Flammkuchen, Sommer in Wien und Pfingsten in Litschau!

Am Montag führt mich ein Termin nocheinmal auf die Donauplatte neben die UNO-City und die Woche über fahre ich meist mit dem Rad ins Büro. Im Volksgarten findet morgendliches Tai Chi statt, der Pool am Badeschiff ist in Betrieb und in der ganzen Stadt blühen prächtige Rosen. Wir machen uns Flammkuchen: einmal traditionell mit Zwiebel und Schinkenspeck, einmal mit Lachs und Dille. Einfach und gut! 

Freitagmittag gehen wir noch auf ein Menü zum Vietnamesen bevor wir am Nachmittag ins lange Pfingstwochenende aufbrechen. Im Radio warnen sie vor starkem Stau in den Süden – zum Glück fahren wir in den Norden.
Im Garten blüht der Holler, auf den Wiesen Kamille und Wiesenglockenblumen und den Schandacher Teich säumen Lupinen und Moospölster.

Samstagmittag holen wir die Kinder vom Zug in Göpfritz ab und verteilen uns den Nachmittag über auf Hängematte, Terrasse und Couch. Vom Fleischhauer im Ort haben wir zwei prächtige Stück Wildschweinrücken, die wir im Rohr braten. Viel zu viel für uns vier, daher laden wir noch R + A dazu ein.

Das Wetter wird mit jedem Tag besser und auch der frische Wind lässt nach. Wir üben ein paar Abschläge am Golfplatz und verschieben unsere Runde auf später, denn am Platz ist recht viel los. Umso angenehmer ist es im Strandbad. Das Wasser ist nach einer kurzen Schrecksekunde gar nicht mal so kalt und gemeinsam mit dem Älteren schwimme ich zum anderen Ufer. Auch ein Schwimmer im Neoprenanzug durchquert den See, allerdings der Länge nach. Nächstes Wochenende findet der Eisenmann statt und an Land und zu Wasser wird schon eifrig trainiert.
Am Nachmittag ist es dann ruhiger am Golfplatz und wir spielen eine halbe Runde.

Während wir in der Früh eine Stunde Tennis spielen, schwimmt im Pool eine Eisenfrau Bahn um Bahn und der freundliche Bademeister nimmt seinen Saisonjob wieder auf. Auch im Becken ist das Wasser noch recht frisch, bietet aber eine herrliche Abkühlung nach dem Spiel. Was für ein wunderschönes Pfingstwochenende!

Am Heimweg möchten wir noch bei Ma und H. die Baustelle besichtigen, am Donnerstag ist Hauptversammlung der ÖFG1880 und am Samstag feiert Cousine U. Geburtstag! Daher bleiben wir nächstes Wochenende in Wien und packen deshalb die Fliegenruten ins Auto. Am Sonntag möchte ich reiten gehen. Zack, zack, zack und dann kommt schon das nächste lange Wochenende!

Dachsengraben, Fliegenfischertag und Urlaubswoche

Der Wecker läutet um 5:30 – und das am ersten Urlaubstag! Ich bringe Tom zum Zug nach Göpfritz an der Wild und werde für das frühe Aufstehen mit einer wunderschönen Morgenstimmung belohnt. Vor Litschau steht eine Wiese voller Margeriten.
Am Abend davor kochen wir Risotto mit den Steinpilzen vom letzten Herbst.

Den Vormittag nutze ich um einen riesigen Berg Äste wegzuhäckseln und nach einem Imbiss drehe ich eine Runde mit dem Rad. Auf den Feldern steht hoch das Getreide und überall wachsen Wildblumen.

Am nächsten Tag spaziere ich entlang meiner Lieblingsrunde durch den Dachsengraben, vorbei an eindrucksvollen Steinformationen bis zum Richterteich. Mitten im Wald läuft ein Reh laut bellend an mir vorbei, als ob ein Wolf hinter ihm her wäre. Es beschleicht mich ein mulmiges Gefühl und ich wünsche mir, dass ich zumindest ein Schwammerlmesser dabei hätte.

Das Reh ist vor den Fichtenstämmen kaum zu sehen

Das Wetter wird immer schlechter. Gut für die Natur, weniger gut für die Gartenarbeit. Ich fahre in die Gärtnerei in Heidenreichstein und inspiziere die Schwammerlplätze, gerate bei der Kapelle in der Saaß in einen Stau – da war offenbar eine an mir vorübergegangene Veranstaltung – und sehe durch eine Waldlichtung erstmals den hinteren Teil des Schandacher Teichs. Eine ganz besondere Naturszenerie.

 

Am Feiertag fahre ich zum Fliegenfischertag der ÖFG1880 an die Pielach. Die Strecke führt mich über Pürbach, vorbei an einem durch eine Veranda ergänzten Haus – vor vielen Jahren Drehort eines Wallanderkrimis! 
Instruktoren und eine Instruktorin aus Irland, Schottland, der Schweiz und Österreich zeigen ihr Wurftechniken, man kann Fliegenbindern bei der Arbeit zusehen und Angelzubehör erstehen. Das Werfen der Rute sieht so leicht aus und ist doch so schwer. Bei der Tombola gewinne ich eine Tageskarte für ein Fischereigewässer meiner Wahl und entscheide mich nach kurzer Beratung für die Pielach.
Von Toms Onkel bekommen wir zwei frisch gefangene Forellen geschenkt und nach der Veranstaltung fahren wir mit unserem Freund K., der sich zum dreitägigen Fliegenfischerkurs angemeldet hat, noch kurz an den Fluß, wo wir noch einen Fisch erwischen.
Auf dem Heimweg kommen wir an einem malerischen Teich vorbei, der in der Abendsonne glitzert.


 

 


Das schöne Wetter am Freitag nutzen wir für die Gartenarbeit. Wir stechen den Komposthaufen um, legen Steine als Begrenzung um ein Blumenbeet und im Lagerhaus bekommen wir ein paar übrig gebliebene Sommerblumen, Kräuter und Gemüsepflänzchen geschenkt. Sechs Zuckermaissetzlinge pflanzen wir entlang des Zaunes. Ob wir da im Sommer prächtige Maiskolben ernten werden können?

Später fährt Tom noch an die Thaya zum Krebsmonitoring. Am Fußballplatz im Ort Thaya drehen zwei Mähroboter unermüdlich ihre Runden.

Das Tennisturnier am Samstag lassen wir heuer noch aus und ich mache stattdessen mit Cousine A. eine Runde um den See. Am Rundweg sind Stationen einer Schnitzelralley ausgelegt und A. geht dann sogar noch schwimmen. Brrrrrr – das ist mir viel zu kalt. 
Am Abend sind wir drei gemeinsam bei I + R in ihrer Mühle bei Kautzen eingeladen. Die Lamas der Nachbarn haben Junge bekommen, zwei Schafe weiden auf einer Wiese neben dem Bach und das Essen ist wie immer köstlich: Lammripperln, Mandelcreme, Lardo, selbstgemachter Schafskäse, eine Gazpacho aus Mango, Gurke und Paprika mit einem Saiblingsrollmops, Wildschweinbraten und As Erdbeercrumble. Das Paradies!

Während wir Sonntagvormittag am Tennisplatz stehen, schickt uns A. ein Selfie aus dem Pool und vom Spielplatz und dem Beachvolleyballplatz weht es Kinderlachen und Geschrei herauf. Ferienfeeling pur.

Nächstes Wochenende ist Pfingsten, der Ältere und J. haben sich angesagt und wenn es so warm bleibt, möchte ich auch in die Schwimmsaison starten.