Geschwister sind da und Plato lässt sich wie immer nicht streicheln.

Rehragout und Serviettenknödel mit Steinpilzen

Am nächsten Morgen frühstücken wir daheim – mit Eierspeis, Lachs und  Orangensaft, der selbstgepresst immer besser als der sehr teure im Kaffeehaus schmeckt. 
Dann ziehe ich mich warm an und fahre zur Rieglerhütte. Es schneit schon die ganze Nacht und auf meiner Runde mit Nougat durch den Wienerwald weht es mir den Schnee ins Gesicht. Es ist herrlich.

Nächste Woche besuche ich das Rathaus und fürs Waldviertel wollen wir noch Vorhänge besorgen. Wenn es wie angekündigt weiter schneit, kommt ja vielleicht doch noch der Winter ins Waldviertel zurück und wir können am Wochenende Langlaufen gehen!

Burgen, Schnee und Jahreswechsel

Am Stefanitag machen wir uns gleich in der Früh auf nach Klein Eberharts, zu einem Termin an der Thaya. Wir bekommen eine Führung durch die dortige alte Getreidemühle und von ganz oben hat man einen herrlichen Blick auf das Schloss in Vestenötting.
Nach den milden Weihnachtstagen sind die Temperaturen wieder gesunken und die Wälder mit Eis überzogen.

Da kommt am Abend die Sauna bei Ma gerade Recht. In Eggern kommt zum Eis dann auch noch Nebel dazu.
Wieder daheim verwerten wir die ersten Reste und machen uns einen Auflauf.

Auf der Suche nach einer neuen Wanderstrecke fahren wir in den Langauer Forst und entdecken dort ein hübsches Häuschen im Wald.

Zum Gehen ist die endlose Forststraße jedoch nicht so attraktiv, daher entscheiden wir uns für die Runde Dachsengraben-Richterteich. Dort hat allerdings der Sturm so stark gewütet, dass riesige umgestürzte Bäume den Wanderweg versperren. Fast fürchten wir umdrehen zu müssen, aber dann sehen wir eine Fußspur, die über die Baumstämme führt. Entlang mächtiger Granitsteine – mit der Graselhöhle, als eines von unzähligen dem Räuberhauptmann Grasel zugeordneten Verstecke – klettern und kraxeln wir zum Richterteich, wo wir zum Glück nicht auf Wölfe sondern nur auf einen Bären treffen.
Zum Abendessen rösten wir uns die übrigen Erdäpfelknödel mit etwas Geselchtem. Gut!

Donnerstagfrüh beginnt es leicht zu schneien. Vormittags fahren wir nach Heidenreichstein und später treffen wir uns mit Ma und H zu einer gemeinsamen Spazierrunde in der Saass. Wir stellen das Auto beim Sonnenhof ab und wandern Richtung Haugschlag. Auf dem Rückweg kommt uns der Hund der neuen Besitzer des Sonnenhofs entgegen und begleitet uns bis zum Auto zurück. Wie wenn er dafür sorgt, dass wir nicht verloren gehen. 
Es beginnt mittlerweile stärker zu schneien.

Wir bekommen vom Jäger zwei Fasane und laden unsere Neulitschauer Freunde zum Abendessen ein. Ihr Sohn ist auch heroben und als Modulabsolvent darf er auch gleich die Fasane tranchieren. Das macht er sehr professionell und Tom hat sie perfekt gebraten. Als Beilage habe ich mir Linsen gewünscht.

Am nächsten Tag wachen wir bei Schnee und Sonnenschein auf! Vor dem Frühstück gehen wir gleich eine Seerunde und am Nachmittag fahren wir nach Tschechien Bier holen.

Blick auf Litschau
Schandacher Teich

Mit einem leisen Zing reißt der Faden in der Glühbirne über dem Esstisch.  Aber auch mit einer neuen Glühbirne gibt es kein Licht. Wir essen daher im Halbdunkeln zu Abend und durchforsten das Internet nach einer neuen Hängelampe. Am nächsten Morgen probieren wir es erst mit einer anderen Lampe  – auch nichts – dann montieren wir den Schalter ab und fahren damit zum Elektriker. Wir fürchten schon, dass wir die die Wand und die Decke aufstemmen müssen, aber es ist nur die Sicherung im Schalter, von der ich gar nicht wusste, dass es die gibt! Um wenige Cent kaufen wir eine neue, montieren zuhause den Schalter ein, hängen die alte Lampe wieder auf und schrauben eine neue Birne in die Fassung. Licht!

Es ist nicht mehr so sonnig wie zuletzt, dafür liegt noch Schnee und es sind einige Urlauber nach Litschau gekommen um hier den Jahreswechsel zu feiern. Das Feriendorf ist gut besucht und im Strandbad rodeln die Kinder.
Ich gehe mit meinem Räuchergefäß durch alle Zimmer und die Vögel stürmen das Vogelhaus.

Vogel im Sturzflug

Über Nacht ist der Schnee weggetaut und bei milden Temperaturen geht es Richtung Jahreswechsel. Wir schauen noch einmal an die Teiche, denn es ist der letzte Tag der Zandersaison. 

Ins neue Jahr wechseln wir wie seit vielen Jahren gemeinsam mit G+E und das ist schön. Diesmal feiern wir in größerer Runde und aufgekocht wurde für eine noch größere Runde. 

Damit Prosit Neujahr und alles Gute für 2018!

Meridianstein, Budweis und Burg Landstein

Am Sonntag nutzen wir das schöne, nicht mehr so schwüle Wetter und wandern zum Meridianstein im Rottal, dem nördlichsten Gebiet Österreichs. Gleich beim Gasthaus Perzy findet man den Wegweiser zum 2 km langen Forstweg zum Stankauerteich, der die Grenze zu Tschechien markiert und wo auch der Meridianstein zu finden ist. Schon als Kind bin ich mit Eltern, Geschwistern, Onkel, Tante und Cousinen dort entlang gewandert bevor wir dann im Gasthaus eingekehrt sind. Mit dem Unterschied, dass damals noch bewaffnete Grenzsoldaten im Wald patrouilliert sind. Ein Abenteuer!
Heute sieht man maximal ein paar Fischer am gegenüberliegenden Ufer sitzen und nur zwei verwitterte Schilder im Wald verweisen auf die nahe Grenze.

224, 225 – endlich oben! Wieder erklimmen wir hunderte enge Stufen, denn wir besteigen den Schwarzen Turm, das Wahrzeichen von Budweis. Vorbei am Zollhaus über den kleinen Grenzweg bei Chlum fahren wir am Montag in die hübsche Bierstadt. Es sind einige Touristen in der Stadt und nachdem wir die asiatische Reisegruppe erst beim Klo im Rathaus und dann nochmals beim Turm treffen, machen wir drei Runden über den Hauptplatz und die Gassen dahinter. Dabei entdecken wir neben kleinen Altwarengeschäften auch eine moderne Cafébar. Wieder zurück beim Schwarzen Turm sehen wir, dass die Reisegruppe schon wieder herunten ist und so machen auch wir uns an den Aufstieg. Das wird diesen Urlaub nicht der letzte gewesen sein!
Enge, steile, verwinkelte Treppen geht es hinauf, oben kassiert ein Turmwächter einen kleinen Eintritt und man bekommt dafür einen schönen Ausblick auf die Stadt. Die obligatorischen Plattenbauten mit eingeschlossen.

Das Rathaus

Am nächsten Tag treffen wir unseren Fischerfreund F und den Präsidenten der ÖFG1880 in Raabs und fahren gemeinsam an die Thaya. In einem Teilstück wurden Forellen besetzt und die Männer versuchen ihr Glück mit der Fliegenrute, ich mit einer leichten Spinnrute. Forelle erwischen wir leider keine, dafür Aiteln, Lauben, Nasen und Barben. Auch Zander sind zur Zeit gut zu fangen und es gibt wirklich eine tolle Vielfalt an Fischen im Fluß. Die Landschaft ist sowieso traumhaft schön.

Wir fahren weiter nach Kollmitzgraben und machen dort das Boot der ÖFG1880 startklar. F + F fahren ein Stück die Thaya hinauf während wir mit den Angeln flußabwärts wandern.

Vorbei am Schloss Dobersberg geht es wieder zurück nach Litschau. Ein herrlicher Angeltag!

 Am Mittwoch beginnt es zu regnen und es scheint auch nicht mehr aufhören zu wollen. Kurze Regenpausen nutzen wir um schnell das nun doch wieder ein bißchen gewachsene Gras zu mähen, danach fahren wir an die Teiche. Auch das Litschauer Schloss ist in feuchten Nebel gehüllt.

Bei unserem Ausflug an den Thayastausee in Tschechien sind wir an einem Hinweisschild zu einer Burg gleich nach Nova Bystrice vorbeigekommen und die schauen wir uns am Donnerstag an. Burg Landstein ist aus dem 13. Jahrhundert, leider nur mehr als Ruine erhalten, allerdings in gutem Zustand und öffentlich zugänglich. Die Anfahrt führt vorbei an dem Ort Klaster, mit einer Wallfahrtskirche sowie einer wechselvollen Geschichte und dem Ortsteil Mýtinky (Braunschlag), der der ORF-Serie seinen Namen gab. Danach geht es durch einen dichten Wald. Mystisches Böhmen!

Am Nachmittag hört es endlich zu regnen auf und wir machen noch eine kleine Golfrunde. Der Platz hat sich von staubtrocken in gatschig-grün verwandelt, nur die Wassergräben sind noch nicht ganz glasklar.

Unter der Woche machen wir uns einmal Linsensoße auf Pasta und Tom fängt einen prächtigen Karpfen mit der Spinnrute, was gut ist, denn die Kinder kommen! Mit P + L kommt nicht nur die Sonne zurück, sondern auch die Schwammerln. Freude! Abends sind wir mit Ma und H beim Kaufmann und als Nachspeise teilen wir uns dreierlei Powideltascherln.

Göpfritz an der Wild

Den Samstag verbringen wir im und am Wasser und zum Abendessen machen wir noch einmal Karpfenlaibchen, diesmal mit Erdäpfelsalat und jetzt  haben wir die richtige Mischung raus. Köstlich.

Der Urlaub ist vergangen wie im Flug, jetzt geht es zurück nach Wien, eine Hitzewoche kündigt sich an und am Abend heißt es unseren Damen Daumen halten gegen Spanien. Nächstes Wochenende sind wir wieder oben!

Hitze in der Stadt und kühle Teiche am Land

Schon Anfang Juni legt sich eine große Hitze über die Stadt. Aber die hohen Temperaturen können uns nicht von einer Premiere abhalten, einem Treffen unter Cousins und Cousinen abseits von Zusammenkünften im Großfamilienverband. Mitten im 7. Bezirk gibt es ein von außen ganz unscheinbares Hotel mit einem sehr schönen Innenhof und asiatischer Küche, das Hotel am Brillantengrund. Dort treffen wir uns und es wird so ein schöner, lustiger Abend. Ich hoffe, wir schaffen das bald wieder einmal!

Am nächsten Abend treffen wir uns wie auch schon die letzten Sommer mit Schwager und Schwägerin am Naschmarkt zu Fisch und Meeresfrüchten im Nautilus. Bei weit über 30 °C lasse ich aber dieses Mal die Austern aus. Nichtsdestotrotz ein Genuss!

In der Nacht zieht ein Gewitter über Wien und am Freitag ist es nach ein paar Regenschauern drückend schwül. Heroben ist es zwar auch sehr warm, aber durch den Wind weit erträglicher und in der Nacht wird es angenehm kühl.

Im Garten blühen die Kletterrosen. Nach dem Rasenmähen werfen wir kurz die Angeln aus und danach machen wir noch eine Runde durch die Gegend. Dabei kommen wir wieder bei dem kleinen Teich im Wald vorbei, den ich schon letzten Winter fotografiert habe. Das Wasser ist so klar, dass man sogar einen Hecht sieht, der reglos auf Beute wartet.

Am Samstag findet der jährliche Raub- und Friedfischtag der ÖFG1880 in Aggsbach an der Donau statt und daher sind wir nach unserem Wachauausflug schon wieder in Spitz! Neben Vorführungen im Spinnfischen, Fischen vom Kajak (http://www.mariolange.at ), einem Weitwurfwettbewerb und dem Verkauf von Angelzubehör (http://www.catchthefish.at), wird gezeigt, wie man Fische richtig filetiert und zubereitet. Sogar Brachsen, die man sonst aufgrund der vielen Gräten nicht so gerne isst, schmecken vom Grill recht fein. Noch besser sind allerdings die Steckerlfische vom Holzfeuer am Ufer der Donau, Fischsuppe und Fischaufstrich.

Eröffnung durch den Bürgermeister

Viele, viele Gummifische

Der Zanderfangspezialist

Die ersten Wachauer Marillen sind auch schon reif! Direkt aus dem Obstgarten kaufen wir kleine, aber süße Früchte und kochen Marillenmarmelade ein. 

Am Abend sind wir bei C + K und es ist einer dieser besonderen Abende im Waldviertel, wo wir bis weit in die Nacht hinein im Garten sitzen können. 

Am Sonntag fahren wir gleich in der Früh an die Teiche, denn wir wollen eine Runde schwimmen gehen. Die Trockenheit ist überall zu sehen, die Wiese im Strandbad schaut aus wie sonst erst zu Saisonende im August und die Gemeinde ruft zum Wassersparen auf.

 

Nächste Woche soll es noch einmal richtig heiß werden. Wir feiern Schwesters Geburtstag und dann geht es für vier Tage nach Hamburg. Dort ist es jedenfalls kühler!