Innsbruck, Bozen und ein Litschauer Derbysieg

Beim Fleischhauer auf der Josefstädter Straße liegt Kalbfleisch in der Vitrine und daraus kocht Tom ein sämiges Gulasch mit Spätzle.

Donnerstagfrüh brechen wir zeitig auf, denn ich muss geschäftlich nach Tirol und Südtirol. Erste Station ist Innsbruck und während ich einen Kunden besuche, besucht Tom das Goldene Dachl in der Altstadt.

Weiter geht es über den Brenner, vorbei an endlosen Lkw-Kolonnen. Was transportieren die alle und wohin?
Der erste Termin in Bozen führt mich in die Vorstadt, wo uns Perlen des italienischen Wohnbaus erwarten. Das Zimmer habe ich jedoch im altehrwürdigen Parkhotel Laurin im Zentrum gebucht. Die Fenster könnten mal wieder gestrichen und der Teppich im Lift ausgetauscht werden, aber der Blick vom Balkon auf die Berge entschädigt uns. Vor dem Abendessen drehen wir noch eine Runde durch die Altstadt. Wir entscheiden uns im Hotel zu essen, wo ein junger Koch alpine und mediterrane Küche perfekt vereint. Originell auch die holzvertäfelte Bar mit Musik und Häppchen.

Die Sonne geht malerisch hinter den Bergen auf, das Frühstück bietet eine Auswahl an Südtiroler Käse, man kann sich sein weiches Ei selber kochen und die butterflaumigzarten Croissants sind unterschiedlich gefüllt.
Den nächsten Termin habe ich am Pfarrplatz – ideal für einen kurzen Abstecher in die Dompfarrkirche. Tom besorgt noch Speck und Wildschweinsalami, bevor wir gemeinsam mit Hunderten deutschen Wohnwagen wieder über den Brenner zurück fahren.

Am Attersee machen wir einen kurzen Stopp und lassen den Blick schweifen. Das Wasser ist so klar.

Nach stundenlanger Fahrt kommen wir wieder oben an. Der Himmel leuchtet rot und der Mond ist fast voll. Müde von der langen Reise gehe ich bald schlafen, denn am nächsten Tag heißt es nochmals früh aufstehen!

Das früh Aufstehen ist ja eher nicht so meines, aber wenn sich die Morgennebel von den Teichen heben und die Sonne hinter den Bäumen aufgeht, ist es schon sehr malerisch. Wie jedes Jahr werden auch heuer wieder die Schuh-Teiche abgefischt und Karpfen sowie Zander an die Alte Donau geführt. Unser Lieblingsfahrer N. der Schlossfischerei hat sich dafür extra sein neues ÖFG-Kapperl aufgesetzt. 

Der USC Sparkasse Litschau ist seit acht Runden ungeschlagen und da lassen wir uns gemeinsam mit Ma und H. das Derby in Heidenreichstein nicht entgehen. Viele Fans aus Litschau sind angereist und feiern die Mannschaft lautstark. Mit Choreographie!

 

Über dem Abfischen in Kleinmotten liegt dichter Nebel, in Litschau, nur ein paar Kilometer entfernt, scheint von der Früh weg die Sonne. Vor dem späten Frühstück spielen wir neun Löcher und ich gewinne wieder nix.

Nächste Woche feiert Cousine A. ihre Habilitation (endlich!) und wenn das Wetter passt, kommt am Samstag “Fischers Fritz” in den Kollmitzgraben. Hoffentlich hält das prächtige Herbstwetter an!

KlezMore, Groß-Radischen-Teich und die Museumsnacht in Litschau

Nachdem es am Samstag wie meistens an den letzten Wochenenden trüb und kühl ist, scheint am Sonntag die Sonne. Über den Maissauer Berg geht es zurück nach Wien, die Weinstöcke sind bereits abgeerntet. Ein paar Steinpilze haben wir noch gefunden und diesmal gibt es es sie auf Pasta.

Die erste Oktoberwoche startet sonnig und mild. Im Park hinter dem Office lassen Kinder Drachen steigen, der Donaukanal glänzt in der untergehenden Sonne. Dann zieht eine Kaltfront über Wien und der Blick aus dem Bürofenster ändert sich.

Zum Start des KlezMore-Festivals findet im Aktionsradius Wien eine Pressekonferenz statt. Die Plakate sind wie jedes Jahr vom Tom, die Veranstaltung moderiert Rainer Krispel, der auch die Texte im Folder beisteuert.
Für den Heimweg nehmen wir das Taxi und reisen damit kurz in die Zukunft!

Im Waldviertel haben sich die Blätter verfärbt, der Oktober zeigt sich jedoch nicht golden sondern nass und kalt.

Am Samstag regnet es von der Früh weg. Dieses Wochenende wird am Groß-Radischer-Teich abgefischt, ein Schwung Karpfen, Zander und Hechte kommen in die Thaya. Ein Kamerateam von Servus TV ist auch da.

Während Tom die Fische in den Kollmitzgraben begleitet, gönne ich mir einen Besuch bei Marion im Friseursalon Böhm.

Am Abend findet die Lange Nacht der Museen statt und Litschau macht auch mit. Treffpunkt ist im Hof des alten Schlosses, wo man etwas über die Familiengeschichte der Bewohner, den Hungerturm und den Kerker erfährt, dann geht es weiter runter in die Stadt zur Kirche, dem Heimatmuseum oder dem Strickereimuseum. Die einstige Textilindustrie ist verschwunden, größter Arbeitgeber ist heute das Pflegeheim, aber die historischen Maschinen und Erinnerungsstücke im Heimatmuseum werden liebevoll gehegt und ausgestellt. In einem Raum der Kirche sieht man noch die bunte Bemalung aus der Barockzeit, nach der letzten Renovierung wurde die Kirche jedoch wieder in ihren romanischen Urzustand zurückversetzt. Im Bahnhof werden Filme gezeigt und im Pfarrhof die Litschauer Topothek präsentiert, aber das hebe ich mir für nächstes Jahr auf.

Diesmal wird auch am Sonntag das Wetter nicht besser. Im Wald finden wir nur ein paar Fliegenpilze aber nichts Verwertbares.

Nächste Woche muss ich geschäftlich nach Innsbruck und Bozen. Und der Tom kommt mit!