Kufstein, Nebel und erste Tennisfortschritte

Am sonntäglichen Weg nach Wien fahren wir ein Stück an der Thaya entlang. Nach den Grünschattierungen des Sommers bietet der Herbst eine bunte Farbpalette, bevor dann im November der Nebel im Waldviertel einzieht.
Auch die Donau zeigt sich in schönstem Blau.

 

Am Dienstag mache ich mich gleich in der Früh auf den Weg nach Salzburg und weiter bis Innsbruck. Wenn es die Zeit zwischen den Terminen erlaubt – und diesmal gab es überraschend wenig Verkehr, keine Baustellen und keinen Stau an der Grenze (zumindest nie in meiner Richtung) – dann bleibe ich kurz am Chiemsee stehen und schaue über die riesige Wasserfläche. Wie immer sind einige Segler in der Ferne zu sehen und am Parkplatz warten die Möwen auf Futter.

Innsbruck zeigt sich diesmal sonnig und warm. Auf den Bergspitzen sieht man kein Fitzelchen Schnee sondern nur Felsen und Geröll – ungewöhnlich für Mitte Oktober. 

Um am nächsten Tag den Rückweg etwas abzukürzen nehme ich mir ein Zimmer in der Alpenrose in Kufstein. Vor dem Abendessen mache ich noch eine Runde durch den Ort und finde in einer engen Gasse ein ganz wunderliches Gebäude. Ist es die Winkelgasse aus den Harry Potter Romanen oder das Gasthaus in Bree aus Herr der Ringe?
Zum Hotel gehört ein gehobenes Restaurant und als Entschädigung für die lange Fahrerei und Belohnung für die guten Termine gönne ich mir gebackenes Ei und ein wunderbar zartes Kalbsschnitzel. Als Gruß aus der Küche wird ein getrüffelter Traum aus Schaum serviert – köstlich!

 

Am nächsten Tag führen mich meine Termine in Linz erst in die ehemalige Tabakfabrik und dann ins Zentrum, wo es sehr schöne Toiletten gibt.

Donnerstag Abend trifft sich die ÖFG1880 zum Abschied ihres langjährigen Sekretärs in die Pension beim Stockerwirt in Sulz im Wienerwald, einem großen Ausflugslokal mit ansprechender Küche. 

Wieder heroben ist es mit dem sonnigen Herbstwetter erstmals vorbei. Gegen Abend fällt Nebel ein. Wir braten uns ein Hendl.

Am nächsten Morgen geht es noch einmal früh raus, denn diesmal werden in Schandachen von der Schlossfischerei Litschau Karpfen und Zander für unsere Teiche der ÖFG1880 in Reingers abgefischt. Zwei Buben befreien kleine Fische aus den Netzen oder dem Schlamm am Ufer. “Wohin mit dem Barsch?”, “ich habe einen kleinen Zander!” – sie erkennen jeden Fisch am Aussehen. Der Fang ist üppig und in Reingers warten schon ein paar Fischer auf den angekündigten Herbstbesatz. Mit Schläuchen und Keschern werden die Fische in ihr neues Zuhause gebracht.

Ein noch ganz kleiner Zander
Eine Laube

In Reingers

 

Zufrieden mit dem schönen Besatz schaffen wir es noch fünf nach zwölf beim Fleischhauer Geitzenauer ein Stück seines bis Wien berühmten Leberkäses für ein spätes Frühstück zu ergattern.

Da sich der Nebel langsam hebt, schauen wir auf den Tennisplatz. Im Strandbad ist es herbstlich ruhig und bevor wir spielen können, müssen wir den Platz erst von ein paar Blättern befreien. Ich gewinne kein Game.
Am Abend treffen wir uns mit Ma und H sowie R + A im Gasthaus Kaufmann. Es gibt Wild, ich bestelle mir ein klassisches Rindsgulasch und dann teilen wir uns noch eine Portion Mohnnudeln. Wir diskutieren, ob sich in einer Wiener Wohnung eher ein Wurmkompost oder eine Schneckenzucht realisieren ließe. Am Stadtplatz beschreibt H und ein zufällig mithörender Passant welche Geschäfte und Lokale es früher hier gab und nach dem vielen Essen schließe ich mich R + A an, die zu Fuß den Berg bis zum Feriendorf hinaufgehen.

Sonntag früh ist es sonnig, aber kalt. Wir schwanken zwischen fischen oder einer Runde Golf, entscheiden uns dann aber doch für eine zweite Tennispartie. Ich gewinne sogar drei Games!
Die nächste Woche ist kurz und vollgepackt. Am Montag ruft die Wiener Radlobby zum Pool-Nudel-Flashmob, um auf das Abstandhalten aufmerksam zu machen, am Dienstag stellen sich die Kandidaten der Wiener Grünen einem weiteren Hearing und ab dem Feiertag habe ich eine Woche frei. In Reingers sammeln sich schon die Teilnehmer für das Hundeschlittenrennen am kommenden langen Wochenende.

Nordbahnviertel, London und Groß-Radischer-Teich

Nachdem es wieder fast sommerlich warm geworden ist, schaue ich in der Mittagspause im Rudolf-Bednar-Park vorbei. Die Blumenbeete sind nett gestaltet und auf einer Wiese unter Bäumen sind Hängematten gespannt.

Am Mittwoch fliege ich zu einem Meeting nach London. Schon in Wien wird mein Personalausweis dreimal kontrolliert, in Heathrow wartet eine lange Schlange vor der Passkontrolle und der Beamte möchte sogar meine Ohren sehen! Der Heathrow Express fährt im Schneckentempo nach Paddington und dann lässt auch noch die U-Bahn ewig auf sich warten. Irgendwann komme ich dann doch an meinem Ziel im Haus der Financial Times an und kann noch einen kurzen Blick auf die Themse werfen. 

Am Ballhausplatz in Wien ist für Donnerstag wieder zur Demo gegen die Regierung aufgerufen. Viele Menschen von Jung bis Alt haben sich versammelt.

Heroben im Waldviertel wird am Samstag der Groß-Radischer-Teich abgefischt. Karpfen, Zander und Hechte kommen in das Revier der ÖFG 1880 im Kollmitzgraben.
Möwen und Reiher warten auf ihre Chance, den Adler habe ich leider verpasst.

Groß-Radischer Teich

Während Tom die Fische an die Thaya begleitet, erledige ich Besorgungen im Ort, unterschreibe am Gemeindeamt das Frauenvolksbegehren und entschließe mich, vor dem Frühstück noch eine Runde um den See zu machen. Es ist traumhaft schön.

Bei Eggern gibt es eine riesige Gänsefarm. Die armen …

Am Nachmittag bekommen wir netten Besuch von B + G – ein Kontakt aus den sozialen Medien, der es ins Real Life geschafft hat –, die auf ihrem Ausflug zur Burg in Heidenreichstein bei uns vorbeischauen. Dann kocht Tom einen großen Topf Bolognese und einen Teil friere ich mir für später ein, wenn ich dann Ende Oktober ein paar Tage frei habe.

Am nächsten Tag ist es nicht mehr ganz so sonnig. Wir schauen an die Teiche in Reingers und werfen kurz die Angel aus. Der Pump Track hat sich nun in eine schwarze Vulkanlandschaft verwandelt.

Nächste Woche treffe ich meine Tante zum Mittagessen, bin zu einer Werbegala geladen und dann muss ich meine Geschäftsreise in den Westen vorbereiten. Am Wochenende wird weiter abgefischt – gleich drei Teiche an einem Tag! 

Krumau an der Moldau, eine Bootsfahrt und der Blutmond

Brumm! Tock, tock, tock. Wufff, wufff, kläff, kläff! Montagfrüh startet mit einer besonders betriebsamen, ländlichen und doch auch lauten Geräuschkulisse. Der Nachbar startet um Punkt Acht den Rasenmähertraktor, auf der Baustelle beginnen die Arbeiten und das alles wird begleitet von lautem Hundegebell. Wir werden daher auch betriebsam und holen uns zwei Kilo Paradeiser vom Marktstand in Neu Bystrice, denn Tom will Tomatensoße einkochen.
Am Nachmittag kommt B, ein lieber Facebookfreund, auf eine Golfrunde vorbei. Beim Golfen zeigt ja angeblich jeder sein wahres Gesicht – es war sehr nett und angenehm!

Am nächsten Tag beschließen wir spontan einen Ausflug nach Krumau an der Moldau (oder auch Cesky Krumlov) zu machen. Hunderte Asiaten haben die selbe Idee – trotzdem finden wir noch einen Platz auf den schönsten Aussichtspunkten, schlendern durch die Gassen der Altstadt und erklimmen den Schlossturm. In einem hübschen Naturkosmetikladen kaufe ich mir eine Seife und eine Handcreme.

 

 

Das Navi führt uns am Rückweg mitten durch die ausgedehnte Seenplatte in Ceska Kanada. Viele Radfahrer sind unterwegs und schmale Alleen führen über die Dämme zwischen den Teichen. Traumhaft schön! Wieder zurück in Chlum fällt uns auf, dass der Teich dort nur wenig Wasser führt. Die Urlauber stehen mitten drinnen nur bis zu den Knöcheln im Wasser.

Am nächsten Tag gehen wir es wieder gemütlicher an und fahren Fischen und in den Wald. Die Monate Juli und August geben für Fotos oft nicht so viel her, denn alles ist grün in Grün. Doch heuer leuchten an jeder Ecke rot die Vogelbeeren und dort wo ein Stück Wiese neben den Feldern nicht gemäht wird, sieht man bunte Blumen und viele Schmetterlinge. Je nachdem in welche Richtung man blickt, ist der Himmel strahlend blau oder gewittrig schwarz. Die Tennisplätze hier heroben schlummern dem nächsten “Muster-Hype” entgegen.

Frisch erholt fahren wir am nächsten Tag in den Kollmitzgraben. Wir machen das Boot der ÖFG 1880 startklar und rudern ein Stück die Thaya hinauf. Von Zeit zu Zeit machen wir das Boot fest und werfen die Angeln aus. Ein traumhaftes Revier und eine wunderschöne Gegend! Ein Paar mit Hund paddelt mit seinem Kanu heran, um sich mit Tom kurz über die Angelmöglichkeiten auszutauschen. Nie kontrolliert er wen, obwohl er das dürfte! Wir lassen die beiden mit den besten Fischerwünschen weiterfahren. Dann kommt schon wieder ein Gewitter und wir rudern zurück.

Das Thayakrokodil.

Wieder zurück in Raabs kommen wir an einem Sonnenblumen- und einem Mohnfeld vorbei. Im Ort gönnen wir uns zum späten Mittagessen Beuschel und Kalbsgulasch.

Nach dem vortägigen Gewitter begrüßt uns der nächste Morgen mit dichtem Nebel. Aber als ich mich zum Salon Böhm aufmache, strahlt schon wieder die Sonne von einem blauen Himmel. Mit meiner Friseurin M bespreche ich aktuelles aus Litschau und Reingers und plaudere mit L, die auch gerade dort ist. Zwei kleine Mädchen lassen sich die Spitzen schneiden und auf die Frage, was die Mama der einen denn gerade macht, antwortet diese mit “Sie arbeitet im Haus”. Ob sie denn das Mittagessen für die Mädchen zubereitet, wird entschieden mit “Nein, sie arbeitet richtig!” beantwortet. Sie macht Homeoffice! Da müssen alle im Salon schmunzeln.
Am späteren Nachmittag schwimmen wir begleitet von Donnergrollen im See. 

Dann warte ich gespannt auf die Mondfinsternis und den Blutmond. Ich positioniere das Stativ auf der Terrasse, trage die Pölster für die Gartensessel nach draußen – und sehe nichts. Der Mond ist so wie in vielen Teilen des Waldviertels hinter Wolken versteckt. Ich meine den Mars zu sehen und versuche ein Bild. Naja. 
Einige Zeit später, nach einer Folge Mundl, will ich das Stativ reinholen … und auf einmal ist er da. 

Der Punkt ganz unten ist der Mars.

Der Präsident der ÖFG ist heroben und am nächsten Tag treffen wir ihn fischend am Teich. In der Früh hat er bereits zwei Karpfen geangelt, aber mit dem wärmer werdenden Wetter tut sich dann nicht mehr viel. Wir fachsimplen über Montagen, Köder und Ruten. Die alten Rollen gefallen mir sehr gut und Tom hat sogar eine davon geschenkt bekommen, aber leider lässt sie sich nicht auf links montieren, sonst hätte ich sie schon auf meine Angel geschraubt.
Wieder zurück nehmen wir ein spätes Frühstück ein. Auch Langöhrchen schaut auf einen Imbiss im hinteren Garten vorbei und diesmal bringt sie sogar ihr Junges mit. So süß – ich kann es kaum fassen.

Am Nachmittag durchqueren wir noch den Herrensee bevor wir den Garten gießen, der zur Zeit in Lila und Rosa erblüht. 
Zum Abendessen machen wir uns ein Huhn in Estragonsoße (dazu kommen auch Petersilie, Sauerampfer, Liebstöckel, Ruccola und Bohnenkraut). Die Leber braten wir extra und löffeln sie direkt aus der Pfanne als Vorspeise.
Das Blut aus dem Mond hat sich mittlerweile über den Himmel verteilt.

Da am nächsten Morgen der Himmel wolkenverhangen ist, fahren wir über die Grenze unsere Biervorräte wieder aufzufüllen. Eine Umleitung gleich in Nova Bystrice führt uns durch eine idyllische Hügellandschaft, die mit den Wäldern, Weiden und Alleen fast schon englisch anmutet – und wir kommen durch malerische Ortschaften. Mehr darüber dann im nächsten Beitrag!
Ich hoffe, ihr verbringt auch angenehme Sommertage und freue mich über eure Nachricht.

Stromausfall, Rosenpracht und der Waldviertler Eisenmann

Sonntagabend bereiten wir die Flusskrebse mit Petersilerdäpfel zu. Meine Lieblingsvariante wäre mit Pasta, aber so ist es auch sehr gut. Das Abendessen wird allerdings durch die Nachricht getrübt, dass am Hamburger Flughafen der Strom ausgefallen ist. Und ich bin auf den Frühflug am nächsten Tag gebucht! Immer ist irgendwas.

Der Wecker läutet um 5:00 Uhr. Der erste Griff geht zum Handy und – großes Lob an den ORF, der als erste Nachricht ganz oben verkündet – der Hamburger Flughafen nimmt um 6:00 Uhr in der Früh wieder den Vollbetrieb auf. Ich mache mich daher schicksalsergeben auf den Weg und alles geht gut. Mein Flug startet pünktlich, mein Tag beginnt mit einem schönen Sonnenaufgang über dem Stadtpark und endet mit einem ebenso malerischen Sonnenuntergang über der Flughafenautobahn.

Tom ist an diesem Montag mit dem Jüngeren beim Ikea um die Küche und sonstiges für die neue Wohnung zu besorgen. Leider ist die Bestellung nicht möglich, denn alle Computer sind ausgefallen! Sind das schon die Vorboten für das gefürchtete große Blackout? Beim Wandern durch die Möbelausstellung stellen Vater und Sohn fest, dass sie genau gegengleich angezogen sind.

Am sonnenarmen Hinterhofbalkon hat sich die Hortensie dieses Jahr meiner erbarmt und zeigt eine zaghafte Blüte.
Wie mir zu Fleiß ist Wien in roten Blütenschmuck gekleidet. Aber doch auch schön.

Mit meiner Cousine F. treffe ich mich bei Jamie’s Italian am Stubentor. Schlechte Kritiken eilen dem Lokal voraus, es ist daher nicht schwer einen Platz zu bekommen. Die Pasta schmeckt sehr gut, der Preis ist jedoch ziemlich geschmalzen. Meine erste Wahl ist leider aus und der Kellner raunt mir ganz leise zu: der Lieferant hätte ausgelassen. Der Lieferant der Zutaten oder des Fertiggerichts?

Im Burggarten  stehen die Rosen und Hortensien in voller Pracht. Die “Perle vom Wienerwald” brauche ich unbedingt für meinen Garten.

Wenn man glaubt, ein Fahrrad besteht aus zwei Rädern, einem Gestell, Sattel sowie Lenker und es schaut seit ewig gleich aus, dann zeigt dieser Radfahrer, dass es auch anders geht. 

Der Kirschbaum im Waldviertler Garten trägt heuer Millionen Früchte. Leider noch nicht ganz reif. In den Beeten blühen der Storchenschnabel und die ersten Astern.
Zum Abendessen braten wir uns Zwergcalamari.

Schon wieder pirscht sich ein Reh heran, und am nächsten Morgen entdecken wir eine Schlafmulde im hinteren Garten.
Die Minikirschen sind schon rot, aber die überlassen wir den Vögeln.

Der Samstagmorgen ist den üblichen Besorgungen gewidmet. Bäcker, Zeitung holen, Lagerhaus. Wir brauchen Blumenerde und kleine Flaschen für die letzte Tranche Holleressig.
Auf der kleinen Mauer vor dem Kräuterbeet sitzt ein Rotschwänzchenjunges und übt sich im Auf-die-Lauer-Legen. Rotschwänze gehören nämlich zu den “Ansitzjägern”.

Wir garteln etwas herum und fahren dann an die Teiche. Der Damm ist voller bunter Blumen und auf einem Hügel am Reingerser Bauplatz entdecke ich auch bei uns ganz oben ein paar Mohnblumen.
Am Weg nach Hause sehen wir aus den Augenwinkeln ein großes und ein kleines Tier im Feld verschwinden. Rehe, Hunde, Wölfe? Wir bleiben stehen und ich erwische mit der Kamera zufällig einen Stiglitz. Im Feld sitzt ein Hase.

Jeder schaut in eine andere Richtung

Im Topf schmort ein Rehragout. Dazu Gnocchi und ein Salat mit Rucola, Radieschen und Kräutern aus dem Garten. Ein paar Pfirsiche dazu – wunderbar.

Irgendwann gegen Früh hören wir leichten Regen aufs Dach fallen. Der Niederschlag ist kaum der Rede wert, aber zumindest sind die Blätter der Pflanzen leicht benetzt. 
In Reingers dampft der Wald. Das Wasser im Teich ist angenehm temperiert und wir schwimmen eine Runde. Herrlich!

Bevor sie für den Waldvierter Eisenmann die Straße sperren, sind wir wieder zurück. Zu Fuß spazieren wir zum Veranstaltungsgelände und warten auf den Start. Der Sprecher erklärt den “atleths and the women” nochmals das Prozedere. Als erstes starten die Teilnehmer am langen Klassikbewerb, die Frauen mit orangen Schwimmhauben, die Männer mit silbernen. Das Wasser brodelt. Beim Aus-dem-Wasser-Kraxeln greifen Helfer den AthletInnen unter die Arme, aber die mit großem Abstand Führende nach dem Schwimmen wirkt überhaupt nicht geschafft. 
Raus aus dem Neopren und rauf aufs Rad. Vor den Teilnehmern liegen 84 km. Ich bin schon geschafft, wenn ich das kleine Stück vom Ort zu uns rauf radle. Zum Schluss gehts noch viermal um den See (= 21 km). Ha ha ha – unvorstellbar. Die kurze Speeddistanz oder die Staffel stelle ich mir im Vergleich dazu richtig easy vor.

 

Damenstart

Männerstart

Die schnellste Schwimmerin

Die Fittesten laufen rauf, die Anderen gehen.
Der Titelverteidiger und erster nach dem Schwimmen
Radübernahme
Km 1 von 84

Da gehts dann schon wieder

Ich darf nicht vergessen, heute noch meinem Papa zum Vatertag zu gratulieren. Nächste Woche feiern wir den Schulabschluss von S. und am Samstag gastiert die Harald Gangl Band mit Claudia K. im Rahmen der Veranstaltung “Wirtshauskultur an der Grenze” in Schrems. Die Kirschen sollten dann auch reif sein!

Matrosen, Burg und Fliegenfischertag.

Gleich am Montag fliege ich beruflich nach Hamburg. Bei Sonnenschein hebe ich ab – bei genauso prächtigem Wetter und milden Temperaturen lande ich im Norden. Die Kanäle verströmen einen besonderen “Duft” – offenbar ist die Stadt auf so warme Temperaturen nicht ideal eingestellt. Die Sonne spiegelt sich in den Fenstern der Elbphilharmonie, viele Schiffe liegen am Kai der Elbe und am Weg zum Hotel kommt mir eine Gruppe Matrosen entgegen. Hamburg at its best.

Auch am nächsten Morgen ist es schön.

Wieder zurück in Wien schauen wir auf der Baustelle der neuen Begegnungszone in der Lange Gasse vorbei. Vor uns Martin Hiden, der ehemals teuerste Fußballspieler Österreichs, offensichtlich auf dem Weg zu einer Joggingrunde.

Am Feiertag bricht Tom früh zum Fliegenfischertag der ÖFG1880 an der Pielach auf und ich nutze den Vormittag, um nach langem wieder reiten zu gehen. Auf der Koppel stehen mehr dunkelbraune Pferde als sonst und ich fürchte schon, ich schnappe mir das falsche, aber Nougat hebt gleich den Kopf und kommt mir und meiner Karotte entgegen. So süß!
Der Wienerwald leuchtet nach den Gewittern der letzten Tage saftig grün, wir machen eine kurze Grasfresspause – inklusive Streicheleinheit durch ein kleines Mädchen. Oben bei der Sophienalpe blüht der Ginster.

Nachdem ich Nougat wieder auf die Koppel gebracht habe, fahre ich auch an die Pielach. Zum jährlichen Fliegenfischertag sind wieder einige der besten FiegenfischerInnen eingeladen. Die nächsten Tage finden Kurse statt, aber man kann schon heute bei einigen Vorführungen zuschauen. Neben dem Schotten Ian Gordon und Instruktoren aus Italien, die den italienischen Wurfstil demonstrieren und anderen, ist heuer auch die Irin Glenda Powell, eine großartige Instruktorin, eingeladen. Super sympathisch, witzig und mit höchster Perfektion demonstriert sie die Würfe mit der Fliegenrute wie sie sein sollen … und wie eher nicht. Wenn die Schnur über die Wasseroberfläche mit einem lauten tschrischplatsch schnalzt, dann ist es nicht richtig. Zwei der Italiener nutzen eine kurze Pause für ein Foto mit der Koryphäe.
Neben den Vorführungen kann man Zubehör kaufen, Fliegenbindern bei ihrer Arbeit zuschauen und zwei Teenager verkaufen Lose. Die Ziehung zieht sich wie gewohnt ein wenig, ein Gewinn um den anderen geht an mir vorüber, aber dann – mein Los mit der Nummer 44 gewinnt den zweiten Haupttreffer: eine kleine Generallizenz! Damit kann ich in vielen Gewässern der ÖFG 1880 fischen und das werde ich nächstes Jahr auf jeden Fall nutzen!

Italiener in Action.
Ian Gordon am Mann.
Glenda Powell

 

 

 

Nach dem Ende der Veranstaltung fahren wir,  begleitet von heftigen Gewittern und Regenschauern, gleich direkt ins Waldviertel. Wir kommen auf unserer Strecke über Krems und Zwettl in Pürbach vorbei, einem Drehort für einen Wallanderkrimi. Das Haus mit der russisch anmutenden Veranda steht noch immer unverändert da und eine schöne Birkenallee säumt die Zufahrt.  
Oben angekommen erwartet uns ein Regenbogen.

Über Nacht regnet es noch etwas und in der Früh hängen dunkle Wolken über Litschau. Im Garten stehen der Zierlauch, die Akeleien, der Rhododendron, die Iris und der kleine Flieder, den wir von E + G geschenkt bekommen haben, in voller Blüte. 

Nachdem wir gemäht, die Einkäufe erledigt und das Gästezimmer umgestellt haben, schaue ich noch kurz an den Herrensee. Noch immer wenig Wasser und jetzt findet ja schon bald der Waldviertler Eisenmann statt. Ich hoffe, die Teilnehmer streifen beim Schwimmen nicht mit dem Bauch am Grund.
Am Abend kommen die Kinder und es gibt Pasta.

Für Samstag ist schönes Wetter angesagt und so machen wir einen Ausflug über die Grenze zur Burg Landstein und weiter nach Slavonice. Der freundliche Herr an der Burgkassa fragt von sich aus, wer noch Student ist, wirft nur einen kurzen Blick auf die Ausweise und gibt uns eine deutsche Übersetzung für den kleinen Museumsraum in die Hand. Nach der Turmbesteigung kaufen wir uns etwas zu Trinken und nach zehnminütiger Fahrt sind wir auch schon im malerischen Ort Slavonice mit den Sgraffitofassaden und den einzigartigen Diamantgewölben. Wir treffen D. aus Litschau und kehren in einem kleinen Kaffeehaus hinter der Kirche ein. Es gibt Eiskaffee ohne Eiscreme und J. bestellt ihren Kaffee auch extra ohne Milch. Die Kellnerin nickt freundlich und bringt das Glas gekrönt von einer üppigen Schlagobershaube. An der österreichisch-tschechischen Verständigung müssen wir noch arbeiten.
In einem kleinen Keramikladen kaufe ich mir eine hübsche Schale und über Fratres und Dobersberg fahren wir wieder zurück.

Wieder zurück verteilen wir uns auf Terrasse, Garten und Hängematte und warten bis der Braten im Rohr fertig ist. Zum ordentlichen Stück aus Karree und Schopf vom Fleischhauer im Ort gibt es Gnocchi und grünen Spargel – ein Traum. Später kommen noch R + A auf ein Glas und wir schauen gemeinsam ein Stück Song Contest. Zum Schluss wird es noch richtig spannend!

Sonntagfrüh lassen wir alle ausschlafen. Wir holen Gebäck und machen eine kleine Runde über die Teiche in Reingers.

Nachdem die angekündigten Gewitter am Wochenendende ausgeblieben sind, ist für nächste Woche Regen angesagt – hoffentlich. Mittwoch bis Freitag findet das jährliche Waldviertelfest am Rathausplatz statt und dann ist schon Pfingsten!

Alte Tagebücher, Frühstück in der Provinz und Eis in Hamburg und Wien

Am Weg letzten Sonntag hinunter in die Stadt schauen wir noch an der Thaya vorbei, die stellenweise wieder beginnt zuzufrieren.

In Wien erwartet uns eine frostig kalte Woche. Wir trotzen den eisigen Temperaturen und gehen weiter zu Fuß nach Hause – diesmal über die Theobaldgasse. In hübschen Geschäften mit kleinen Öfen bekommt man Fisch, Schinken oder Biogemüse.

Mitte der Woche fliege ich zu einer Tagung nach Hamburg, wo es genauso kalt ist wie in Wien. Es liegt sogar etwas Schnee, auf der Elbe schwimmen die Eisschollen  – aber dafür scheint die Sonne!
Der STERN feiert heuer 70-jähriges Jubiläum und der Chefredakteur holt zu diesem Anlass extra die original gefälschten Hitlertagebücher aus dem Tresor. Danach präsentiert Joko Winterscheidt das gemeinsame Magazinprojekt mit G+J. Wir hoffen, dass es im Markt gut ankommt und Joko wünscht sich, dass ihn das Magazin bis zur Pension trägt. Mich hoffentlich auch!

Das G+J Verlagsgebäude und dahinter Hamburgs Wahrzeichen, der Michel

 

Da man im Waldviertel außer Heizen derzeit nicht viel machen kann, beschließen wir, dieses Wochenende in Wien zu bleiben. Samstagfrüh gehen wir ins Café der Provinz in der Maria Treu Gasse frühstücken. Am Wochenende gibt es ein Brunchbuffet mit köstlichem Käse, saftigem Schinken, Eiern, Obst, Rohkost und leider etwas trockenem Vollkornbrot. Dafür gibt es süße Waffeln mit Honig und Marmelade und auch der Kaffee ist besonders gut. Der Preis ist auch in Ordnung. 

Danach schauen wir kurz auf den Flohmarkt und weiter in den Sechsten, denn ich möchte bei Henzls Ernte Orangenmarmelade kaufen. Außerdem habe ich über ein neues Geschäft in der Kettenbrückengasse gelesen, wo es “Schwarze Olivenölseife” geben soll. Angeblich super zum Reinigen von Holzböden!
In der Gasse reiht sich ein nettes Lokal neben das andere: beim Gärtner Gschäftl verkaufen Wiener Bauern ihre Produkte, im stattGarten Wien bekommen wir außer der Seife auch zwei hübsche Espressotassen mit einem Fisch drauf, eine Naturschuhcreme sowie Kaffee.
Dann angeln wir uns noch am Naschmarkt eine Seezunge fürs Abendessen. Kein ganz günstiges Vergnügen, aber dafür ein wirklich köstlicher Fisch. Dazu macht Tom eine Orangen-Pfeffersoße und Gemüsereis.

Nach dem Dauerfrost der letzten Tage sind sowohl die Neue als auch die Alte Donau zugefroren. Leider haben wir unsere Eislaufschuhe nicht in Wien, aber es ist auch schön, nur so ein paar Schritte über das Eis zu gehen.


 

Das Gänsehäufel

 



Nächste Woche hat der Jüngere Geburtstag. Im Büro wartet nach den Tagen in Hamburg einiges an Arbeit – dafür nehme ich mir am Freitag vielleicht frei!

An der Elbe, Punxsutawney meets Litschau und Nachbars Katze

Der Wecker läutet um 5:00. Ich verlasse Wien bei Regen und lande bei ebenso trübem Wetter in Hamburg. Ich freue mich jedesmal über den Anblick der Schiffe auf der Elbe.

Auf dem Rückflug spiele ich mich etwas mit meiner neuen Kamera und teste über Wien die Nachtbildfunktion. Ganz im Griff habe ich sie noch nicht.

Ende der Woche treffe mich zu einem sehr netten Geschäftsfrühstück im Guesthouse und am Abend spazieren wir an der Piaristenkirche vorbei. Es regnet wieder.

Das Waldviertel zeigt sich am Wochenende weiter schneelos. Hustend und schnupfend bewege ich mich hauptsächlich zwischen Bett, Tisch und Couch. Im Garten zeigen sich bereits ein paar Primeln und die Zaubernuss blüht bescheiden aber immerhin. Kurz nachdem wir die Vogelhäuschen aufgefüllt haben, ist der Eichelhäher da.

Am Nachmittag machen wir noch eine kleine Runde über die Grenze nach Chlum an den eisfreien Hejtmanteich. Über Schlag geht’s wieder zurück.
Auf dem Feld vor dem Haus treffen sich unsere vier Rehe und die immer etwas grantig dreinblickende Katze der Nachbarn.

Zum Abendessen schieben wir ein Stück Strohschweinkarree ins Rohr. Dazu Sauerkraut und im Tiefkühler haben wir noch zwei Erdäpfelknödel. Wunderbar.

Diesen Winter erleben wir jeden Sonntag unseren eigenen Punxsutawney-Moment. Über Nacht hat es wieder geschneit! Es ist alles leicht angezuckert und gegen Mittag kommt sogar die Sonne raus. Unter dem Vogelhäuschen im Apfelbaum versammeln sich Zeisige, Sperlinge und ein Grünfink.

Schandachen

Diesmal soll es kalt bleiben, eventuell weiter schneien und nächsten Samstag ist Faschingsumzug in Litschau!

Kurze Tage, langes Wochenende und Karpfen

Dunkel ist es in der Früh auf dem Weg ins Büro, finster am Heimweg am Abend. So gesehen ist es ideal, dass die Adventszeit in den Dezember fällt. Wien hat alle Lichter aufgedreht und ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es ohne der Weihnachtsbeleuchtung wäre. Finster, ganz finster.

Der Christkindlmarkt hat sich gemausert; mit Schaudern erinnere ich mich an frühere Zeiten mit Plastikklumpert und Spielzeugwaffen. Vor dem Rathaus singt ein Chor und wenn die Bühne etwas höher wäre, dann würde man ihn nicht nur hören, sondern auch sehen.

 

In der Bäckerstraße hat eine französische Bäckerei aufgemacht. In den Medien viel gelobt und in Gehweite vom Büro – da bin ich schon dort und kaufe ein Baguette. Sehr gut! Durch die Scheiben sieht man in die Küche und auf die vorbereiteten Teigwürste. Der Andrang ist groß und die Baguettes gehen weg wie die warmen Semmeln. Ha ha!

Am Dienstag fliege ich nach Zürich und schaue vor dem Meeting kurz an den See. Der Ausblick ist wetterbedingt eingeschränkt und der Ententeich im Stadtpark am nächsten Tag ist auch schön.

Wer noch Inspiration für das Weihnachtsmenü sucht: Saibling al saor, Blätterteigtascherln mit geräucherter Gänsebrust und Kalbsnierenbraten – so lautet der heurige Vorschlag im Nachrichtenmagazin Profil. Bei der Produktion und beim anschließenden Verzehr durften wir wieder dabei sein und hielten Weihnachtsgeneralprobe bei C + K. Zum Abschluss tunkten wir Mohnzelten vom Kasses in K’s selbstgemachte Heidelbeermarmelade. Weihnachten kann kommen! 

Am Donnerstag gehen wir über die Judengasse und durch die Ferstlpassage nach Hause. Auf der 2er-Linie kommen wir an den Abbrucharbeiten des ehemaligen Rechenzentrums, des “Glaspalastes”, vorbei. Bei Nacht und eingehüllt in eine Staubwolke arbeiten sich riesige Bagger Stock für Stock vor und es sieht aus wie in einem Science-Fiction-Film.

Auf dem Weg hinauf kommen uns Anhänger voller Weihnachtsbäume auf Ihrer Reise zu den Wiener Verkaufsstellen entgegen.  
Auch sonst dürften alle den Feiertag mit Einkaufen verbringen, denn am See ist kaum wer unterwegs. Der Regen geht in Schneefall über, wir montieren eine kleine Lichterkette an der Regenrinne der Garage und heizen den Ofen ein.

 

Early-Bird-Tom schießt in der Früh ein paar Fotos von zwei Rehen, die im Garten Äpfel naschen. Unter einem unserer Apfelbäume lassen wir das Gras hoch wachsen und daher macht es nichts, wenn die Äpfel dort über den Winter liegen bleiben. Und so fressen sie vielleicht nicht unsere Sträucher und Rosen. Rehdung ist sicherlich auch ein guter Dünger!

 

Nach dem Frühstück fahren wir mit R+A nach Leopoldsdorf Karpfen holen. Die Anbieter unseres Vertrauens stehen an diesem Wochenende von der Früh bis spät in die Nacht in einer Garage und zerlegen, filetieren, schröpfen und vakuumieren unzählige Karpfen-, Zander- und Forellenfilets für Weihnachten. Es ist eine recht blutige Angelegenheit, aber die Qualität ist jedes Jahr top.

Zanderfilets
Forellen
Karpfenfilets vor dem Schröpfen
Die Filets werden feinsäuberlich zugeputzt
Die Finger wurden nicht mitgeschröpft
Das fertige Filet

Am Nachmittag machen wir noch eine Runde durch den Ort bevor am Abend R+A zum Essen kommen. Das Abendrot legt sich wunderschön über Litschau.
Im gusseisernen Topf schmort ein Rehragout, zur Vorspeise gibt es Salat mit Birnen, Nüssen und Blauschimmelkäse und als Dessert Panna Cotta. Das Reh ist vom Fleischhauer (und Jäger) aus dem Ort, nicht aus dem Garten!

“Ich hab dir den Eichelhäher fotografiert”. So begrüßt mich Tom am Sonntag in der Früh. Das Vogelhäuschen schwankt unter dem Gewicht und auch die Amsel ist kugelrund. Unser Futter kommt scheints gut an.

In Hörmanns besorgen wir Tannenreisig und decken damit die Beete ab. So wie es aussieht, feiern wir dieses Jahr heroben und ich möchte am liebsten gleich auch einen Christbaum kaufen fahren. Tom ist das – WIE IMMER – viel zu früh und so überlege ich kurz, ob ich einfach einen aus dem Wald holen soll. Da stehen so süße Bäumchen sehr verlockend herum. Ich glaube, ich warte aber doch lieber bis nächstes Wochenende, wenn wir zum Händler fahren.

Nächste Woche stehen zwei Weihnachtsfeiern im Kalender, mit meiner Schwester treffe ich mich zum letzten Geschenkebesorgen und schön wäre, wenn es vor Weihnachten noch einmal schneien würde.

Schneeberg, Schandachen und ein fast fertiges Zimmer

Am Montag geht es gleich beruflich nach Graz. Für die anstrengende Fahrt über den Wechsel werde ich mit einem herrlichen Ausblick auf den Schneeberg entschädigt. Dass es der Schneeberg ist, hat mir Ex-Kollege und Instagram-Freund A. sowie Toms Mitarbeiter G, ein wanderbegeisterter Belgier gesagt.
Zum Abendessen probieren wir die Woche ein sehr gutes neues Pastagericht mit Radicchio, Feigen, Nüssen und Blauschimmelkäse.

Die weitere Woche verläuft relativ ereignislos, nach der Arbeit halten wir Ausschau nach dem einen oder anderen Möbelstück für das neue Zimmer und warten auf die Bestätigung unseres Handwerkers, dass alles fertig ist.
“Komm schau, da draußen schaut es aus wie in London 1888”, ruft mich Tom am Freitag in der Früh zum Fenster. Dichter Nebel liegt über der Stadt und ich kann es kaum erwarten hinaufzufahren.

 

Heroben scheint die Sonne und – ta ta! – der Boden ist gelegt und geölt. Wir schleppen die schwere Anrichte und den Esstisch hinein, saugen, wischen und waschen und sind nach 2,5 Stunden geschafft aber glücklich. Es ist so schön geworden.

Samstagfrüh fahren wir an den Schandacher Teich, denn es werden Karpfen und Zander für die Teiche in Reingers abgefischt. Die Möwen sind dieses Jahr schon sehr zeitig da und hoffen auf Beute. Auch der Otter ist hier irgendwo unterwegs, wie eindeutige Verletzungsspuren an einem Zander zeigen.

Die Fische werden abgewogen und in Wassertanks nach Reingers geführt, wo sie per Hand (die Zander) und durch einen Schlauch (die robusteren Karpfen) in den Mühlteich und den Stadlteich besetzt werden.

Wieder daheim nehmen wir noch letzte Dekorierungsarbeiten im Zimmer vor und hängen die Bilder auf. Später schauen wir beim kleinen Teich bei Illmanns vorbei, den ich nach Winter und Sommer nun auch im Herbst fotografieren wollte.
In Reingers sind die Schlittenhundeteams am Campingplatz eingezogen und über Hörmanns fahren wir wieder zurück.

Der Mühlteich

Zur Belohnung für die viele Arbeit und zur Feier des schönen Zimmers kocht Tom einen großen Topf Bolognese.

Sonntagfrüh regnet es stark, Tom fährt mit dem nächsten Fischbesatz in den Kollmitzgraben an die Thaya und ich wollte eigentlich etwas im Garten arbeiten. Aber es ist viel zu nass und so streiche ich schnell die Rohre des neuen Heizkörpers. Dann ziehe ich mir die Laufschuhe an und geh-laufe eine Runde um den Herrensee. Am Ende der Runde bin ich zwar waschelnass, aber es ist herrlich.

Am Nachmittag ist Derby und einer von uns beiden ist am Abend womöglich nur in mittelguter Stimmung, nächste Woche feiern wir einen runden Geburtstag in der Familie und dann habe ich ein paar Tage frei!

Teambuilding, Bauernschnapsen und erste Herbsttage

Sonntagnachmittag spazieren wir von uns daheim zum Alten AKH und über die Votivkirche wieder zurück. Wir treffen auf friedlich demonstrierende Afghanen und bekommen Ausblicke auf nicht so hübsche Ecken von Wien.

Private Leihradanbieter aus Asien überschwemmen seit dieser Woche Wien mit ihren Fahrrädern, von denen ein paar eine neuen Bestimmung als mobile Mistkübel gefunden haben.

Nach der Arbeit treffe mich mit Freundin M auf der anderen Seite des Stadtparks und am Donnerstag geht es zur jährlichen Verkaufstagung nach Hamburg.

Die Tagung findet wie jedes Jahr in einer Veranstaltungshalle im Hamburger Zoo statt und dieses Mal haben wir endlich auch Tiere gesehen! Nach dem Mittagessen gibt es üblicher Weise einen Teambewerb und in Gruppen geht es quer durch den Tierpark, wo wir Fragen beantworten, Punkte sammeln und Fotos schießen können. Lustig!

 

  

 

Das kühle Wetter aus Hamburg kommt dann am Freitagnachmittag nach Wien. Die ganze Fahrt herauf ins Waldviertel regnet es und heroben ist es schon recht herbstlich.

Vor dem Frühstück schauen wir in den Wald, finden aber nur einen Fliegenpilz.

Am späteren Vormittag kommen S + K vorbei, nachdem K vor kurzem die Fischerprüfung absolviert hat und nun ein bisschen Angelluft schnuppern möchte. Er begleitet Tom beim Spinnfischen, während ich mit S warte, dass ein Karpfen beißt.

Am Abend sind wir bei G + E eingeladen, nachdem wir uns den ganzen Sommer über nicht gesehen haben. Freude! Es gibt kärntnerisch-korsischen Abend und danach setzen wir unser Bauernschnapsturnier fort. Anfangs hab ich ein ganz gutes Blatt, es geht aber leider nicht alles durch und dann hat Tom ein Farbenringerl! Tom + E gewinnen den Abend mit 3:2.

Am Sonntag regnet es von der Früh weg, trotzdem gehen wir auf den Golfplatz. Nach einer halben Runde sind wir waschelnass, Tom fährt an die Teiche und ich schreibe meinen Blog.

R + A kommen kurz auf einen Schwammerlcheck vorbei, vor dem heimfahren schauen wir auch noch kurz in den Wald und finden einen Steinpilz. Auf den Wegen haben sich große Lacken gebildet und es ist tropft von den Ästen.

Am Haus haben die Umbauarbeiten begonnen – ich freue mich auf den Herbst.